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Nervosität um eine mögliche Zinswende

An den Börsen der Welt herrscht eine auffällige Nervosität. Diese drückt sich aus in heftigen Schwankungen der Börsenindizes und hoher Volatilität. Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligungen.de und des www.Investoren-Brief.de erläutert:

Gründe für diese Berg- und Talfahrt und Nervosität der Anleger und Investoren gibt es viele:

  • Prognose der Weltbank über weiteren Rückgang des globalen Wachstums,
  • verblassender Glanz der Schwellenländer,
  • Rezessionserscheinungen in vielen Ländern Europas.

Aber weder die lahmende Weltkonjunktur noch schlechte Unternehmensnachrichten sind der eigentliche Grund.

Die Nervosität der Märkte hat ihre Ursache im Verhalten der Notenbanken, insbesondere der US-Notenbank Fed und der japanischen Zentralbank. Die Anleger und Investoren machen sich seit Wochen Sorgen um die Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik. Diese Geldpolitik mit Leitzinsen nahe 0 % und Geldschwämme durch Milliarden-Kaufprogrammen von Staatsanleihen könnte bald zu Ende gehen.

Anlass zur Sorge geben Bemerkungen des US-Notenbankchef Bernanke und das Verhalten der japanischen Notenbank. Sie deuteten in den letzten Tagen und Wochen erstmals den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik mit den massiven Konjunkturhilfen an. Die geldpolitische Zeitenwende rückt damit näher. Die Leitzinsen sollen zwar weiter sehr niedrig bleiben, die gigantischen Staatsanleihenkäufe aber sollen in den USA und Japan in diesem Jahr gedrosselt werden und bis Mitte nächsten Jahres 2014 auslaufen. Mit einer Änderung der Zinspolitik wird von den Finanzmarktexperten erst in 2015 gerechnet.

Anders verlautet es  aus der Europäischen Zentralbank. Die denkt noch laut über weitere Zinssenkungen nach und den Einsatz zusätzlicher Maßnahmen gegen Rezession und Kreditklemme in vielen Euro-Ländern.

Das „Einpreisen“ dieser neuen Entwicklung führt zu den erhöhten Volatilitäten an den Finanzmärkten. Besonders leiden diejenigen Anlageklassen, die durch die Liquiditätsspritzen am meisten profitierten: Schwellenländer-Anleihen, Hochzinsanleihen weniger kreditwürdiger Unternehmen sowie generell Anleihen mit langen Laufzeiten und Anlagen in Edelmetallen.

Die Karten werden also neu gemischt. Was kann man in dieser schwierigen Phase den Anlegern raten?

  • Vermeiden Sie Extrempositionen,
  • bevorzugen Sie eine effiziente Diversifikation,
  • bleiben Sie in liquiden Anlageklassen,
  • vermeiden Sie längere Laufzeiten,
  • erhalten Sie sich Flexibilität um bei ändernden Markterfordernissen rasch handeln zu können.

Schon jetzt trennen sich internationale Investoren von langfristigen amerikanischen Staatsanleihen. Die Kurse werden sinken, die Renditen steigen. Das wird mittelfristig die Attraktivität von Geldanlagen auch wieder steigen lassen. Dies vor allem in den USA, weniger in Europa.

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