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Einlagensicherung: Deutschland ist nicht Zypern!

Die Zypern-Krise richtete den Blick erneut auf die Frage: Wie sicher sind unsere Spareinlagen? Die Bundesregierung sah sich veranlasst die Staatsgarantie der Bundeskanzlerin vom Herbst 2008 für unsere Spareinlagen zu wiederholen mit der Erläuterung, Zypern sei ein Sonderfall. Dennoch überrascht das Umfrage-Ergebnis eines Fernsehsenders: 90 % der Abstimmungsteilnehmer haben Angst um ihre Spareinlagen.
Dazu erklärt der Wirtschafts- und Finanzexperte Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Investoren-Brief.com und Anleger-Beteiligungen.de unmissverständlich:

  1. Die Einlagen in Deutschland sind sicher. Sie gelten als die sichersten im Euro-Raum.
  2. Aber: Der Anleger verliert mit Spar-, Termin- oder Festgeld nach Abzug der Steuern und Inflation von aktuell 1,5 % bares Geld.

Die Einlagen in Deutschland werden durch ein dreifaches Sicherungssystem gewährleistet:

  • Der gesetzliche Einlagenschutz nach EU-Recht sichert für jeden Sparer Einlagen auf Konten und Sparbücher bis zu 100.000 € ab.
  • Die privaten Banken, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken stehen mit ihren Sicherungsfonds beim Ausfall einzelner Institute in gleicher Höhe gerade.
  • Der deutsche Staat hat eine Staatsgarantie abgegeben und hält damit seine schützende Hand über das Spargeld seiner Bürger.

Aber, und das zeigt die Zypern-Krise auch, die Sicherungssysteme sind nur so sicher wie der Staat der die Garantien letztendlich gewährleistet. Dabei drückt sich die Sicherheit des Staatswesens in seiner Bonität aus, das heißt wie die Kapitalmärkte die Zinssätze zur Refinanzierung festsetzen. Die Zinsen für deutsche Staatsanleihen sind die niedrigsten im Euro-Raum. Die deutsche Bonität sprich Sicherheit wird also sehr hoch eingestuft.

Aber mit diesen Niedrigstzinsen für deutsche Staatsanleihen, Tages- und Festgeld, so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr, hat der Anleger ein anderes Problem: Sein Geld verliert kontinuierlich an Wert.

Für Tagesgeld erhält er im Durchschnitt nur 0,98 % Jahreszins, für einjähriges Festgeld 0,85 %. Dazu kommt die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank ihren Leitzins noch weiter senken könnte und dass die EZB den Kreditinstituten derzeit Geld fast zum Nulltarif zur Verfügung stellt. Das bedeutet wiederum, dass die Banken ihren Kunden für die Einlagen auch nur Niedrigstzinsen offerieren.

Trotz dieses Dilemmas parken die deutschen Anleger nach Bericht der Bundesbank auf Konten und Sparbüchern derzeit 2 Billionen Euro.

Sicherheit ist also in diesen Zeiten ein hohes Gut. Die Sicherheit hat aber auch für den Anleger und Investor seinen Preis in negativer Rendite!

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