Schneeballsysteme mit der Auszahlung von Scheingewinnen und der ständigen Anwerbung weiterer einzahlender Teilnehmer

Als Schneeballsystem oder Pyramidensystem werden Geschäftsmodelle bezeichnet, die zum Funktionieren eine ständig wachsende Anzahl an Teilnehmern benötigen und nur Scheingewinne produzieren, so die Definition bei Wikipedia. Das Schneeballsystem wird von Fachleuten auch als „Ponzi-System“ bezeichnet und beschreibt ein Geschäftskonzept, das nicht auf eine ordnungsgemäße handelsrechtliche Gewinnerzielung abstellt und das auf einem fortwährenden Zugang von weiteren, einzahlenden Teilnehmern beruht. Häufig handelt es sich um Schein-Geschäftsmodelle ohne angemessenen werthaltigen Hintergrund. Die Teilnehmer eines Schneeballsystems können somit nur (Schein-)”Gewinne“ erzielen, wenn sie weitere Personen finden, die sich an einer bestimmten Geschäftsidee ohne überschüssige Wertinhalte beteiligen. Produktionsunternehmen von Sachwerten mit realen Käufern als “Teilnehmer” stellen keine Schneeballsysteme dar. Geschäftskonzepte, die auf den Verkauf von Sachwerten oder Waren mit seriös prognostizierbaren, positiven Erträgen angelegt sind, gehören nicht zu den systemisch angelegten Pyramidensystemen. Das tatsächliche Schneeballsystem hat wegen der systemisch angelegten Verlustsituation den Nachteil, dass irgendwann keine zahlenden Teilnehmer mehr akquiriert werden können und der Zufluss von Geldern ausbleibt. Dann platzt die Betrugsblase. Auf Grund dessen ist das Schneeballsystem in Deutschland gemäß § 16 Abs. 2 UWG und auch in den meisten anderen Ländern verboten.

Bei Kapitalanlagen ( siehe www.finanzierung-ohne-bank.de ) können sich einige Anlagesysteme als Schneeballsysteme darstellen. Das kann dann der Fall sein, wenn Anleger mit sehr hohen Renditen geworben werden, die jedoch von vornherein seriös (planerisch bzw. prognostisch) gar nicht erwirtschaftet werden (können). Schneeballsysteme sind also grundsätzlich nicht auf Gewinne durch eine kaufmännisch ordnungsgemäße Überschusserzielung angelegt. Will ein (Alt-)Anleger seinen “Gewinn” ausgezahlt bekommen, so muss stets auf die eingezahlten Gelder anderer Investoren zurück gegriffen werden. In solchen Anlagesystemen werden die versprochenen Vermögenswerte ( z.B. Grundstücke, Bäume, Waren etc. ) erst gar nicht erworben oder sind den Preis nicht Wert, zu dem sie den Anlegern ausgegeben werden. Ein Schneeballsystem liegt andererseits nicht bereits dann vor, wenn ein Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen vorübergehend mangels hinreichender Verkäufe oder aufgrund geringer Aufträge zeitweise Verluste erwirtschaftet.

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Die Bilanzierung des stillen Beteiligungskapitals als bilanzrechtliches Eigenkapital

Die Bilanzierung des stillen Gesellschaftskapitals: Die stille Gesellschaftseinlage ist bilanzrechtlich grundsätzlich als Fremdkapital bzw. Verbindlichkeit zu bilanzieren. Der Eigenkapitalcharakter der Einlage des Investors wird herbeigeführt, indem er zum einen das volle Verlustrisiko mitträgt und der Kapitalrückzahlungsanspruch unter der Bedingung steht, dass das Kapital bei Insolvenz bzw. bei freiwilliger Liquidation der Gesellschaft erst nach Befriedigung aller anderen Gläubiger ( Rangrücktritt ) zurückgezahlt werden darf, und er zum weiteren für mindestens fünf Jahre auf eine Kündigung und damit auf eine Gläubigerstellung verzichtet. Die bloße Verlustbeteiligung ist dagegen nicht ausreichend, denn dabei handelt es sich um den gesetzlichen Regelfall.

Bei dem stillen Gesellschaftskapital als Nachrangkapital handelt sich um zugeführtes Unternehmenskapital, das mit einem vertraglich vereinbarten Rückzahlungsnachrang hinter die Zahlungsansprüche anderer Gläubiger versehen ist. Nachrangkapital hat eigenkapitalnahe Bilanzqualität mit erheblicher praktischer Relevanz für die bankenfreie Liquiditätsversorgung von KMU´s und die Kapitalaufnahme von mittelständischen Unternehmen. Nachrangkapital ist Betriebskapital ohne erstrangige Besicherung und meist sogar vollkommen unbesichert als bloßes Risikokapital. Stilles Nachrangkapital kann also besichert oder unbesichert sein. Vollkommen unbesichertes Nachrangkapital hat als ergänzendes Haftkapital die größte Eigenkapitalnähe und wird nach einhelliger Auffassung der Bilanzrechtsliteratur bilanzrechtlich im Eigenkapital bilanziert. Das Nachrangkapital gibt es in verschiedenen Rechtsformen; gerade stille Beteiligungen und Genussscheine können mit einer eigenkapitalqualifizierenden Nachrang-Abrede ausgestattet sein.

Die als Eigenkapitalersatz im Rahmen einer Mezzanine-Finanzierung, im Eigenkapital ausgestaltete stille Einlage ist auf der Passivseite der Bilanz unmittelbar nach dem gezeichneten Kapital der Vollgesellschafter als zweite Position als “gezeichnetes Stilles Kapital” zu bilanzieren. Die Behandlung des stillen Beteiligungskapitals als bilanzrechtliches Eigenkapital ist in einem Hauptgutachten des Instituts der Wirtschaftsprüfer ( siehe Gutachten des Instituts der Wirtschaftsprüfer, Düsseldorf, IDW in der Stellungnahme HFA 1/1994 ) von den genannten Voraussetzungen her geregelt. Gern erteilt Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de detaillierte, kostenlose Auskünfte bei entsprechender Anfrage.

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Beteiligungskapital für kleine und mittlere Unternehmen gibt es leider nicht von professionellen Großinvestoren

Der Kapitalmarktpraktiker Dr. Horst Werner macht darauf aufmerksam, dass von institutionellen Investoren keine Millionen Euro ( in Höhe eines Jackpot-Gewinns ) für KMU-Unternehmen vergeben werden. Ein„Sechser im Lotto“ ist ebenso unrealistisch, wie der reiche Onkel aus Amerika“, der in ein kleines Unternehmen Euro-Millionen investiert. Darauf kann man nicht hoffen; das ist leider nur ein Traum. Dafür gibt es aber solide breit gestreute Anlegergelder von vielen privaten Investoren ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) bis Euro 200 Mio. über ein Private Placement mit oder ohne BaFin-Prospekt. Damit haben kleinere und mittlere Unternehmen eine Basis-Strategie für die Kapitalbeschaffung und eine realistische Chance, Investitionsgelder in Millionenhöhe zu bekommen..

Private-Equity-Gesellschaften, Mezzaninefonds oder Venture-Capital-Gesellschaften vergeben regelmäßig Beteiligungskapital nur an Unternehmen, die

  1. mindestens einen Jahresumsatz von Euro 20 Mio. haben und
  2. die in der Bilanz ein vorhandenes Eigenkapital in Millionenhöhe ausweisen( also keinen gedachten Unternehmenswert oder kumulierten, prognostizierten Zukunftsumsatz; es gelten nur reale, bilanzierte Zahlen ).

Es gilt für institutionelle Investoren der Grundsatz, dass diese nur so viel Beteiligungskapital vergeben, wie das Zielunternehmen an eigenen Mitteln bilanziell ausgewiesen hat.

Durch langjährige Kontakte in den Beteiligungsmarkt und in die Private-Equity-Branche kann Ihnen das Netzwerk der Dr. Werner Financial Service AG bei der Eigenkapitalbeschaffung und Liquiditätszufuhr insbesondere im Rahmen der Gründungs- und Wachstumsfinanzierung behilflich sein. Wir entwickeln für Sie moderne, bankenunabhängige Finanzierungsstrategien, vorzugsweise mezzanine, stimmrechtslose Finanzierungsinstrumente. Gewerbliche Finanzierungen ohne Bankverschuldung und ohne neue Darlehensverpflichtungen sind unsere Professionalität. Weitere Auskünfte und Kapitalmarkterfahrungen sind bei dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de per Mail kostenfrei zu erfragen.

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Gründungsdienst für Kapitalgesellschaften mit neuem Crefo-Rating, neuer Bonität und weiterer Kapitalbeschaffung

Die Dr. Werner Financial Service AG bietet einen Gründungsdienst für Kapitalgesellschaften und stattet diese Jung-Unternehmen mit zusätzlicher Kapitalbeschaffung für Erstinvestitionen über www.finanzierung-ohne-bank.de aus. Mit der z.B. neu gegründeten GmbH erhalten Sie eine
n e u e  Bonität, die von Ihrer Person unabhängig ist. Über die Gründung einer Kapitalgesellschaft werden Sie durch den neuen Rechtsträger wieder kreditwürdig. In einer Gesellschaft können Sie zudem eine weitgehend anonyme Beteiligung übernehmen, wenn Sie im Hintergrund bleiben möchten.

Der Gründungsdienst mit handelsregisterlicher HR-Eintragung besteht für Jung- oder Neuunternehmer oder beim Outsourcing von Geschäftssparten mit der Möglichkeit weiterer Finanzierung über private Anleger und Investoren vom Kapitalmarkt: Wir beraten Interessenten über den BaFin-freien passenden Rechtsträger und achten darauf, dass Sie keiner KAGB-Genehmigungspflicht als AIF-Fonds für Ihre unternehmerischen Aktivitäten unterliegen.

Bei der Rechtsformwahl für Emissionsträger-Unternehmen stellt das Gesellschafts- und Handelsrecht eine Vielzahl von Unternehmens-Rechtsformen unter verschiedenen wählbaren Gesichtspunkten zur Verfügung. Die Auswahl des Rechtsträgers für ein Kapitalbeschaffungs-Unternehmen will unter gesellschaftsrechtlichen, haftungsrechtlichen, steuerrechtlichen und organisationsrechtlichen Gesichtspunkten gut überlegt sein. Dr. Werner aus Göttingen gibt über die Rechtsformmöglichkeiten von Unternehmens-Rechtsträgern nach Handels- und Gesellschaftsrecht und dem aktuellen Fondsgesetz ( KAGB ) auch Anhaltspunkte unter dem Blickwinkel der erleichterten Zugänglichkeit zur Finanzierung am Kapitalmarkt ( siehe unter www.finanzierung-ohne-bank.de ).

Bei uns erhalten Interessenten :

a)  Beratung bei der Rechtsträgerwahl (GmbH, AG, KG oder GmbH & Co. KG)
b)  Anpassung der Satzung an die Bedürfnisse Ihres operativen Geschäfts bzw. an den Kapitalmarkt, so dass Sie keiner Genehmigungspflicht der Kapitalmarktaufsicht ( BaFin ) nach dem KAGB als potentieller AIF-Fonds und keiner Prospektpflicht unterliegen.
c)  Vorbereitung des Notartermins und aller Gründungsunterlagen
d)  Erstellung der Beteiligungsvertrags- und Zeichnungsunterlagen für die Einwerbung von Mezzaninekapital als stilles Beteiligungskapital / Genussrechtskapital / Namensschuldverschreibungen / Nachrangdarlehens-Kapital / Anleihen oder als grundschuldbesichertes Darlehenskapital etc. –
e)  Finanzkommunikation zur Kapitaleinwerbung des Eigenkapitals von privaten Anlegern und Investoren für die weitere Unternehmensfinanzierung über unsere Finanzportale und den www.investoren-brief.de .

Ergänzend zum Gründungsdienst für Kapitalgesellschaften bieten wir also auf Wunsch eine weitere Kapitalaufstockung und Kapitalerhöhung durch Kapitalbeschaffung / durch stimmrechtslose Beteiligungsfinanzierung / Mezzaninefinanzierung zu 3,5 % bis 5,5 % p.a. ( ohne Fremdeinfluss ): ergänzende, kostenfreie Informationen erteilt Dr. jur. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de bei entsprechender Mailanfrage.

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Das Produktinterventionsrecht und der kollektive Verbraucherschutz durch die BaFin am freien Kapitalmarkt

Der Gesetzgeber hat bereits 2015 der BaFin zur Stärkung des Verbraucherschutzes am Kapitalmarkt ein scharfes Schwert in Form einer Generalklausel im Wertpapierhandelsgesetz in die Hand gelegt: die sogen. Produktintervention. Die Kapitalmarktaufsicht kann Finanzinstrumente, strukturierte Einlagen und Finanztätigkeiten – auch von Finanzdienstleistern – beziehungsweise Finanzpraktiken nun beschränken oder sogar verbieten, wenn diese den Anlegerschutz oder die Stabilität und Integrität des Finanzsystems gefährden. Somit kann die BaFin nicht nur rechtswidrige Einlagengeschäfte gem. § 44 c KWG einstellen und rückabwickeln lassen ( z.B. am 24. 11 2017:  www.bafin.de/Verbrauchermitteilung/meldung_171124_funvestment.html )

Das Produktinterventionsrecht befindet sich im neuen § 4b des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG). Dieses hat darüber hinaus den kollektiven Verbraucherschutz explizit als Aufsichtsziel der BaFin verankert. Es ist Teil des Aktionsplans der Bundesregierung für mehr Verbraucherschutz im Finanzmarkt, mit dem diese unter anderem auf negative Entwicklungen gerade am Grauen Kapitalmarkt reagierte.

Der neue § 4b WpHG sieht diverse Möglichkeiten der behördlichen Intervention vor. Zum einen kann die BaFin bei der Vermarktung, beim Vertrieb oder beim Verkauf eines bestimmten unseriösen Finanzinstruments oder einer strukturierten Einlage eingreifen, also Produktintervention im engeren Sinne betreiben. Zum anderen kann sie aber auch bei bestimmten Formen der Finanztätigkeit oder Finanzpraxis im Wege der Verhaltensintervention eingreifen. Möglich sind Beschränkungen und Verbote.

Beachtenswert ist auch der Umstand, dass die BaFin Verbote und Beschränkungen bereits vor Beginn der Vermarktung, des Vertriebs oder des Verkaufs aussprechen kann. Sie kann damit an jeder Stelle der Wertschöpfungskette und des Produkt- beziehungsweise Vertriebsprozesses eingreifen, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen. Bei der Frage, ob die Interventionsvoraussetzungen vorliegen, hat die BaFin wegen der unbestimmten Rechtsbegriffe einen weiten Beurteilungsspielraum. Es bleibt abzuwarten, wie die BaFin die Interventionsrechte zu einem stärkeren Verbraucherschutz nutzen wird. Auch bei der Gestaltung der anzuordnenden Maßnahme – also auf der Rechtsfolgenseite – ist die BaFin flexibel: Sie kann Verbote und Beschränkungen an Bedingungen knüpfen oder mit Einschränkungen versehen. Hat sich die BaFin dafür entschieden, eine Maßnahme zu erlassen, muss sie dies zunächst dem Emittenten mitteilen und auf ihrer Internetseite eine entsprechende Bekanntmachung veröffentlichen. Weitere Auskünfte erteilt Dr. Horst Werner unter der Mailadresse dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de .

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Kapital beschaffen über die Ausgabe von Wertpapieren als Anleihen, Genussscheine oder Aktien

Aktien, Anleihen und Genussscheine können als Inhaberpapiere ohne namentliche Zuordnung ausgegeben und anonym erworben werden. Forderungsinhaber ist dann jeweils derjenige, der das Inhaberpapier physisch in den Händen hält. Eine Wertpapieremission ist auch mit Namensaktien oder Namenschuldverschreibungen möglich. Dann ist Forderungsinhaber derjenige, der in der Schuldverschreibung namentlich genannt ( § 806 BGB ) und in das Namensschuldverschreibungs-Buch oder Aktienbuch einer Gesellschaft eingetragen ist.

Wertpapier-Emissionen mit Anleihen bzw. Schuldverschreibungen – gleich in welchen Ausprägungen – sind kapitalmarktrechtlich grundsätzlich Wertpapiere und zwar unabhängig davon, ob eine Verbriefung durch ein physisches Wertpapier stattfindet oder nicht. Die Bedeutung liegt deshalb für Anleihen darin, dass für die öffentliche Emission ( = Ausgabe und Angebot an Dritte ) von Aktien und Anleihen ein bankenaufsichtsrechtlich genehmigter Wertpapierverkaufsprospekt erforderlich ist. Ohne Wertpapierprospekt dürfen lediglich 149 potentielle Anleger angesprochen bzw. beworben werden (= gesetzliche Eintrittsschwelle – siehe § 3 Abs. 2 Ziff. 2 WertpapierProspektGesetz – WpPG). Die öffentliche Werbung für Wertpapiere ist also bei kleineren Zeichnungssummen von unter Euro 100.000,- beschränkt. Es darf dann nur eine persönliche Ansprache von Interessenten stattfinden.

Die Begebung einer Anleihe – so Dr. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) – ist seit Anfang der neunziger Jahre jedem Unternehmen und sogar Privatpersonen als sogen. Schuldverschreibung möglich ( siehe §§ 793 ff des Bürgerlichen Gesetzbuches ). Die gesetzliche Beschränkung auf börsennotierte Unternehmen wurde aufgehoben. Zur Begebung einer Anleihe – soweit man die Platzierung öffentlich bewerben möchte und die Mindesteinlage unter Euro 100.000,- liegt – ist jedoch ein Wertpapierverkaufsprospekt mit Zulassung und Genehmigung des Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht / Abteilung Wertpapieraufsicht BaFin in Frankfurt/Main erforderlich. Der Anleihe- bzw. Wertpapier-Verkaufsprospekt ist gesetzlich nur dann nicht erforderlich, soweit Mindestzeichnungssummen über Euro 100.000,- in jedem Einzelfall angeboten werden.

Bei den Aktien kann es sich um Inhaberaktien oder Namensaktien, die ins Aktienbuch einzutragen sind, handeln. Namensaktien werden regelmäßig mit einer Vinkulierung versehen, wodurch die Übertragbarkeit der Aktien nur mit Zustimmung der Gesellschaft zulässig ist. Die Aktien können als vollstimmberechtige Stammaktien oder als eingeschränkt stimmberechtigte Vorzugsaktien ausgegeben werden. Aktien werden regelmäßig als Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von Euro 1,- ausgegeben; sie können jedoch auch mit einem festen Nennwert von Euro 1,- ( = Nennwert-Aktien ) oder höher versehen werden. Aktien sind entsprechend den Regeln der Kapitalmarktaufsicht per se Wertpapiere, auch wenn die Aktionärsrechte nicht wertpapierverbrieft wurden. Deshalb unterliegt die Ausgabe und Platzierung von Aktien an einen öffentlich unbestimmten Kreis von Anlegern bestimmten prospektrechtlichen Regeln mit der Pflicht zur Erstellung eines Wertpapierprospektes und der vorherigen Billigung dieses Wertpapierprospektes durch die Kapitalmarktaufsicht der BaFin.

Nach den Wertpapierprospekt-Gesetzen ( WpPG ) ist ein Wertpapierverkaufsprospekt über Aktien bei einem “Going Public” – also einem öffentlichen Angebot – als Private Placement immer dann erforderlich, wenn mehr als 149 interessierte Kapitalgeber angesprochen werden sollen. Dann muss der Prospekt von der BaFin geprüft, genehmigt ( amtsdeutsch: “Billigung” ) und zur öffentlichen Platzierung zugelassen werden. Lediglich bei einer Mindestbeteiligung ab Euro 100.000,- an aufwärts ( pro Anleger )  ist gem. § 3 Abs. 2 WpPG kein Wertpapierverkaufsprospekt erforderlich und kann somit BaFin-prospektfrei emittiert werden.

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Gesellschafts-Gründungsdienst bzw. vorgegründete GmbH´s oder AG´s noch ohne HR-Eintrag mit geringerem Aufwand

Einen Neu-Gründungsdienst mit der Ausrichtung der Gesellschaft auf den BaFin-kontrollierten Beteiligungsmarkt bietet die Dr. Werner Financial Service AG ( www.finanzierung-ohne-bank.de ), insbesondere unter Berücksichtigung des Kapitalanlagegesetzbuches ( KAGB mit der Abgrenzung zu den AIF-Fonds ), des Vermögensanlagengesetzes und des Wertpapierprospektgesetzes. Bei der Dienstleistung „Neu-Gründungsdienst“ findet die Erstgründung mit der Einreichung der Gründungunterlagen bei dem jeweils gewünschten Handelsregister statt. Anders als bei dem Kauf einer Vorratsgesellschaft entfällt die Sitzverlegung der KG, der GmbH oder der AG. Das erspart Dienstleistungskosten, Notargebühren und verringert die Kosten beim Handelsregister. Zudem muss bei der Gründung nur das hälftige Stammkapital eingezahlt werden.

Mit der neuen Gesellschaft erhält der Gründer eine neue Bankverbindung und mit dem neuen Konto lautend auf die frisch gegründete Gesellschaft auch ein neues Rating ( = neuen Bonitätsindex bei der Creditreform ), also eine neue Creditreform-Beurteilung und damit auch eine neue Bonität. Der Gründer erreicht die n e u e Bonität, da diese von der natürlichen Person des Gründers vollkommen unabhängig ist.

Im Rahmen des Gründungsdienstes ist auch ein geringerer Liquiditätsaufwand erforderlich. Denn die GmbH-Gründung erfordert zur ersten Eintragung ins Handelsregister lediglich Euro 12.500,- als Stammkapital-Einzahlung und die Gründung einer Aktiengesellschaft kann ebenfalls mit dem Mindesteinzahlungsbetrag von Euro 12.500,- auf das Grundkapital vorgenommen werden. Mit der Anmeldung zum Handelsregister erfolgt sodann die Eintragung unter HRB bei dem ausgewählten Handelsregister. Damit sind dann die beiden Gesellschaften als juristische Personen entstanden und haben als Kapitalgesellschaften die Haftungsbeschränkung. Weitere Informationen erteilt Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de bei entsprechender Mail-Anfrage.

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