Verlustzuweisungen für Mitunternehmer als Kommanditgesellschafter oder atypisch stille Gesellschafter als Steuersparmodelle

Bei modellhaft konzipierten Steuerstundungsmodellen ist gem. § 15 b EStG eine Begrenzung von Verlustzuweisungen – z.B. zwecks Gegenrechnung von Verlusten gegen die positiven Einkünfte – für Mitunternehmer gegeben ( siehe www.finanzierung-ohne-bank.de ). So bezieht der atypisch stille Gesellschafter als Mitunternehmer Einkünfte aus Gewerbebetrieb gem. § 15 Abs. I Nr. 2 EStG und zahlt anders als der typisch stille Gesellschafter keine pauschalisierte Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge. Andere Einkünfte aus anderen Einkunftsarten kann der atypisch stille Gesellschafter ( bei Gewinnen und Verlusten ) prinzipiell gegeneinander zur Addition oder zum Abzug bringen. Dies gilt jedoch nicht bei modellhaften Massenverträgen für Kapitalanleger. Sollen mehrere Kapitalgeber als Kommanditisten oder als atypisch stille Gesellschafter in ein Unternehmen zwecks Finanzierung aufgenommen werden, so sind jeweils individuelle atypisch stille Beteiligungsverträge zu erarbeiten, die nicht wortgleich sind.

Ein Anleger als Steuerpflichtiger darf gemäß § 15 b EStG im Zusammenhang mit einem Steuerstundungsmodell entstandene Verluste weder mit Einkünften aus Gewerbebetrieb des Vorjahres noch mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgleichen. Diese Verluste dürfen nicht zurückgetragen und auch nicht anderweitig abgezogen werden. Die Verluste mindern jedoch die Einkünfte, die der Steuerpflichtige zukünftig in den folgenden Wirtschaftsjahren aus derselben Einkunftsquelle erzielt. Diese Verluste gehen mithin nicht unbedingt verloren, denn sie dürfen mit positiven Ergebnissen – soweit vorhanden – aus derselben Einkunftsquelle in Folgejahren verrechnet werden.

Anleger dürfen Verluste aus sogenannten Steuerstundungsmodellen somit nur mit späteren Gewinnen aus derselben Einkunftsquelle verrechnen; eine Verlustverrechnung mit anderen positiven Einkünften und ein Vor- oder Rücktrag in andere Veranlagungszeiträume sind bei modellhaft verwendeten atypisch stillen Beteiligungsverträgen nicht möglich.

Mit der Abzugsbeschränkung in den §§ 15 b ff des Einkommensteuergesetzes ( EStG ) will der Gesetzgeber bestimmte Modelle – konzipert für eine Vielzahl von Anlegern – steuerlich unattraktiv machen, die gezielt auf Steuerstundung ausgerichtet sind. Erfasst werden hiervon klassischerweise geschlossene Fonds in Form einer Personengesellschaft, die ihren Anlegern in der Anfangsphase der Investition hohe steuerliche Verluste zuweisen. Schon vor Jahren war der Gesetzgeber solchen Modellen mit einer Verlustabzugsbeschränkung entgegengetreten. Da sie in der Praxis aber schnell an die gesetzlichen Vorgaben angepasst worden waren, brachte die Vorschrift nicht den erhofften Erfolg. Daher schuf der Gesetzgeber im Jahr 2005 eine neue Verlustverrechnungsbeschränkung in § 15b (EStG).

Im Steuerrecht werden die Erträge aus typisch stillen Gesellschaftseinlagen als Einkünfte aus Kapitalvermögen gem. § 20 Abs. 1 Nr. 1 und 2 EStG eingestuft und unterliegen der Abgeltungssteuer in Höhe von maximal 25 % plus Solidaritätszuschlag zzgl. eventueller Kirchensteuer. Die Steuer wird von der Gesellschaft einbehalten und abgeführt.

Eine modellhafte atypisch stille Beteiligung für eine Vielzahl von Anlegern ist wegen der Begrenzung der jährlichen Verlustzuweisung nicht mehr von Vorteil, da der Steuersatz für Einkünfte aus Gewerbebetrieb fast doppelt so hoch sein kann, wie der auf 25 % begrenzte Abgeltungsteuersatz auf Einkünfte aus Kapitalerträgen. Hier wirkt sich gegebenenfalls die 25%ige-Begrenzung des Steuersatzes auf Kapitalerträge positiv aus. Die Kapitalbeschaffung mit dem öffentlichen Angebot von atypisch stillen Beteiligungen ( http://www.finanzierung-ohne-bank.de ) aus modellhaften Konzeptionen lohnt sich heute nicht mehr. Gern erteilt Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de weitere detaillierte, kostenlose Auskünfte bei entsprechender Anfrage.

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Ist eine Zinswende in Sicht?

Nach einer jahrelangen Talfahrt der Zinsen deutet sich zumindest im Augenblick eine Wende an. Ob daraus ein längerfristiger Trend wird, bleibt abzuwarten.

Auf jeden Fall sind seit langer Zeit die Zinsen für Baudarlehen leicht gestiegen, nachdem sie laut Statistik des FMH-Informationsdienstes mit einem Durchschnittswert von etwas über einem Prozent für zehnjähriges Baugeld im Oktober den niedrigsten Stand aller Zeiten erreicht hatten.

Inzwischen haben viele Bankinstitute die Zinsen leicht angehoben, im Schnitt um etwa 0,2 Prozent. Zugegeben, es ist nur ein bescheidener Anstieg, aber der lang anhaltende Abwärtstrend wurde damit zumindest vorerst gestoppt.

Die Impulse für diese Entwicklung gingen vom Anleihenmarkt aus. Die Kurse der Anleihen standen schon die letzten Wochen unter Druck, was zu höheren Zinsen führte. Mit dem Wahlsieg von Donald Trump wurde der Trend noch verstärkt.

Die zehnjährigen Bundesanleihen liegen mit rund 0,3 Prozent wieder im Plus, nachdem sie im Sommer sogar in den Negativbereich gefallen waren.

Die Erwartungen an einen Zinsanstieg hängen natürlich mit der Entwicklung in den USA zusammen. Äußerungen der Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen lassen erkennen, dass eine Erhöhung des US-Leitzinses zu erwarten ist. Die Notenbank-Chefin nennt als Voraussetzung  für eine Leitzinserhöhung die positiven Wirtschaftsdaten in den USA. Abgesehen davon erwartet man in den USA einen Aufschwung der Wirtschaft durch das milliardenschwere Investitionsprogramm des neuen Präsidenten Donald Trump. Die nächste Zinssitzung der Fed ist für den 13. Und 14. Dezember angesetzt. Auch ohne Leitzinserhöhung macht sich in den USA eine leichte Zinswende bemerkbar. Die zehnjährigen Staatsanleihen sin inzwischen von 1,7 Prozent Ende September auf inzwischen 2,3 Prozent gestiegen.

Eine Leitzinserhöhung in den USA, mit der allgemein gerechnet wird, bedeutet natürlich nicht, dass andere Zentralbanken das auch machen oder machen müssen. Im Gegenteil, denn Japan zum Beispiel versucht im Augenblick mit gezielten Anleihekäufen einen Zinsanstieg zu verhindern. Auch die Europäische Zentralbank, allen voran der EZB-Chef Mario Draghi, sieht keine Veranlassung, die Geldpolitik zu ändern. Draghi hält es für notwendig, das im März 2017 auslaufende Aufkaufprogramm für Staatsanleihen zu verlängern. Eine Änderung der Geldpolitik kann nach Meinung der EZB erst dann erfolgen, wenn die Inflationsrate knapp unter der angepeilten Marke von 2 Prozent liegt. Im Moment liegt sie in der Eurozone aber nur bei 0,5 Prozent. Insofern ist zumindest im Augenblick nicht mit einer Änderung der Geldpolitik zu rechnen.

Trotzdem kann man die Zinsentwicklung in den USA nicht gänzlich unbeachtet lassen. Eine zu große Kluft zwischen einem Niedrigzins – Europa und höheren Zinsen in den USA hat natürlich Einfluss auf den Dollarkurs und damit auf den Außenhandel.

Vielleicht zeigt uns die Zinsentscheidung der Fed im Dezember, wohin die Reise geht.

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Die Anforderungen der BaFin an die kapitalmarktrechtliche Zulässigkeit der grundschuldbesicherten Darlehen

von Dr. Horst Werner

Für die kapitalmarktrechtliche Zulässigkeit der privaten grundschuldbesicherten Darlehen ( siehe www.finanzierung-ohne-bank.de ) setzt die BaFin zum einen voraus, dass sich die Besicherung im Rahmen des Verkehrswertes der Immobilie bewegen muss. Dieser Verkehrswert kann entweder durch eine zeitnahe Kaufpreisvereinbarung oder durch ein Bewertungsgutachten nachgewiesen werden. Es muss sich zudem um eine in Deutschland belegene Immobilie handeln. Zum anderen muss die Grundschuldbesicherung so veranlasst sein, dass jeder Anleger als Darlehensgeber einen direkten Zugriff auf das Sicherungsmittel hat und unmittelbar im Falle von Nichtleistung des Unternehmens die Zwangsvollstreckung in das Grundstücksobjekt einleiten kann. Der Darlehensgeber muss die Möglichkeit haben, sich eine vollstreckbare Ausfertigung über die (Teil-)Grundschuld ausstellen zu lassen, ohne dass es der Zustimmung eines Dritten bedarf.

Als verbotenes Einlagengeschäft bestimmt das Kreditwesengesetz ( KWG ) in § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 unbedingt rückzahlbare Gelder, wenn der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen ( = (Teil-)Grundschuldbrief ) verbrieft wird ( so die BaFin). Geschieht die Sicherung dadurch, dass für die Anleger keine (Teil-)Grundschuldbriefe ausgestellt werden, sondern nur der Mitbesitz am Stammbrief eingeräumt wird, so ist zusätzlich erforderlich, dass auf das Widerspruchsrecht des jeweiligen Grundstückseigentümers aus § 1160 BGB verzichtet und der Verzicht ins Grundbuch eingetragen wird.

Voraussetzung für das besicherte Darlehen von privater Seite ist also, dass dem Darlehensgeber eine Grundschuldabsicherung eingeräumt und eine (Teil-)Briefgrundschuld ausgestellt sein muss, die ihm selbst unabhängig von Dritten eigene Verwertungsrechte in Bezug auf die Grundschuld gewährt. Sofern ein Notar oder ein anderer Ehrenberufler ( RA, StB oder WP ) die (Teil-)Briefgrundschulden verwahrt, darf er keine eigenen Zurückweisungsrechte haben, wenn der Anleger eine vollstreckbare Ausfertigung beantragt.

Bei Verletzung der rechtlichen Anforderungen kann die BaFin von dem Unternehmen per Rückabwicklungsverfügung die Rückzahlung des Darlehenskapital verlangen. Die Besicherung kann jedoch auch in erforderlicher Form unverzüglich nachgeholt werden, um einen rechtswidrigen Zustand zu beenden. Eine Hin- und Herzahlung des Kapitals an die Darlehensgeber und wieder Einzahlung des Kapitals an das Unternehmen in besicherter Form wäre jedoch zur Beendigung des rechtswidrigen Zustandes nur reine Förmelei ( wie auch das VG Frankfurt/Main – Geschäftsnummer 7 L 2174/15.F – in einem ähnlichen Fall festgestellt hatte ). Wenn die Beendigung des rechtswidrigen Zustandes genauso schnell durch die nachzuholende Grundschuldbesicherung erfolgen kann, wäre eine Rückabwicklungsverfügung der BaFin nicht verhältnismäßig und somit unangemessen.

Hypotheken oder Grundschulden können also nicht nur zugunsten von finanzierenden Banken ins Grundbuch eingetragen werden, sondern auch zugunsten privater Kapitalgeber im Rahmen einer Baufinanzierung oder einer Immobilienfinanzierung. Weitere Informationen erteilt kostenfrei Dr. Horst Werner ( mailto:dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de ) von der Dr. Werner Financial Service AG.

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Kommt mit Donald Trump die Inflation zurück?

Vieles deutet darauf hin. Auf jeden Fall will und muss der zukünftige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika seine Wahlversprechen einlösen, die er den Wählern gab. Den Wählern, die er in der Wahlnacht als „die vergessenen Männer und Frauen“ bezeichnete, dien nun „nicht mehr vergessen“ sein werden.

Aber es waren nicht nur die Armen, Abgehängten und Modernisierungsverlierer, die Trump ins Präsidentenamt hoben, es waren vor allem die Mittelschicht, die sich erhofft, dass sie ihren „auf Pump“ finanzierten Lebensstil beibehalten kann.

Seit 2013 ist die Verschuldung der Privathaushalte um 10% gestiegen, auf die Rekordsumme von über 12 Billionen Dollar. Trotzdem wird munter weiter konsumiert und durch Kredite finanziert.

In dieser Landschaft hat natürlich die seitherige Geldpolitik, die in Einklang mit Europa die Macht der Banken beschneiden will und Durchgriffsrechte der Aufseher vergrößern will, keinen Platz mehr.

Zwar steht die Besetzung des neuen Kabinetts noch nicht endgültig fest, es deutet aber alles darauf hin, dass das Amt des Finanzministers mit einem Mann der Wall Street besetzt werden soll. Das wäre sicher das Ende einer Ära, in der Banken und Aufseher um neue und noch schärfere Eigenkapitalregeln ringen.

Die Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt gleich nach der Wahl mit steigenden Aktienkursen und fallenden Anleihekursen deuten darauf hin, dass die Investoren erwarten, dass die neue Regierung nicht nur das Wirtschaftswachstum befeuert, sondern auch die Inflation nach oben bringt.

Die Agenda des neuen Präsidenten lässt erkennen, dass die Einschätzungen der Investoren durchaus richtig sind. Das erste Großprojekt ist eine Steuerreform, die neben der Entlastung von Unternehmen und Besserverdienern auch die sog. „Repatriierung“ von im Ausland gehorteten Unternehmensgewinnen vorsieht.

Der nächste Plan ist ein großes Infrastrukturprogramm von einer Billion Dollar in den nächsten zehn Jahren. Dadurch wird die Wirtschaft kurzfristig stimuliert. Da nach Einschätzung der amerikanischen Zentralbank die Wirtschaft nahe der Vollbeschäftigung arbeitet, entsteht hier inflationärer Druck.

Eine wachsende Wirtschaft sucht mehr Beschäftigte, die aber bei einer nahezu vorhandenen Vollbeschäftigung nur über gute Löhne zu finden sind. Die steigenden Löhne erhöhen die Kaufkraft. Gleichzeitig werden die Unternehmen versuchen, die gestiegenen Lohnkosten durch Preiserhöhungen zu kompensieren. Das führt zwangsläufig zu Inflation und gibt der Fed die Möglichkeit, ihre Geldpolitik zu normalisieren und die Zinsen anzuheben.

Es wäre schön, wenn die zu erwartenden Zinserhöhungen in den USA auch Einfluss auf die Zinspolitik der EZB nehmen würden. Schließlich sehen immer mehr Experten in der nun schon lange währenden Phase der Nullzinspolitik eine ernsthafte Gefahr für die Wirtschaft.

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Immobilienblase – Soll der Staat eingreifen ?

Unabhängig davon, dass sich bei dieser Frage die Experten, wie normal üblich, nicht einig sind, waren staatliche Eingriffe seither eher selten von fortune bedacht.

Eines sollte klar sein: Staatliche Eingriffe und Lenkungen passen eher nicht zu einer Sozialen (freien) Marktwirtschaft. Diese setzt letztlich eher auf eine Selbstregulierung des Marktes.

Der Immobilienmarkt und die Finanzierung  von Immobilien haben seit Kriegsende zumindest bis jetzt funktioniert. Wir hatten auch seither schon Schwankungen im Markt, nach oben und nach unten. Diese Veränderungen wurden durch die „Selbstheilungskräfte“ des Marktes immer bereinigt. Zumindest hat früher niemand von einer „Immobilienblase“ gesprochen. Dieser Begriff stammt letztlich aus der letzten Finanzkrise und war für den deutschen Immobilienmarkt auch nicht anwendbar.

Zuerst sollte erst einmal die Frage geklärt werden, besteht die Gefahr einer Immobilienblase, steht uns eine bevor, oder haben wir schon eine.

Nach Berechnungen von Volkswirten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) liegt das Niveau der Immobilienpreise in Deutschland mehr als zehn Prozent über dem langfristigen Durchschnitt und wird als Warnsignal für Finanzkrisen angesehen. Die BIZ reklamiert auch für sich, als erstes Institut die letzte Finanzkrise vorausgesagt zu haben.

Aber trotz Finanzkrise gab es in Deutschland keine Immobilienblase. Es gab keine Panikverkäufe und auch keine Flut von Zwangsversteigerungen.

Das wird wahrscheinlich auch jetzt bei dem langsam „heiß laufenden“ Immobilienmarkt nicht passieren.

Der „Preisboom“ am Immobilienmarkt ging seither nicht mit einem „Kreditboom“ einher. Dem Kreditvergleichsportal Interhyp kann man entnehmen, dass die durchschnittliche Darlehensrate im vergangenen Jahr mit monatlich Euro 724,- nur unwesentlich über der Durchschnittsrate vom Jahr 2010 mit damals Euro 720,- lag. Das liegt offensichtlich daran, dass viele Immobilienkäufer mehr Eigenkapital eingesetzt haben. Ein nicht unerheblicher Anteil an Immobilienkäufern sieht die Anlage in Immobilien auch als Alternative zu anderen Anlagemöglichkeiten. Diese Käuferschicht benötigt in der Regel keine Immobilienkredite sondern setzt in voller Höhe Eigenkapital ein.

Immobilienblase hin oder her, die Bundesregierung bereitet zur Zeit ein neues Gesetz vor, um eine mögliche „Überhitzung“ des Marktes bekämpfen zu können und nennt diesen Vorgang „Makroprudenzielle Aufsicht“. Das ganze soll in vier Schritten erfolgen. Eine Obergrenze der Darlehenshöhe bezogen auf den Immobilienwert, eine Obergrenze für die Raten im Verhältnis zum Einkommen, eine Obergrenze für das Verhältnis Verschuldung zu Einkommen und die Vorgabe eines Zeitraumes, in dem das Darlehen getilgt sein muss.

Die geplanten Regelungen sind nur für den akuten Fall gedacht, dass eine Immobilienblase entsteht. Die Praxis der vergangenen Jahre hat allerdings gezeigt, dass die Aufsicht die neuen Mittel, die ihr zur Verfügung stehen, auch einsetzt. Das hat die Bundesregierung mit der Immobilienkredit-Richtlinie eindrucksvoll bewiesen. Die von der EU geforderten Maßnahmen wurden total überzogen umgesetzt. Die Kritik an dieser Maßnahme setzte prompt ein. Es gibt Forderungen von unterschiedlichen Kritikern, diese neue Richtlinie abzuschwächen. Insofern passt der neue Anlauf, regulierend in die Immobilienfinanzierung eingreifen zu können, überhaupt nicht in das Bild.

Wenn man dann noch sieht, dass die Bundesbauministerin Barbara Hendricks plant, den Kauf von Immobilien durch Familien mit einem staatlichen Förderprogramm zu erleichtern, dann weiß man nicht mehr, wohin „der Zug“ denn nun gehen soll.

Wer weiß, ob Berlin eines Tages auch darüber nachdenkt, ob man beim Autokauf nicht auch Vorgaben von Hubraum und PS im Verhältnis zum Einkommen machen sollte.

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Zur Bedeutung der Begriffe Kapitalertragsteuer, Abgeltungsteuer und Quellensteuer bei den Finanzinstrumenten zur Kapitalbeschaffung

Zur Abführung der Kapitalertragsteuer als gedeckelte Abgeltungsteuer in Form der vom Unternehmen zahlbaren Quellensteuer. Häufig bestehen Fragen zum Abzug und zur Abführung der Kapitalertragsteuer ( so Dr. Horst Werner www.finanzierung-ohne-bank.de ) und wer die Zahlung der Abgeltungsteuer für die Kapitalerträge vornehmen muss. Es handelt sich hier um den Sonderfall der Steuerzahlungspflicht für einen Dritten, nämlich die Zahlungspflicht eines Unternehmens für den Anleger als Dritten ( wie bei der Lohnsteuerzahlung durch das Unternehmen ).

Die Kapitalertragsteuer ist in ihrer Höhe nach oben gedeckelt auf 25 % zzgl. Soli-Zuschlag und Kirchensteuer, was sich aus der Einordnung als „Abgeltungsteuer“ ergibt – mit 25 % zzgl. Soli und KiSt ist alles „abgegolten“. Diese gedeckelte Kapitalertragsteuer wird in einer besonderen Form von den Steuerpflichtigen erhoben, nämlich als sogen. „Quellensteuer“. Der Begriff „Quellensteuer“ beschreibt also nur die Art der Erhebung. „Quelle“ bedeutet hier, dass die Steuern direkt da abgeschöpft ( und gezahlt ) werden, wo sie entstehen; nämlich an der Quelle und die Quelle der Erträge ist das Unternehmen. Quellensteuern in Deutschland sind z.B. die Lohnsteuer, die Zinsabschlagssteuer, die Kapitalertragsteuer und die Abgeltungsteuer. Wenn die Abgeltungsteuer als Quellensteuer nicht abgeführt wird und die Kapitalertragsteuer somit nicht gezahlt wird, haften sowohl der Anleger als auch das Unternehmen dafür ( wie bei der Lohnsteuer ).

Die Quelle ( wo die Kapitalerträge verdient werden ) ist das Unternehmen bzw. die Institution, in dem die Kapitalerträge erwirtschaftet werden. Als Quellensteuer wird eine Steuer auf Erträge bezeichnet, die direkt an der Quelle der Auszahlung von Leistungsvergütungen abgezogen und im Namen des Leistungserbringers (Gläubiger der Vergütung) an das zuständige Finanzamt abgeführt wird – es handelt sich also um die Steuerzahlung für einen Dritten – eben den Anleger.

Vom Quellensteuerprinzip gibt es jedoch Ausnahmen. Deshalb wäre eine Sicht allein auf § 43 EStG für die Beurteilung der Zuständigkeit für die Abführung der Kapitalertragsteuer unzutreffend und unvollständig. Dort ist lediglich geregelt, dass die Banken, wenn und soweit sie nur als Zahlstelle für Kapitalerträge dienen, die Kapitalertragsteuer für Dritte abzuführen haben. Das gilt nicht generell. Die Banken erwirtschaften z.B. nicht die Dividenden der VW-Aktien. Eigentlich müsste VW die Kapitalertragsteuer abführen. Da jedoch die Banken über die Clear Stream Banking AG in Frankfurt/Main die Zahlstellen für die Dividenden der Aktiengesellschaften und Fonds sind, hat der Gesetzgeber in diesen besonderen Fällen die Banken als Auszahlungsstelle zur Abführung der Abgeltungsteuer verpflichtet. Der § 43 EStG stellt also nur eine ergänzende Sondervorschrift für die Banken und Finanzdienstleistungsinstitute dar ( und somit eine begründete Ausnahme vom Grundsatz der Quellenbesteuerung dar ). Die Banken etc. sind nicht die Quelle der Erträge, aber dennoch aufgrund ihrer besonderen Stellung abführungspflichtig. § 43 EStG hat somit praktisch im wesentlichen nur Bedeutung für börsennotierte Unternehmen. Das berührt jedoch nicht den Grundsatz in den §§ 44 EStG ff, das sämtliche Unternehmen oder sonstige Institutionen die an ihrer Quelle entstandenen Erträge zu versteuern und die Kapitalertragssteuer abzuführen haben. Die Unternehmen oder sonstigen Institutionen ( auch soweit sie keine Banken etc. sind ) sind Steuerschuldner der Kapitalertragsteuer, die in ihrer Höhe auf den Satz der Abgeltungsteuer begrenzt ist ( Abgeltungsteuer bedeutet, dass mit der Zahlung die Steuer unabhängig von einem anderen persönlichen Grenzsteuersatz die Steuer abgegolten ist ). Das findet man so auch in allen Kapitalmarkt-Prospekten unter der Überschrift „Steuerliche Hinweise“.

Nach den neuen Regelungen in § 51a Absätze 2c – e und Absatz 6 EStG sind Kapitalertragsteuer-Abzugsverpflichtete ab dem 1. Januar 2015 zusätzlich verpflichtet, in einen automationsunterstützen Verfahren Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer einzubehalten und abzuführen. Um zu ermitteln, ob eine Kirchensteuerpflicht besteht, hat der Kapitalertragsteuer-Abzugsverpflichtete beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) das Kirchensteuerabzugsmerkmal (KISTAM) für alle Kunden, Gesellschafter oder Mitglieder abzufragen. Das Kirchensteuerabzugsmerkmal ist ein sechsstelliger Schlüssel, in dem die Religionszugehörigkeit, der zugehörige Steuersatz und das Gebiet der Religionsgemeinschaft abgebildet werden. Das Verfahren gilt für alle Kapitalerträge, die dem Kirchensteuerpflichtigen nach dem 31. Dezember 2014 zu fließen. Im Vorfeld wird vom 1. September 2014 bis 31. Oktober 2014 das Kirchensteuerabzugsmerkmal erstmalig zum Abruf im automatisierten Verfahren bereitgestellt. Die Abfrage setzt unter anderem die Angabe der Steueridentifikationsnummer des Steuerpflichtigen voraus. Sofern dem Kirchensteuerabzugsverpflichteten die Steueridentifikationsnummer nicht vorliegt, kann diese ebenfalls in einem automatisierten Anfrageverfahren beim Bundeszentralamt für Steuern erfragt werden. Kombinierte Anfragen nach Steueridentifikationsnummer und Kirchensteuerabzugsmerkmal sind ebenfalls möglich. Das bedeutet aber, dass zur Vereinfachung auf dem Zeichnungsschein bereits die Steueridentifikationsnummer des Anlegers bzw. Investors abzufragen und einzutragen ist. Den Kirchensteuerabzugsverpflichteten werden verschiedene Übermittlungswege für den Datenaustausch mit dem Bundeszentralamt für Steuern ( BZSt ) angeboten. Für kleinere Anfragevolumina empfiehlt das BZSt die Nutzung des Online-Portals (BOP). Die Anfragedaten können per Webformular oder als CSV-Datei (bis zu 1.000 Datensätze) übergeben werden. Für die Nutzung der Formulare im BZSt-Online Portal können Unternehmen ein bereits vorhandenes ELSTER-Zertifikat verwenden ( http://www.bzst.de/DE/Steuern_National/Kirchensteuer/Info_Abzugverpflichtete /Informationen_fuer_ Abzugsverpflichtete_node.html ).

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Finanzmarketing, Finanzvertrieb und Internet-Direktplatzierung sowie Investor-Relation zur Finanzierung

Der schnelllebige Finanz- und Kapitalmarkt macht sich das Finanzmarketing im World Wide Web durch Online-Werbung zunutze ( siehe www.finanzierung-ohne-bank.de ). Falls Unternehmer über eine Kapitalmarktemission, Beteiligungsfinanzierung bzw. Mezzanine-Finanzierung ihre unternehmerische Finanzkraft verbessern wollen, bietet es sich an, Direktanleger bzw. Privatinvestoren und Finanzdienstleister Online über das Internet durch Registrierung in den einschlägigen Finanzportalen ( z.B. www.anleihenfinder.de ) anzusprechen oder Offline in Finanzmarktanzeigen in den einschlägigen Printmedien ( z.B. Handelsblatt, Financial Times Deutschland, FAZ, WELT, Süddeutsche Zeitung etc. ) potentielle Investoren zu erreichen.

Der Beteiligungsmarktplatz www.anleger-beteiligungen.de kann auf eine über 17-jährige Erfahrung seit 1999 im Bereich des vor- und ausserbörslichen Finanz-Marketings zur Kapitalbeschaffung für Unternehmen mit mehr als 15.000 gelisteten Kapitalmarktteilnehmern verweisen. Etwa 20.000 Kapitalgeber, Finanzdienstleister, Privatinvestoren und sonstige Kapitalmarktinteressierte besuchen monatlich die Webseiten des Unternehmensfinanzierungs-Marktplatzes. Das im Kapitalmarkt bekannte Finanzportal ( www.anleger-beteiligungen.de – vormals emissionsmarktplatz.de ) hat ein Google-Ranking von 3.

Das Online-Finanzmarketing können Unternehmer ohne Streuverluste auf dem www.anleger-beteiligungen.de durchführen. Die Privatanleger, Investoren und Finanzdienstleister dieser Unternehmensbeteiligungsplattform “Anleger-Beteiligungen.de” suchen zielgerichtet nach Möglichkeiten der Unternehmensbeteiligung und sind nahezu ausnahmslos sehr sachkundig in den Bereichen von Beteiligungskapital und Kapitalmarktemissionen.

Das Investor Relations hat eine primäre Kontakt- und Informationsfunktion bei jedem beteiligungsorientierten Unternehmen, das nicht nur auf die Bankenfinanzierung setzen möchte. Das Investor Relations ist die wichtige Information und Kommunikation zwischen der Unternehmensführung ( Eigentümer-Gesellschaftern, Geschäftsführer /Vorständen, Beiräten und Aufsichtsräten ) und den finanzierenden Kapitalmarktteilnehmern ( Anlegern und Kapitalgebern, Finanzdienstleistern, Kapitalvermittlern und der Wirtschafts- und Finanzpresse ).
Unabhängig davon, in welcher Situation der Kapitalmarktorientierung sich Unternehmen befinden, ein Investor-Relations als Teil des Equity-Marketings bedeutet immer die individuelle, informative Unterrichtung von Anlegern und die Kommunikation mit den zu gewinnenden Investoren. Dafür ist eine Überlegung über die wichtigsten Zielgruppen für die optimale Investor-Relation-Strategie für das Unternehmen anzustellen. Unternehmens-Kennzahlen, Wachstumsaussichten und unternehmerische Zielvorstellungen und Umsatzplanungen sowie Ertragsvisionen kurz und verständlich an die „richtigen Leute“ zu kommunizieren, ist entscheidend für die erfolgreiche Platzierung eines Unternehmens am Kapitalmarkt.

Neben einem nachhaltigen Pre-IPO-Marketing zum Aufbau einer Investor-Unternehmer-Beziehung spielt die fortlaufende und zielgerichtete Kommunikation mit den Investoren und Risikokapitalgebern eine wesentliche Rolle. Dabei hat die Finanzkommunikation ihre Besonderheiten. Sie muss über Fakten und Zahlen informieren; sie muss treffend auf die wesentlichen Punkte kommen und offen sowie transparent Kenntnis geben. Lediglich die Unternehmen, die mit exakten Informationen das Vertrauen am Kapitalmarkt gewinnen, werden mittel- bis langfristig am Geldmarkt erfolgreich im Wettbewerb um das Investorenkapital sein.

Zu jeder Zeit möchte der Investor auf alle Finanz-Informationen eines Beteiligungskonzeptes und während seiner “Beteiligungs-Mitgliedschaft” Zugriff haben. Dies ist verständlich, da er schließlich einem meist unbekannten Unternehmen eine größere Summe an Geld über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stellt. Ein stetiger und substantieller Informationsfluss zum Kapitalgeber macht ein gutes “Investor Relation” aus und ist gleichzeitig die Basis für ein positives Standing am Kapitalmarkt.

Ständige Anlegerinformationen und Transparenz schafft Vertrauen: Die Finanzkommunikation im Rahmen des Investor-Relations hat ihre Besonderheiten. Sie muss Anleger und Investoren über Fakten und Zahlen informieren; sie muss treffend auf die wesentlichen Punkte kommen und durch Finanzmarkt-Transparenz die Unternehmensinformationen offen sowie transparent kommunizieren. Lediglich die Unternehmen, die mit exakten Informationen das Vertrauen am Kapitalmarkt gewinnen, werden mittel- bis langfristig am Geldmarkt erfolgreich im Wettbewerb um das Investorenkapital sein.

Ein erfolgreiches Investor-Relations über ein Finanz- und Equity-Marketing bedeutet:

· Entwicklung einer umfassenden kapitalmarktorientierten Investor-Relations-Strategie
· Entwicklung eines Investor-Relations-Ablauf- und Zeitplans
· Veröffentlichung von Geschäfts- und Quartalsberichten, Investoren-Briefen
( wie über den www.anleger-beteiligungen.de ) und Online-Informationen
· Erarbeitung und Presse-Verteilungen von individuellen Unternehmensmeldungen
· Organisation und Durchführung von Finanzdienstleister- und Investorenkonferenzen
· Konzeption und Umsetzung eines Online-Investor-Relation-Portals
· Ausarbeitung von Marketing-Flyern, Investoren-Memoranden, Fact-Sheets und Firmen-
Präsentationen
· Kommunikation und Pflege der Beziehungen zu Finanzdienstleistern, Anlegern und Finanz-
Journalisten
· Kommunikation über Finanzmessen, Eigenkapital-Foren, Finanzdienstleister- und Investoren-Treffs
· Organisation von Roadshows und Investorengesprächen
· Ständige Fortschreibung der Geschäftsperspektiven und Marktplanungen
· Erarbeitung, Auswahl und Platzierung von Finanz-Veröffentlichungen
(Produktinformationen, Zwischenbilanzberichte, Factbook-Info´s und Factsheets-Versand )
· Steigerung der Anlegerzahlen durch neue Zielgruppen-Erschließung
· Einweisung und Coaching durch professionelle Kapitalmarktexperten
· Veranstaltungen im eigenen Unternehmen mit Besichtigung und Investoren-
Einzelgesprächen
· Konzeption und Schaltung von Finanzmarktwerbung und Anzeigenkampagnen

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass ein Investor klar gegliederte und verständlich formulierte Finanz-Details erhalten oder abrufen können möchte. Umso sicherer ist er sich dann der Richtigkeit und Sicherheit seiner Kapitalanlage. Der Emissionsmarktplatz ( http://www.anleger-beteiligungen.de ) bietet dem Anleger umfangreiche Informationen auf einem 11 Seiten umfassenden IR-Portal ( IR = Investor Relations ) mit einem ausführlichen Beteiligungsüberblick zu jedem einzelnen kapitalsuchenden Unternehmen. Für die Umsetzung können Unternehmer direkt Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de ansprechen.

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