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Abwärtsspirale bei der Goldanlage

Für Anleger galt Gold lange als eine risikofreie und zukunftssichere Anlage, erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligungen.de sowie des www.Investoren-Brief.de.

So schien es auch im letzten Jahrzehnt, als das gelbe Metall von 300 Dollar in 2003 auf knapp 1.900 Dollar im letzten Jahr stieg. Seitdem aber ist das Gold stetig um über 30% auf 1.200 Dollar oder 950 Euro gefallen. Wer in den letzten 20 Monaten Gold gekauft hat, sitzt damit auf großen Verlusten.

Der Absturz des schönen Edelmetalls könnte aber auch ein heilsamer Schock für Anleger und Investoren sein und zur Entmystifizierung des glänzenden Metalls beitragen.

Die erste Erkenntnis: Es gibt keine risikolose Anlage!

Das Gold ist die Währung der Ängstlichen bzw. der Pessimisten. Diese werden zu Käufern, erhöhen die Nachfragen und treiben den Preis nach oben, wenn die Wirtschaftskonjunktur schlecht ist, wenn die dunklen Wolken der Inflation aufziehen und wenn die Sorgen um politische, wirtschaftliche und/oder finanzpolitische Stabilität umgehen. Dieses Szenario bestand in den letzten Jahren: Staatschuldenkrise, Bankenkrise, Eurokrise, Inflationsgefahren usw. Die Pessimisten hatten Zulauf. Die größten Schwarzseher sagten den Verfall des Euro und der Europäischen Union voraus. Das war die Zeit des Goldes.

Die zweite Erkenntnis: Auch der Goldpreis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt! Keine dunklen Spekulanten, keine Mystifizierung.

Der aktuelle Absturz des Goldpreises basiert auf ganz grundlegenden, fundamentalen Daten. Die Nachfrage ist seit letztem Jahr einfach deutlich geringer, das auf dem Markt verfügbare Gold ist gestiegen.

Was ist aber der wirkliche Grund für den Preisverfall des Goldes?

Zuerst sind die wieder ermutigende US-Konjunkturdaten zu nennen. Dies hat die US-Notenbank veranlasst, das Ende der lockeren Geldpolitik in naher Zukunft zu verkünden.

Weiter haben sich weder in Europa noch in den USA die durch die Geldschwämme heraufbeschworenen Inflationsgefahren bewahrheitet. Und drittens ist der befürchtete Zusammenbruch des Finanzsystems ausgeblieben.

Somit hat der Markt entschieden, dass derzeit kein Anlass zur Sorge mehr besteht. Die Pessimisten und Ihr Gold sind damit „out“.

Die institutionellen Anleger haben sich schon seit Monaten aus dem Gold zurückgezogen. Die Zahl der Hedgefonds, die sich am Goldmarkt engagierten, ist deutlich zurückgegangen. Die Goldfonds haben seit Monaten ihre Bestände erheblich reduziert.

Leider haben die privaten Anleger sogar bis zuletzt weiter Gold gekauft. Von einer stabilen Nachfrage dieser Anlegergruppe berichtet jedenfalls der Degussa Goldhandel.

Die Abwärtsspirale beim Gold ist jedenfalls überdeutlich. Die Prognosen der Analysten für den Goldpreis in den nächsten zwei bis drei Jahren sind unmissverständlich: Rückgang weiter um 20%. Alle senken den Daumen!

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