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Archive for December, 2012

2012 – Das Jahr der Eurokrise, Niedrigzins und Sachwerte für Anleger

Finanzpolitisch wurde das alte Jahr durch die schwelende Staatsschuldenkrise in Europa geprägt. Andere Ereignisse wie Wahlen in den USA, neue Regierungen in China und Russland, Aufruhr in arabischen Ländern bewegten die hiesigen Finanzmärkte weniger. Dies erläutert Dr. Lutz WERNER, Vorstand Hi-Tech Media AG:

Entscheidend aber war der Juli und die Europäische Zentralbank. Die EZB senkte den Leitzins auf den historisch niedrigen Stand von 0,75 % und EZB-Präsident Draghi stabilisierte die verunsicherten Märkte mit seinen legendären Worten zur Euro-Garantie.

Die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken hat die Anleger und Investoren aber auch in ein Dilemma gestoßen, Stichwort Anlagenotstand. Sichere Anlagen wie Bundesanleihen und bonitätsstarke Unternehmensanleihen hatten eine negative Realrendite. Eine Besserung ist nicht in Sicht: Die Experten erwarten von der EZB weitere Zinssenkungen, für Bankeinlagen bei der EZB nach jetzt 0 % sogar einen Negativzins.

Angesichts immer schneller rotierender Notpresse kamen Inflationsgefahren auf. Konsequenterweise standen im vergangenen Jahr die Sachwerte im Fokus der Anleger und Investoren. Wer sein Geld in dieser Situation breit streute hat es richtig gemacht: Gold, Rohstoffe, Immobilien, Aktien, Unternehmensbeteiligungen und auch Anleihen durch Kurssteigerungen.

Wie sieht es zur Jahreswende 2012/2013 aus?

  • die Aktienmärkte stehen auf Höchstständen,
  • die Konjunktur in Europa ist am Rande der Rezession,
  • die EZB wird mit Niedrigstzinsen und Notenpresse Euro und Konjunktur weiter stabilisieren,
  • die EZB wird aber gleichzeitig Inflationsgefahren und Finanzrepression heraufbeschwören,
  • die europäische Staatsschuldenkrise hat zur Jahreswende den möglichen Höhepunkt überschritten,
  • die Ratingagenturen können die Bewertungen der südeuropäischen Patienten wieder anheben; diese befinden sich auf dem Weg der Besserung,
  • die USA werden mit politischer Vernunft und Verantwortung ihr fiskalisches Kliff umschiffen,
  • die neue chinesische Führung wird die Konjunktur, auch zum Nutzen der Weltkonjunktur, stabilisieren,
  • und der Welthandel nimmt wieder, auch zum Vorteil für den deutschen Export, Fahrt auf.

Mit diesen doch erfreulichen Aussichten für kreative Anleger und Investoren wünscht Ihnen das Team von anleger-beteiligungen.de besinnliche Feiertage und alles Gute zum Jahreswechsel!

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Grüne Technologie ein Exportschlager?

Grüne Politiker und Befürworter der Energiewende haben als unterstützendes Argument für ihre Auffassung unter anderem ins Feld geführt, dass die Grüne Technologie sich zu einem Exportschlager für die deutsche Wirtschaft entwickeln würde. Stärkung der deutschen Wirtschaft beim Export und Erringung von Weltmarktanteilen bei der Globalisierung wäre in der Tat ein wichtiger Gesichtspunkt neben dem Hauptargument des Umweltschutzes.

Wie sieht nun die Entwicklung der Grünen Technologie am Weltmarkt aus?

Dazu hat Ernst & Young eine Studie erstellt und kommt zu dem für manche überraschendem Ergebnis: Konzerne aus der Region Asien/Pazifik haben ihre Konkurrenten aus Europa im Markt für Grüne Technologie im vergangenem Jahr mit einem Umsatz von 56 Mrd. $ überrundet. Damit verdrängten sie die Wettbewerber aus Europa, die einen Umsatz von 50 Mrd. $ erzielten, auf den zweiten Platz.

Zur Grünen Technologie zählte die Studie von Ernst & Young die Solar- und Windenergie, sog. Biokraftstoffe bis hin zur nachhaltigen Mobilität.

Der Grund, weshalb die Grüne-Technologie-Unternehmen aus Asien an erster Stelle stehen, ist ihr enormes Wachstum im letzten Jahr um 20 %, während der Umsatz europäischer Unternehmen um 32 % auf 50 Mrd. $ sank. Der Umsatz deutscher Unternehmen in diesem Bereich sank um 15 % auf 17 Mrd. $.

Was ist der Grund für den Erfolg und das enorme Wachstum der asiatischen Unternehmen?

Die Studie von Ernst & Young listet die Gründe auf:

  • radikal auf Umsatzwachstum ausgelegte Strategie der asiatischen Unternehmen,
  • enorme staatliche Förderung der Grünen-Technologie-Unternehmen, insbesondere in China.

Aber reicht das als Erklärung aus? Immerhin werden in Europa und besonders in Deutschland die erneuerbaren Energien ebenfalls stark gefördert.

Es muss auch gesehen werden, dass Asien und insbesondere China sich sehr frühzeitig neben den traditionellen Technologien, den Umwelttechnologien zugewandt haben. Dabei erzielen sie mit viel Fleiß, Lerneifer und Kopiertalent schnelle Erfolge in ihren großen Märkten. So darf nicht überraschen, dass die größten Solarkonzerne am Weltmarkt chinesisch sind.

Die deutsche Energiewende und unsere enorme Förderung erneuerbarer Energien durch die Stromverbraucher garantiert noch keine Exporterfolge auf dem Weltmarkt. Auch hier ist Technologieführerschaft entscheidend, die aber eher durch eine Subventionsmentalität erlahmt ist. Ergänzend erwähnt sei, dass die Erneuerbare-Energien-Branche im FAZ-Index in 2012 die einzige Branche mit Verlust war und das gleich mit 59 Prozent. Fazit: Mehr Innovation, weniger Subvention!

Die Studie von Ernst & Young räumt den europäischen Unternehmen, die im letzten Jahr ein Drittel ihrer Belegschaft entlassen mussten, Chancen weniger bei Solaranlagen und mehr bei Energieeffizienz -Technologien und Windkraftanlagen ein.

Informationen zu Investitionen in erneuerbare Energien und weitere Beteiligungsangebote bei anleger-beteiligungen.de

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Anlegerbilanz 2012 – Ausblick 2013

Der Dezember ist der Monat, in dem Bilanz gezogen wird. 2012 war allen Unkenrufen und Krisen zum Trotz ein gutes Jahr. Dies erläutert Dr. Lutz WERNER, Vorstand Hi-Tech Media AG:

  • Die Aktienmärkte sind im Plus, der DAX stieg sogar um über 20 %.
  • Auch Anleihen erreichten gute Erträge durch Wertsteigerungen. Das gilt sowohl für Unternehmens- wie Staatsanleihen.

Diese durchweg positive Entwicklung wurde so nicht voraus gesagt. Der Anleger brauchte dafür in 2012 starke Nerven. Auch 2013 kündigt sich eher mit einem Krisenszenario an:

  • Weltweite Konjunkturgefahren, besonders in Europa und USA,
  • Überschuldungsprobleme vieler Staaten auf mehreren Kontinenten,
  • Niedrigzinspolitik der Notenbanken, die die Renditen drücken.

Aber ist der Anleger und Investor durch die Finanzkrisen, Bankenkrisen, Staatsschuldenkrisen, Eurokrisen nicht abgehärtet?!

Mit einem Problem müssen aber Anleger und Großinvestoren mit Sicherheit in 2013 leben: Niedrige Zinsen und Inflationsgefahren (zur sog. Finanziellen Repression hatte ich mich mehrfach geäußert).

Wie sehen nun die Pläne der Großinvestoren, beispielhaft für Kleinanleger, für 2013 aus. Eine Umfrage unter europäischen institutionellen Investoren ergab:

  • jeder fünfte will seine Staatsanleihen-Quote senken,
  • die gleiche Zahl will ihre Aktien, Unternehmensanleihen und insbesondere Sachwerte aufstocken.

Anleger und Investoren kämpfen auch in 2013 besonders mit den Konsequenzen aus der Niedrigzinspolitik der Zentralbanken zur Stabilisierung der Konjunktur, des Bankensystems und der Schuldenstaaten. Das führt zu Druck auf erstklassige Staatsanleihen und Realzins-Verluste, hat aber auch in 2012 zu entsprechenden Kursgewinnen geführt. In 2013 ist deshalb das Ertragspotenzial als Summe aus Zinsen und Kursgewinnen eher begrenzt. Die Renditen von sicheren Staatsanleihen sind weiter auf historischem Tiefstand und real besonders unattraktiv: Kapitalverlust vorprogrammiert. Auch der Zinsvorsprung von bonitätsstarken Unternehmensanleihen ist stark geschrumpft. Euro-Unternehmensanleihen mit gutem Rating rentieren lediglich mit 1,9 %, mit schlechtem Rating durchschnittlich 5,7 %.

So ist das Umfrage-Ergebnis verständlich: Jeder dritte Großinvestor will seine Bestände an Unternehmensbonds aufstocken! Näheres sie auch Anleger-Beteiligungen.de und Investoren-Brief. com

Vorläufige Anlagebilanz 2012
Wertentwicklung in Prozent (Quelle: Handelsblatt)

2007 – 2011 p.a.

seit Beginn 2012

Euro-Unternehmensanleihen High Yield +4,6 % +23,9 %
Deutsche Aktien (Dax 30) -1,5 % +20,9 %
Schwellenländer-Staatsanleihen +7,7 % +17,1 %
US-Aktien (S&P 500) +0,1 % +15,1 %
Internationale Aktien (MSCI World) -1,4% +13,6 %
Schwellenländer-Aktien (MSCI Em. Markets) +3,0 % +11,8 %
Euro-Unternehmensanleihen Investment-Grade +4,6 % +11,6 %
Gold +20,3 % +9,4 %
Deutsche Staatsanleihen +5,9 % +4,3 %
Internationale Staatsanleihen +7,4 % +3,1 %
Brent-Öl +12,9 % +2,0 %
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