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EZB-Niedrigzinspolitik: Verlierer sind Anleger und Investoren

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat Gewinner und Verlierer:

Gewinner sind die europäischen Finanzminister und die großen Unternehmen.

Verlierer sind die Anleger und Investoren in der Europäischen Union, so analysiert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligungen.de und des www.Investoren-Brief.com.

Noch nie waren die Zinsen über die ganze Breite so niedrig. Profiteure sind die hochverschuldeten Unternehmen und die hochverschuldeten Staaten. Aber Leidtragende sind die Anleger und Investoren, die in dieser Situation unter einem realen Verlust ihrer Geldanlagen stöhnen.

Im Angesicht der Bankenkrise, der Staatsschuldenkrise und der europäischen Konjunkturschwäche ist die Niedrigzinspolitik der EZB  bewusste Strategie (Stichwort Finanzdepression).

Demgemäß reagieren die großen Konzerne ganz vernünftig. Sie stellen die geplante Entschuldung zurück und verschulden sich am Kapitalmarkt für Investitionen in unermesslicher Höhe. So haben beinahe alle großen DAX-Unternehmen in den letzten Monaten umfangreiche Anleihen aufgelegt. Dabei liegt der Jahreszins dieser bonitätsstarken Unternehmens-Anleihen zwischen 1 und 2 %.

Auch die Banken bieten ausgesuchten Unternehmen äußerst günstige Finanzierungen an. Nach einer Finanzanalyse betrug der durchschnittliche Jahreszins für Kredite an deutsche Unternehmen höchster Bonität bei fünfjähriger Laufzeit im Schnitt nur noch 2,75 %. Im letzten Jahr waren es noch mehr als 3 % und in 2011 über 4 %, vor fünf Jahren noch 6 %. Damit sanken für die Großunternehmen die Finanzierungskosten in den letzten zwei Jahren fast um die Hälfte.

Auffällig ist, dass von dieser gewollten Niedrigzinspolitik der EZB besonders die deutschen Unternehmen und der deutsche Fiskus profitieren. Die großen DAX-Unternehmen erzielen mit Niedrigstzinsen am Kapitalmarkt gegenüber ihren europäischen Wettbewerbern Vorteile in Milliarden-Höhe. Begünstigt sind z. B. Daimler mit Verbindlichkeiten von 72 Mrd. € oder die Telekom mit 44 Mrd. €. Im Vergleich zu den Konkurrenten in Frankreich, Italien oder Spanien sind ihre Finanzierungskosten um ein Drittel günstiger.

Leittragende sind die Anleger und Investoren in Deutschland. Sie erwirtschaften bei diesen Konditionen für Geldanlagen nach Abzug der Inflationsrate und nach Steuern eindeutig real nur Verluste. Werterhaltene Geldanlagen sind immer schwerer zu finden. Anleger und Investoren müssen nolens volens in höhere Risiken gehen.

Nach sorgfältiger Suche und Prüfung gibt es aber diese Anlagemöglichkeiten. Allgemein lässt sich sagen, dass der deutsche Mittelstand aktuell so gut aufgestellt ist, um diese rentierlichen und sicheren Geldanlagen dem Anleger und Investor zu bieten.

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