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Finanzrepression: Enteignung der Sparer durch negative Realzinsen

Die Weltbank hat es nun offiziell bestätigt: Durch negative Realzinsen findet eine klammheimliche Enteignung der Sparer statt und zwar derzeit in 23 Industrieländern erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligungen.de und des www.Investoren-Brief.de.  Nach der Untersuchung der Weltbank geschieht das in der gewaltigen Größenordnung von mehr als 100 Mrd. € jährlich. Der Grund für diese Enteignung der Sparer liegt in der Krisenpolitik der Zentralbanken mit ihrer Niedrigzinspolitik und der Überschwemmung der Geldmärkte. So hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins schon fast auf null gesenkt und kauft umfangreich Staatsanleihen auf mit dem Ziel:

  • den kriselnden südeuropäischen Staaten zu helfen,
  • die Wirtschaftsflaute in der Europäischen Union zu überwinden.

Den gleichen Zweck der Wirtschaftsbelebung verfolgen die amerikanische und die japanische Notenbank.

Das Ergebnis dieser Zentralbankpolitik ist eine gewaltige globale Umverteilung: Verlierer sind die Besitzer von Geldvermögen. Gewinner sind die Schuldner, insbesondere die hochverschuldeten Staaten.

Die rekordverdächtig niedrigen Zinsen führen zu negativen Realzinsen weil die Inflationsraten weltweit höher sind als die gegenwärtigen Zinsen  So wie durch diese negativen Realzinsen die Ersparnisse kontinuierlich an Wert verlieren, so sinkt umgekehrt die Last der Schuldner. Die Staaten reduzieren auf diese Weise ihre Schulden, zwar nicht nominal aber real.

Darüber hinaus drängen die Staaten zur Verfolgung dieses Ergebnisses durch bestimmte Regelungen, steuerliche oder finanztechnische, Banken und Versicherungen sowie weitere institutionelle Investoren dazu, ihre Staatsanleihen zu erwerben. Dieses Selbstsanierungsprogramm der Staaten mit Hilfe der Zentralbanken auf Kosten der Sparer, Anleger und Investoren nennt man „Finanzielle Repression“ und ist in der Finanzgeschichte gut erprobt.

Während nach der Erhebung der Weltbank die Sparer in 23 Ländern über 100 Mrd. € jährlich durch diese Finanzielle Repression ärmer werden, verlieren die Sparer in Deutschland jährlich über 14 Mrd. €. Das errechnet sich aus einer Analyse der Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland:

  • das gesamte Geldvermögen beträgt ca. 5 Billionen €,
  • Bargeld und Sichteinlagen betragen 1,06 Billionen €,
  • Termin- und Spareinlagen ergeben 958 Mrd. €,
  • Wertpapiere betragen 1,1 Billionen €, davon 500 Mrd. Staatsanleihen und Pfandbriefe,
  • Ansprüche gegen Versicherungen belaufen sich auf 1,8 Billionen €.

Gewinner ist der deutsche Finanzminister. Allein durch die niedrigeren Zinsen kommt er auf Einsparungen von jährlich 62 Mrd. €, die heimlichen Enteignungen durch die Finanzrepression noch nicht mitgerechnet.

Viele private Anleger ahnen noch gar nicht, wie erschütternd diese Finanzpolitik für sie ist und wie umfassend ihre Verluste z. B. bei der Altersvorsorge und Lebensversicherungen sind.

Wenn diese vermeintlich sicheren Geldanlagen in Staatsanleihen und auf dem Sparkonto unweigerlich zu jährlichen Realverlusten führen, so ist der Anleger und Investor eigentlich gezwungen, andere Anlageformen mit einer höheren Rendite bzw. Verzinsung zu suchen. Aktien und Immobilien als Sachwerte sind naheliegend. Aber Vorsicht bei Aktien: Die aktuellen Rekordstände sind nicht fundamental begründet sondern resultieren auch aus der weltweiten Geldschwämme durch die Zentralbanken. Die Dax-Höchststände gehen nach neuesten Untersuchungen im übrigen weitestgehend auf Käufe ausländischer Interessenten zurück, die genauso schnell die deutsche Börse verlassen können wie sie gekommen sind.  Im Gegenteil: Die schlechte Wirtschaftskonjunktur in Regionen wie z. B. in Südeuropa und China beeinträchtigt insbesondere die exportlastige deutsche Wirtschaft. Außerdem: Aktien auf ihren Höchstständen zu kaufen birgt ein besonderes Risiko.

So bleiben Unternehmensanleihen und –beteiligungen unterschiedlichster Art die alternativen Anlagemöglichkeiten. Sie können nach sorgfältiger Prüfung zu einem nachhaltigen, positiven Anlageergebnis führen.

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