Zur Gründung von Kapitalgesellschaften unter Beachtung der Abgrenzung zu den AIF-Fonds nach dem KAGB

Einen Gründungsdienst von haftungsbeschränkten Kapitalgesellschaften bzw. von vorgegründeten Gesellschaften als GmbH´s oder als Aktiengesellschaften bietet die Dr. Werner Financial Service AG ( über www.finanzierung-ohne-bank.de ) zu sehr geringen Beratungskosten. Ferner bestehen die vorgegründeten Gesellschaften noch ohne Handelsregister-Eintragung und haben in diesem Stadium einen geringeren Liquiditätsaufwand zur Folge ( z.B. nur hälftige bzw. nur ein Viertel Kapitaleinzahlung ) und sind somit kostengünstiger von der Dr. Werner Financial Service AG zu erhalten. Einen Neu-Gründungsdienst mit der Ausrichtung der Gesellschaft auf den BaFin-kontrollierten Beteiligungsmarkt bietet die Dr. Werner Financial Service AG ( http://www.eigenkapitalbeschaffung.de ) insbesondere unter Berücksichtigung des Kapitalanlagegesetzbuches ( KAGB mit der Abgrenzung zu den AIF-Fonds ), des Vermögensanlagengesetzes und des Wertpapierprospektgesetzes. Bei der Dienstleistung „Neu-Gründungsdienst“ findet die Erstgründung mit der Einreichung der Gründungunterlagen bei dem jeweils gewünschten Handelsregister statt. Anders als bei dem Kauf einer Vorratsgesellschaft entfällt die Sitzverlegung der KG, der GmbH oder der AG. Das erspart Dienstleistungskosten, Notargebühren und verringert die Kosten beim Handelsregister.

Mit der neuen Gesellschaft erhält der Gründer eine neue Bankverbindung und mit dem neuen Konto lautend auf die frisch gegründete Gesellschaft ein neues Rating, eine neue Creditreform-Beurteilung und damit auch eine neue Bonität. Der Gründer erreicht die n e u e Bonität, da diese von der natürlichen Person des Gründers vollkommen unabhängig ist.

Im Rahmen des Gründungsdienstes ist auch ein geringerer Liquiditätsaufwand erforderlich. Denn die GmbH-Gründung erfordert zur ersten Eintragung ins Handelsregister lediglich Euro 12.500,- als Stammkapital-Einzahlung und die Gründung einer Aktiengesellschaft kann ebenfalls mit dem Mindesteinzahlungsbetrag von Euro 12.500,- auf das Grundkapital vorgenommen werden. Mit der Anmeldung zum Handelsregister erfolgt sodann die Eintragung unter HRB bei dem ausgewählten Handelsregister. Damit sind dann die beiden Gesellschaften als juristische Personen entstanden und haben als Kapitalgesellschaften die Haftungsbeschränkung. Weitere Informationen erteilt Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de bei entsprechender Mail-Anfrage.

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Auftragsvorfinanzierung: Die Vorfinanzierung von Aufträgen und Materialeinkäufen mit privatem Nachrangkapital bewerkstelligen

Die Fähigkeit zur Auftragsvorfinanzierung ist nach Dr. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) der Schlüssel zum Unternehmenswachstum. Die Auftragsvorfinanzierung ist somit eine Form der Wachstumsfinanzierung. Die Vorfinanzierung von Aufträgen und Materialeinkäufen kann mit eigenkapitalähnlichem Nachrangkapital vom Kapitalmarkt mit Investorengeldern realisiert werden. Unternehmen benötigen derartiges banktechnisch nicht besicherungsfähiges Kapital zur Auftragsvorbereitung und Durchführung, welches sie regelmäßig nicht von den Banken kreditiert bekommen oder wo oft die KK-Linie bei der Hausbank nicht ausreicht oder wo überteuerte KK-Zinsen von über 10% eine Auftragsdurchführung nicht mehr rentabel erscheinen lassen. Es gibt also viele Hürden bei der Auftragsvorfinanzierung. Unternehmer werden deshalb oft wegen knapper Kapitalressourcen im Unternehmen daran hindert, auch größere Aufträge oder eine Mehrzahl von Aufträgen gleichzeitig anzunehmen. Häufig sind die Materialkosten und die Personalkosten insbesondere bei öffentlichen Auftraggebern für Monate vorzufinanzieren. Eine ausreichende Liquidität ist somit eine der zentralen Voraussetzungen für erfolgreich abzuwickelnde Aufträge, die wiederum das Wachstum eines Unternehmens bestimmen. Deshalb sind Überlegungen darüber anzustellen, wie das Kapital für Auftragsvorfinanzierungen alternativ beschafft und wieviel Kapital für eine Projektabwicklung und damit für eine Auftragsvorfinanzierung benötigt wird.

Wie hoch sollte bei der Deckung des Kapitalbedarfs für die Auftragsvorfinanzierung der Anteil des Eigenkapitals sein, um über einen cost-leverage-Effekt den geringstmöglichen Finanzierungsaufwand ( geringste Zinskosten ) zu haben. Ferner ist zu prüfen, wie die Kapitalkosten für das eingesetzte Vorfinanzierungskapital die Kalkulation des Auftragsangebots verteuern und ob Umsatz und Ertrag verdient werden können. Hierzu ist eine realistische Kostenplanung sowie Umsatz- und Ertragsprognose anzustellen. Unter Berücksichtigung des betrieblichen Steueraufwandes kann dann der Finanzierungsbedarf festgestellt werden. Ergebnis der Kapitalbedarfsplanung muss sein, dass Kapitalbedarf und Kostenbedarf zur Deckung gebracht werden und sich keine Deckungslücke ergibt. Somit wird eine Cash-Flow-Berechnung erforderlich.

Der Cash Flow bezeichnet die Liquiditätsgröße, die sich aus dem Saldo der fortlaufenden betrieblichen Einnahmen über die regelmäßigen laufenden betrieblichen Ausgaben ergibt. Der Cash-Flow gibt den Umsatz-Kosten-Saldo aus der Geschäftstätigkeit mit dem erwirtschafteten Barliquiditäts-Zufluss an, der zur Deckung betrieblicher Ausgaben im täglichen Zahlungsverkehr verwendet werden kann. Der Cash-Flow als Bilanzkennzahl definiert also den reinen Liquiditätsüberschuss, der sich ergibt, wenn man von den Liquiditätszuflüssen ( = Einnahmen aus Umsatztätigkeit ) die Liquiditätsabflüsse ( = Ausgaben ) abzieht. Der Cash-Flow lässt als Kennzahl erkennen, in welchem Umfang ein Unternehmen Finanzmittel aus eigener Betriebstätigkeit zur Verfügung hat und erwirtschaften kann. Die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Auftragsvorfinanzierung und den notwendigen Materialeinkauf sind dann gegeben, wenn

  • eine positive Geschäfts-, Ergebnis- und Auftragsentwicklung mit Kundenreferenzen vorliegt,
  • eine gewachsene Auftraggeber- und Kundenstruktur vorhanden ist,
  • ein Fertigstellungs- und Abwicklungs-Know-how nachgewiesen werden kann,
  • ein bestimmter Kundenauftrag ( letter of intend ) als Grundlage der Finanzierung bereits vorhanden ist,
  • ein nennenswertes Auftragsvolumen gegeben ist,
  • eine Abtretungsbereitschaft von Forderungsansprüchen gegeben ist,
  • der Finanzierungsbedarf angemessen unterhalb der Auftragshöhe liegt
  • und die Finanzierungslaufzeit mit der Auftragsabwicklung kongruent und überschaubar ist.

Soweit möglich, ist die Deckung des Finanzbedarfs aus einer Mischfinanzierung von Fremdkapital und Eigenkapital die günstigste und am wenigsten risikobehaftete Finanzierungs-Möglichkeit. Das Fremdkapital mit festen Finanzierungskosten ( = Zinsen ) kann durch Bankkredit oder durch privates Nachrangkapital oder durch Inhaberschuldverschreibungen ( = Anleihen ) gedeckt werden. Weitere Informationen erteilt der Wirtschafts- und Finanzjurist Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de bei entsprechender Mailanfrage.

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Ohne BaFin-Ärger an den Kapitalmarkt zur bankenunabhängigen Unternehmensfinanzierung kommen

Das Motto: “Ohne BaFin-Ärger an den Kapitalmarkt kommen und bleiben” steht im Mittelpunkt der Arbeit der Dr. Werner Financial Service AG ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) in Göttingen. So stehen stets Fragen im Mittelpunkt, wie Unternehmen Auseinandersetzungen mit der BaFin vermeiden können und wie man sich am Kapitalmarkt gemäß den Prospektgesetzen und dem Kreditwesengesetz ( KWG ) verhält, um Rückabwicklungsverfügungen, Strafen und Geldbußen gem. dem § 54 KWG zu vermeiden.

Liegt keine Platzierungserlaubnis gemäß dem Vermögensanlagengesetz ( § 2 Abs. 1 Nr. 3 – 9 VermAnlG ) oder dem Wertpapierprospektgesetz ( § 3 Abs. 2 Ziff. 2 WpPG ) vor, untersagt die BaFin das Betreiben des Einlagengeschäftes und ordnet die Rückabwicklung ( = Rücküberweisung von sämtlichen Anlegergeldern ) an, wenn die Verträge „unbedingt rückzahlbare Gelder“ versprechen. Es darf also bei einer öffentlichen Platzierung innerhalb und außerhalb der Geringfügigkeitsgrenzen kein Wertpapier, kein Einlagengeschäft nach KWG (keine “unbedingt rückzahlbaren Gelder”) und kein Investmentvermögen nach KAGB vorliegen.

Da das Betreiben von Bankgeschäften ohne Erlaubnis nach § 54 Kreditwesengesetz strafbar ist, riskieren zudem die Anbieter beziehungsweise die Mitglieder ihrer verantwortlichen Gesellschaftsorgane, strafrechtlich verurteilt zu werden. Die Platzierung von verbotenen Einlagengeschäften ist also nicht bloß eine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat mit der Androhung einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Unternehmer laufen also Gefahr, als „vorbestraft“ zu gelten. Eine unwissentliche Verletzung der genannten Normen führt stets dazu, das eine fahrlässige Normenverletzung angenommen wird, die gem. § 54 Abs. 2 KWG immer noch mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe geahndet wird.

Der Tatbestand der verbotenen Annahme „unbedingt rückzahlbarer Gelder des Publikums“ ist gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Fall 2 KWG erfüllt, wenn ein Unternehmen bei einer öffentlichen Platzierung von einer Vielzahl von Geldgebern auf der Grundlage typisierter Verträge Kapitalbeträge mit der Verpflichtung zur unbedingten Rückzahlung entgegen nimmt, es sei denn, die Gelder sind banküblich besichert sind, wie z.B. grundschuldbesicherte Darlehen. Weitere Erläuterungen gibt Dr. Horst Werner unter der Adresse dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de bei entsprechender Mailanfrage.

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Eigenverantwortung und Selbstverschulden von Anlegern bei der Zeichnung von Kapitalanlagen am Kapitalmarkt

Der Anlegerbeobachter Dr. Horst Werner berichtet über die Eigenverantwortung, über unseriöse Renditeversprechen und haftungsbefreiendes Selbstverschulden von Anlegern bei der Zeichnung von Kapitalanlagen am Kapitalmarkt. Ein Grundsatz des Zivilrechts ist nach Dr. Horst Werner das Prinzip der rechtlichen Obliegenheit als Prinzip der Selbstverantwortung auch von Anlegern am Kapitalmarkt und an den Börsen. Wer z.B. Junk-Bonds als “Ramschanleihen” bzw. Hochzinsanleihen oder Aktien von insolvenzbedrohten Unternehmen ( wie z.B. im Herbst 2013 Solar World AG ) erwirbt, tut dies auf eigene Verantwortung mit hochspekulativen Kapitalanlagen bzw. mit riskanten Kapitalmarktprodukten. Er darf sich nicht beschweren, wenn die Spekulation scheitert und er als Anleger sein Geld verliert. Ein neutraler Beobachter würde sagen: Selbst Schuld ! Das Prinzip der Obliegenheit besagt also, dass Rechte – auch Schadensersatzansprüche verloren gehen – untergehen, wenn man eine schadensmindernde Selbstverantwortung nicht eigenverantwortlich ausübt. Entsprechend einer Einzelfallprüfung übernimmt der Anleger dann z.B. bei vollkommen unrealistischen Renditeversprechen von Unternehmern ein Mitverschulden bzw. manchmal sogar die Alleinschuld am Kapitalverlust.

Das Handels-, Gesellschafts- und Wertpapierrecht in Deutschland stellt eine Vielzahl von verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Rechtsformen zur Beteiligung an Unternehmen zur Verfügung. Anleger können sich an Unternehmen z.B. durch Aktien, durch stille Gesellschaftsanteile, durch Anleihen, durch Genussrechte, durch Kommanditanteile oder mit Nachrangdarlehen beteiligen. Diese Beteiligungs-Rechtsformen haben jedoch nichts mit der Wirtschaftlichkeit einer Unternehmensbeteiligung und dem Anlagerisiko zu tun. Dennoch erlebt man es immer wieder, dass wenn z.B. eine Aktiengesellschaft an der Börse in die Insolvenz gerät, die Presse über Aktien herzieht und vor Aktienbeteiligungen an Unternehmen warnt. Genauso wie bei der Prokon AG aus Itzehoe von Anlegerschützern und Verbraucherverbänden vor Genussrechten gewarnt wird. Genussrechte seien risikoreich und deshalb für Anleger ungeeignet. Die Rechtsform hat jedoch nichts mit der wirtschaftlichen Seriosität einer Unternehmensbeteiligung zu tun. Etwas zu unternehmen trägt immer die Chance des Erfolges und das Risiko des Fehlschlags in sich. Jede Form der Unternehmensbeteiligung ist also immer auch eine Risikobeteiligung, bei der ein Verlust bis hin zum Totalverlust einer Geldanlage eintreten kann. Aber der Verlust tritt nicht durch eine spezifische Rechtsform ein, sondern durch wirtschaftliche Fehlentscheidungen der jeweiligen Unternehmensleitung.

Unternehmensbeteiligungen sind für eine Marktwirtschaft unverzichtbar. Marktwirtschaft ist Risikowirtschaft und lebt von dem Einsatz von Kapital in unternehmerische Aktivitäten. Jedes Tun und Handeln kann gelingen, aber auch scheitern. Das Risiko ist also immer untrennbar mit wirtschaftlichem Handeln verbunden. Genauso ist Leben untrennbar mit einem „Lebensrisiko“ verbunden. Aber wenn wir uns auf der Treppe ein Bein brechen, ist es unsinnig über die Treppe als Wegeinstrument zu lamentieren, sondern es liegt entweder an der Unaufmerksamkeit des Treppengängers oder an einer falsch konstruierten Treppe bzw. an dem ungeschickten Treppenbauer, aber nicht an der Treppe als solches. Also bei Prokon waren nicht die Genussrechte schuld, sondern allenfalls ein wirtschaftliches Missmanagement der Geschäftsleitungsorgane ( im Übrigen waren bei der Telekom AG als bundesdeutschem Staatskonzern oder der Deutschen Bank die Anlegerverluste mindestens zehnmal so hoch wie bei der Prokon AG, ohne dass dies zu einem unsinnigen „Kleinanlegerschutzgesetz“ veranlasst hätte ) . Es muss also nicht vor Genussrechten (oder Aktien) gewarnt werden, sondern lediglich vor unseriösen Geschäftsmodellen, bei denen sich z.B. die Initiatoren die eigenen Taschen vollstopfen oder ungebremst Werbemillionen verschwenden und für die Anwerbung von Anlegern verballern ( wie z.B. bei den ACI Dubai Fonds, die mit über Euro 600 Mio. in die Pleite gerasselt waren ).

Sowohl an den regulierten Kapitalmärkten der Börse als auch an den sogenannten freien Kapitalmärkten herrscht immer wieder einmal eine unverständliche Gier mit vollkommener wirtschaftlicher Unvernunft und eine Verlogenheit auf beiden Seiten der Kapitalmarktteilnehmer. Nicht nur manche Unternehmer betrügen mitunter die Anleger, sondern auch die Investoren stellen sich bei realisiertem Ausfallrisiko vollkommen ahnungslos und unwissend. Sie schlüpfen in die Rolle des nichtwissenden, betrogenen Geschädigten und beschweren sich über die abzockenden Unternehmer. Jedermann weiß jedoch, je höher das Gewinnversprechen, desto höher das Risiko und desto unwahrscheinlicher der Anlageerfolg. Wer angeblich betrogen wird, aber von vornherein den Betrug erkennen kann oder hätte erkennen müssen, sollte sich nicht unehrlich als Geschädigter aufführen.

Als Kapitalmarkt-Beobachter erlebte Dr. Horst Werner folgenden Vorgang, der die Handlungsweise von Kapitalmarktteilnehmern auf beiden Vertragsseiten beschreibt. Ein Immobilieninitiator brachte einen kleinen Immobilienfonds mit vernünftigen Renditeaussagen an den freien Kapitalmarkt, aber niemand wollte diesen Fonds zeichnen. Da entschloss sich der Unternehmer, einen ( noch nicht einmal kapitalmarktrechtlich zulässigen ) Tradingfonds mit 2% Zinsen pro Monat mit monatlicher Zinsauszahlung – also insgesamt mit unrealistischen 24% Zinsen per anno (!) anzubieten. Und siehe da: Innerhalb von 6 Monaten hatte der Unternehmer mehr als Euro 10 Mio. am freien Kapitalmarkt platziert. Auch bei Anlegern gilt: Gier frisst Hirn ! Und später spielen diese Anleger nicht selten die “armen Geschädigten”. Fazit: Selbst Schuld ! Ob dies bei Infinius oder Prokon auch der Fall ist, bedurfte einer Einzelfallprüfung.

Die BaFin-Prospekte oder die letzten Jahresabschlüsse suchte der normale Anleger jedenfalls vergeblich. Stattdessen fand der unbedarfte Anleger nur überzogene Werbebroschüren, Sprüche-Flyer und Werbepost im Briefkasten. So konnte eigentlich ein verantwortlich handelnder Anleger die fehlende Transparenz und die “Verheimlichungstaktiken” beim Verkauf der Kapitalanlage erkennen.

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Die Bilanzierung des Genussrechtskapitals und des stillen Gesellschaftskapitals

Das Genussrechtskapital und die stille Gesellschaftseinlage sind bilanzrechtlich grundsätzlich als Fremdkapital bzw. Verbindlichkeit zu bilanzieren. Der Eigenkapitalcharakter der Einlage des Investors wird herbeigeführt, indem er zum einen das volle Verlustrisiko mitträgt und der Kapitalrückzahlungsanspruch unter der Bedingung steht, dass das Kapital bei Insolvenz bzw. bei freiwilliger Liquidation der Gesellschaft erst nach Befriedigung aller anderen Gläubiger ( Rangrücktritt ) zurückgezahlt werden darf, und er zum weiteren für mindestens fünf Jahre auf eine Kündigung und damit auf eine Gläubigerstellung verzichtet. Schließlich darf eine Ertragsausschüttung an die Anleger nur dann erfolgen, wenn das Unternehmen einen positiven Ertrag ( Überschuss bzw. Gewinn ) erwirtschaftet hat. Im anderen Falle muss die Ausschüttung unterbleiben. Die erforderliche Gewinn- und Verlustbeteiligung besagt zudem, dass eine Gewinnbeteiligung nur dann vorliegt, wenn die Ausschüttung je nach Gewinnhöhe gestaffelt ist. Eine bloße Verlustbeteiligung mit fester Verzinsung ist dagegen nicht ausreichend. Vielmehr ist die Gewinnbeteiligung zwingend notwendig.

Bei dem stillen Gesellschaftskapital oder Genussrechtskapital als Nachrangkapital handelt sich um zugeführtes Unternehmenskapital, das mit einem vertraglich vereinbarten Rückzahlungsnachrang hinter die Zahlungsansprüche anderer Gläubiger versehen ist. Nachrangkapital hat eigenkapitalnahe Bilanzqualität mit erheblicher praktischer Relevanz für die bankenfreie Liquiditätsversorgung von KMU´s und die Kapitalaufnahme von mittelständischen Unternehmen. Nachrangkapital ist Betriebskapital ohne erstrangige Besicherung und meist sogar vollkommen unbesichert als bloßes Risikokapital. Stilles Nachrangkapital oder Genussrechtskapital kann also besichert oder unbesichert sein. Vollkommen unbesichertes Nachrangkapital hat als ergänzendes Haftkapital die größte Eigenkapitalnähe und wird nach einhelliger Auffassung der Bilanzrechtsliteratur bilanzrechtlich im Eigenkapital bilanziert. Das Nachrangkapital gibt es in verschiedenen Rechtsformen; gerade stille Beteiligungen und Genussscheine können mit einer eigenkapitalqualifizierenden Nachrang-Abrede ausgestattet sein.

Die als Eigenkapitalersatz im Rahmen einer Mezzanine-Finanzierung, im Eigenkapital ausgestaltete stille Einlage / Genussrechts-Einlage ist auf der Passivseite der Bilanz unmittelbar nach dem gezeichneten Kapital der Vollgesellschafter als zweite Position als “gezeichnetes Stilles Kapital” zu bilanzieren. Die Behandlung des stillen Beteiligungskapitals und des Genussrechtskapitals als bilanzrechtliches Eigenkapital ist in einem Hauptgutachten des Instituts der Wirtschaftsprüfer ( siehe Gutachten des Instituts der Wirtschaftsprüfer, Düsseldorf, IDW in der Stellungnahme HFA 1/1994 ) von den genannten Voraussetzungen her geregelt.

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Die Kosten von BaFin-Prospekten und die Folgekosten bei BaFin-Prospekt-Emissionen

Neben den Prospekterstellungskosten ( ca. Euro 40.000,- bis 70.000,- ) durch einen Fachjuristen, kommen noch zahlreiche weitere Kosten hinzu, worauf Dr. Horst Werner ( http://www.finanzierung-ohne-bank.de ) aufmerksam macht. So fallen z.B. Lay-out-, Design- und Druckkosten für die Prospekte in Höhe von ca. Euro 15.000,- bis 25.000,- an. BaFin-Prospekte sind durch gesetzliche Verordnungen so aufgebläht ( z.B. durch das Kleinanlegerschutzgesetz von 2015 und die wesentlich erweiterte Prospektverordnung ), dass die Prospekte regelmäßig hundert Seiten und mehr ausmachen. Das führt allein zu Satz-, Layout- und Druckkosten, die mindestens im fünfstelligen Bereich liegen.

Und bei allen Emissionsunternehmen kommen die Folgekosten der BaFin-Prüfung gemäss der Verordnung über die Erhebung von Gebühren und die Umlegung von Kosten nach dem Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz – FinDAGKostV und der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektgebührenverordnung (VermVerkProspGebV) sowie der Wertpapierprospektgebührenverordnung (WpPGebV) ( BaFin-Prospektbilligungen zwischen Euro 1.500,- bis 15.000,- ) hinzu – einen Link zu dem Gebührenverzeichnis finden Interessenten hier: http://www.gesetze-im-internet.de/vermverkprospgebv/anlage.html . Im Schnitt liegt die Prospektbilligungsgebühr zwischen Euro 7.500,- und 15.000,- pro Einzelfall. Der intern kontrollierte BaFin-Mitarbeiter handelt gebührenbewußt !  Wenn Vermögensanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten oder unterschiedlichen Zinssätzen prospektiert werden ( wie bei verschiedenen Angeboten von z.B. 2, 3 und 5 Jahre Laufzeit oder unterschiedlichen Zinssätzen )  dann werden für jedes einzelnen Angebot die BaFin-Billigungsgebühren fällig, da diese Angebote dann als verschiedene Finanzinstrumente gelten. Ein uns bekanntes Unternehmen musste bei zwei verschiedenen Laufzeiten insgesamt Euro 25.000,- BaFin-Billigungsgebühren ( also doppelte Gebühren ) bezahlen ! ! !, da es sich um zwei verschiedene Finanzinstrumente handelte.

Sind die BaFin-Prospekte fertig gestellt und an den Markt gebracht, treten auch zukünftig nicht unerhebliche Folgekosten auf, was bei der Kostenkalkulation einer Kapitalmarktemission beachtet werden muss. So unterliegen selbst die kleinen Kapitalgesellschaften ( § 267 HGB ) als Emissions-Unternehmen auch in den Folgejahren der Prospektausgabe gem. § 25 Vermögensanlagengesetz jedes Jahr der Pflichtprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer ( die BaFin und der Bundesanzeiger überwachen das ! ! ! ). Dies können bei einer Vermögensanlage mit einer zehnjährigen Laufzeit der Anlage bis zu Euro 40.000,- bis 80.000,- WP-Prüfungskosten über die gesamte Laufzeit ( und mehr ) ausmachen. Prospektfreie Kapitalmarktemissionen gem. dem § 2 Abs. 1 Nr. 3 Vermögensanlagengesetz ( VermAnlG ) und dem § 3 Abs. 2 Wertpapierprospektgesetz ( WpPG ) sind von der WP-Prüfungspflicht ausgenommen. Dies gilt ebenso für das grundschuldbesicherte Darlehen, das keine Vermögensanlage im Sinne des VermAnlG darstellt und deshalb BaFin-prospektfrei und ohne jede Volumenbegrenzung platziert werden darf.

Bei schlankeren und dennoch genauso aussagekräftigen (kostengünstigeren) Beteiligungs-Exposés als die BaFin-Prospekte kommt man bei zwanzig bis fünfzig Seiten maximal mit einem Viertel der Kosten aus. Bei einer Kapitalmarktemission ohne BaFin-Prospekt sparen die Unternehmen somit über 90% aller Kosten. Weitere Informationen erteilt Dr. jur. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de .

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Crowdfunding-Erfinder ist Dr. Horst Werner (Göttingen) für Massenkapital am deutschen Ansparmarkt durch Schwarmfinanzierung

Schon 1985 schrieb Heinz Gerlach, dass Dr. Horst Werner der Erfinder der kleinteiligen Ansparfinanzierung über geringes Beteiligungskapital mit monatlichen Raten ab DM 50,- für Unternehmen am deutschen Kapitalmarkt sei. Seitdem gilt Dr. Horst Werner (Göttingen) als Erfinder der kleinteiligen Massenplatzierung mit Ansparraten am deutschen Beteiligungsmarkt. Crowdfunding ist ein amerikanischer Modebegriff ( = Wortverpackung ), der das kleinteilige Geldeinsammeln von Unternehmen und Institutionen als erfolgreich für eine Kapitalaufnahme zur Durchführung geplanter Investitionen erscheinen lässt. Das Crowdfunding selbst gibt es nicht nur in den angelsächsischen Ländern, sondern auch in Deutschland schon seit fast vierzig Jahren. Anfang der achtziger Jahre brachte Dr. Horst Werner die erste kleinteilige Ansparemission an den Beteiligungsmarkt, die mit einem Volumen von DM 15 Mio. innerhalb von zwei Monaten bei hunderten von Kleinanlegern platziert war.

Crowdfunding ist eine Form der sogen. Schwarmfinanzierung: Statt einen oder wenige große “Fische” ( sprich Großinvestoren ) zu fangen, wird mit einem Marketing-Netz auf den Schwarm von zahllosen, kleinen Fischen“ – sprich Tausenden von Kleinfinanzierern (Kleinanlegern) – zugegangen. Das Risiko der Kapitalgeber wird auf viele Schultern verteilt, was wiederum das Einzelrisiko erheblich verringert. Neu am erweiterten Crowdfunding ist lediglich, dass es heute nicht nur zur Unternehmensfinanzierung, sondern in allen Lebensbereichen wie bei Kulturprojekten, Sozialeinrichtungen ( social funding ) oder der Politik ( political funding ) jeweils ohne Gewinn und Rendite eingesetzt wird. Das Crowdfunding im politischen Finanzierungsbereich, z.B. beim Wahlkampf wurde weltweit bekannt, als US-Präsident Obama 2008 seinen ersten Wahlkampf und dann noch einmal 2012 über das kleinteilige Geldeinsammeln finanzierte und mit jeweils rund $ 1 Mrd. Wahlkampfspenden eindrucksvoll bewies, dass das Geld vieler kleiner Leute in der Gesamtsumme größer ist, als das Geld von wenigen Millionären und finanzstarken, unternehmerischen Interessen- und Lobby-Gruppen.

Kleinteiliges Geldeinsammeln geschieht seit vielen Jahren ( ab 1999 ) über das Unternehmensportal http://www.anleger-beteiligungen.de ( vormals Emissionsmarktplatz.de ) ohne kassierende Vermittler. Dieses Finanzportal ist eine freie Crowdfunding-Plattform und unterliegt nicht dem gesetzlichen Crowdfunding gem. den §§ 2 a ff Vermögensanlagengesetz mit überbordender Bürokratie.  Das gesetzliche Crowdfunding mit Beschränkungen auf Nachrangdarlehen mit max. Beteiligungshöhen von Euro 10.000,- pro Anleger und ausgestaltet als Vermittlerportale ohne Direktplatzierung ist ein bürokratischer Rohrkrepierer.Ebenso gab es von Dr. Horst Werner in den achtziger Jahren an den Kapitalmarkt gebrachte Mezzanine-Finanzierungen; auch dieser Begriff Mezzaninekapital tauchte als verbale „Wunderverpackung“ erst Anfang der 2000-Jahre auf. Anglizismen und vernebelnde Fremdwörter haben eine magische Anziehungskraft und sorgen für den Irrglauben des absolut Neuen. Damals fragte plötzlich jedes Unternehmen nach „Mezzaninekapital“, obwohl die darunter zu verstehenden Beteiligungsformen in Deutschland schon seit Jahrhunderten an den Finanzmärkten gebräuchlich sind. Mezzaninekapital und Crowdfunding sind also alte Hüte: sie sind alter Wein in neuen Schläuchen. Es ist wie bei Verbrauchern, die bei einer neuen bunten Verpackung glauben, dass sich darin auch ein völlig neues Produkt befindet. Mit dem „Crowdfunding“ als verfängliches Modewort ist es das Gleiche.

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