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Finanzmärkte zwischen Inflation und Deflation

Die extrem expansive Geldpolitik der Zentralbanken weltweit hatte die Sorgen hoher Inflationsraten geschürt.  Dagegen hatten sich in den letzten Jahren viele Anleger und Investoren mit Goldkäufen aller Art wie Barren, Münzen und Wertpapieren auf Goldbasis absichern wollen. Als Folge stieg der Goldpreis bis zum Herbst 2011 auf seinen Rekordstand von über 1.700 $.

Aber die Inflationsängste haben sich nicht bewahrheitet, erläutert der Herausgeber des InvestorenBrief.com und der Anleger-Beteiligungen.de, Dr. Lutz WERNER . In Europa bewegen sich die jüngsten Inflationsraten sowohl in Deutschland als auch im Euroraum bei etwas unter 2 % und entsprechen damit den Erwartungen und der Zielsetzung der Europäischen Zentralbank (EZB).

Davon träumen die Japaner. Nach jahrelanger Deflation und wirtschaftlichem Niedergang strebt die japanische Regierung und die Zentralbank  mit einer beispiellosen Geldschwemme nun tatkräftig eine Inflation von 2 % an.

Der Rückgang der Inflation in den vergangenen Monaten in Europa hat bei manchem Finanzexperten die Befürchtung von Deflation und Stagnation auch bei uns aufkommen lassen. So warnen nicht wenige Marktteilnehmer, die noch vor kurzem ein Inflationsgespenst erblicken wollten, nun vor einer schweren Deflation angesichts der aktuellen Wirtschaftsschwäche in Europa.

Als ein Fels in der Brandung zeigt sich auch jetzt wieder die EZB. Noch vor wenigen Monaten beruhigte sie die Märkte hinsichtlich skizzierter Inflationsgefahren und hielt an ihrer Lockerung der Geldpolitik fest. Nun sieht die EZB auch keine Gefahren der Deflation und fährt weiter einen geraden Kurs.

Bei einem Blick auf die Kreditmärkte wird sie darin bestätigt. Das Wachstum der Kredite an Unternehmen ist zurückgegangen und hat sich mittlerweile sogar negativ entwickelt. Das hat im wesentlichen drei Gründe

  • die schwache Konjunktur im Euroraum führt zu geringerer Investitionstätigkeit der Unternehmen,
  • die gut gefüllten Kassen der Unternehmen reduzieren weiter die Kreditnachfrage,
  • der Vertrauensverlust der Banken führt zu verstärkter Inanspruchnahme alternativer Finanzierungen am Kapitalmarkt durch die Unternehmen.

Insgesamt haben wir also eine stabile Situation zwischen Inflation und Deflation mit einem allerdings schwachem Wirtschaftswachstum. Da fällt der Blick der Investoren wieder auf die EZB mit der Hoffnung auf eine baldige Wirtschaftsbelebung durch ihre lockere Geldpolitik.

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