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Archive for August, 2013

Anleihemärkte – fallende Kurse, steigende Zinsen, alternative Anlagen

Der Anstieg der Zinsen in den letzten Wochen ist kräftig, aber immer noch auf niedrigem Niveau. Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit rentieren aktuell mit 1,9 %. Entsprechend diesem Zinsanstieg  sind die Kurse der Anleihen an den Finanzmärkten gefallen, erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligungen.de und des wöchentlichen http://www.Investoren-Brief.de.

Grund für aktuell fallende Kurse von Bundesanleihen ist das nachlassende Interesse der Anleger an den als sicher geltenden deutschen Rentenpapieren (kein Bedarf mehr am sicheren Hafen) und die Suche nach alternativen, höherverzinslichen Anlagen.

Das ist erstens eine Reaktion der Finanzmärkte auf die entspannte Lage in den südeuropäischen Krisenländern. Dort sind die Zinsen gefallen und damit befindet sich der Spread gegenüber Bundesanleihen (Risikoprämie für zehnjährige Anleihen in Italien und Spanien) mit 2,4 %  auf dem niedrigsten Stand seit über zwei Jahren.

Zweitens erkennen wir eine Stabilisierung der Wirtschaft in der Europäischen Union. Langsam kann sich die europäische Konjunktur aus der lange währenden Rezession befreien und im zweiten Quartal dieses Jahres erstmalig ein geringes Wachstum verzeichnen. Damit kehrt das Vertrauen der Investoren in eine positive konjunkturelle Entwicklung langsam zurück.

Die aktuelle Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen entspricht genau der Inflationsrate von 1,9 % in Deutschland. Nach Steuern macht der Anleger aber mit Bundesanleihen immer noch Verluste durch einen negativen Realzins. Deshalb sind alternative, höherverzinsliche Anlagen so wichtig und gesucht.

Wie sind die Prognosen für die wirtschaftlichen Eckdaten?

Die Europäische Zentralbank hatte angekündigt, die Leitzinsen längerfristig niedrig zu halten und sogar weitere Zinssenkungen nicht ausgeschlossen.

Auch bei der Inflation ist eine moderate Entwicklung zu erwarten

Der Grund für erwartete niedrige Zinsen und moderate Inflation liegt insbesondere in der nur langsamen Erholung der Wirtschaft in Europa.

Diese drei Faktoren, Zinspolitik der EZB, Konjunktur und Inflation in Europa, sprechen dafür, dass sich die Zinsen und die Inflationsrate nicht wesentlich verändern oder sogar zu Gunsten der Zinsen verschrieben.

Für den Sparer, Anleger und Investor bedeutet dies, dass die Renditen öffentlicher Anleihen weiter äußerst niedrig bleiben. Auch die Banken und Sparkassen werden zukünftig für Sparguthaben, Termin- und Tagesgeldkonten äußerst niedrige und nicht auskömmliche Zinsen zahlen (bei den Dispo-Zinsen dagegen zocken sie ihre Kunden ab!) .

Der Anleger ist gezwungen, will er nicht reale Vermögensverluste erleiden, alternative und höher verzinsliche Anlagemöglichkeiten auf den Anleihemärkten zu suchen.

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Jahresbilanz für Anleger und Investoren von Staats- und Unternehmensanleihen

Die Bilanz für Investoren und Anleger von Staats- und Unternehmensanleihen wird im laufenden Jahr nicht besonders gut und eher durchwachsen ausfallen. Das lässt sich nach dem angekündigten Rückzug der amerikanischen Notenbank vom Anleihemarkt schon jetzt sagen, denn damit werden alle Anleihen, Staats- und Unternehmensanleihen weltweit mehr oder weniger belastet, erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligung.de und des www.Investoren-Brief.de.

Fed-Chef Ben Bernanke hat seit Mai angedeutet, dass die Notenbank möglicherweise ab September den bisherigen Kauf von amerikanischen Staatsanleihen in Höhe von bisher monatlich 85 Mrd.US-$ drosseln könnte, weil  sich die Konjunktur und die Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt aufhellt. Schon die Ankündigung reichte für einen langsam anlaufenden Ausstieg der institutionellen Investoren am Anleihemarkt. Dieser Ausstieg hat zwangsläufig zur Folge, dass die Nachfrage nach Anleihen zurückgeht, das führt wiederum zu fallenden Kursen, das bedingt automatisch steigende Renditen. Damit nehmen die Märkte seit Wochen schon  das zum Teil vorweg, was der Fed-Chef für September 2013 andeutete.

Wenn aber die Staatspapiere der größten Volkswirtschaft im Kurs fallen und die Zinsen steigen, hat das Auswirkungen auf die öffentlichen und Unternehmensanleihen weltweit. Aus diesem Grunde fallen die Kurse von Bonds durchgängig.

Dementsprechend sieht die Bilanz von Anleihen aktuell nicht erfreulich aus:

  • amerikanische Staatspapiere haben etwas über 4 % eingebüßt,
  • Anleihen aus Schwellenländern fielen im Kurs sogar um mehr als 10 % (diese litten zusätzlich unter schwachem Wirtschaftswachstum und Währungsabwertungen),
  • besser sieht es durchschnittlich nur in Europa aus, weil die Kurse der bisher kriselnden Südstaaten stiegen und den Anlegern dort Kursgewinne bescherten.

Gut sieht die Situation dagegen bei bonitätsstarken europäischen Unternehmensanleihen aus. Diese liegen deutlich im Plus.

Den höchsten Kursgewinn brachten aber Anleihen  weniger kreditwürdiger Unternehmen, die auch als Junk-Bonds oder sogar Schrottanleihen bezeichnet werden. Die geringere Bonität dieser Unternehmen führt allerdings auch zu deutlich höheren Zinsen als Risikoprämie. Dieser sog. Zinspuffer hat weiter den Vorteil, dass er die Investoren vor allzu großen Verlusten bei Kursrückgängen schützt.

Hinzu kommt, dass eine bessere Konjunktur, die Voraussetzung dafür ist, dass die amerikanische Zentralbank tatsächlich ihre Aufkäufe von Staatsanleihen zurückfährt, den Firmen andererseits natürlich hilft.

Deshalb empfehlen in dieser Situation die Experten vorrangig Hochzinsanleihen zu kaufen, insbesondere hochverzinsliche Unternehmensanleihe. Diese haben in den letzten Monaten, auch wegen der konjunkturellen Belebung und Überwindung der südeuropäischen Staatsschuldenkrise, deutliche Kurssteigerungen aufzuweisen. Auch für die Zukunft stehen die Chancen gut, dass die Anleihen von weniger bonitätsstarken Unternehmen, dafür aber höhere Verzinsung, sich besser entwickeln als die Staatsanleihen aus dem sog. sicheren Hafen.

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Kapitalbeschaffung durch www.Anleger-Beteiligungen.de

 von Dr. jur. Lutz WERNER

Seit 1999 unterstützt Deutschlands führendes Finanzportal www.Anleger-Beteiligungen.de im vor- und außerbörslichen Bereich Unternehmen bei der erfolgreichen Kommunikation und Kapitalbeschaffung am Finanzmarkt. Das Finanzportal wendet sich an Anleger, Investoren, Finanzdienstleister, Wirtschaftspresse usw.  mit dem lukrativen Angebot der Unternehmen um Finanzinvestitionen und Beteiligungen (zielgruppengerechte Finanzkommunikation).

Anleger-Beteiligungen.de ist Treffpunkt für Angebot und Nachfrage von Beteiligungskapital. Gelistete Unternehmen begegnen hier vertriebsstarken Finanzdienstleistern, Finanzberatern, Anlegern, Investoren, der Wirtschaftspresse usw. Es ist Deutschlands ältestes Finanzportal, ausschließlich auf den vor- und außerbörslichen Kapitalmarkt konzentriertes Portal für Unternehmensbeteiligungen im Internet.

Mit dem Finanzportal ist eine direkte Ansprache de Zielgruppen, sprich der Finanzdienstleiter, Anleger und Investoren sowie der Wirtschaftspresse, ohne Streuverluste gewährleistet.

Neben der reinen Darstellung des Beteiligungsangebotes liefert Anleger-Beteiligung.de zusätzlich professionelle Unterstützung bei Marketing und Finanzkommunikation zur Kapitalbeschaffung über das Internet.

Weiter informiert das Finanzportal über alles Wissenswertes zu Finanzfragen. In einer gesonderten Rubrik „Finanzwissen für die Praxis“ erscheinen wöchentlich drei Beiträge von Finanzexperten zu den aktuellen und mannigfaltigen Themen der Finanz-,  Wirtschafts-, Rechts- und Unternehmenswelt (siehe auch www.Finanzierung-ohne-Bank.de)

Mit der sog. Landing-Page steht Ihnen darüber hinaus ein Instrument zur aktiven Generierung von Anlegeradressen und Anlegerbeteiligungen zur Verfügung. Über regelmäßige Berichterstattung im Investoren-Brief, Newslettern, Mailings und Pressemitteilungen liefert Anleger-Beteilignugen.de zielgruppengerechte Finanzkommunikation – vor, während und nach dem Private Placement. Eine Provision für platziertes Kapital fällt dabei nicht an.

Der wöchentlich erscheinende. www.Investoren-Brief.de ergänzt das Finanzportal. Er beschäftigt sich mit den Themen Mittelstandsfinanzierung und vor- und außerbörslicher Kapitalmarkt und wird an über 25.000 Abonnenten gemailt. Dazu gehören Investoren, Finanzdienstleister, die Wirtschaftspresse aber auch Unternehmen und Privatanleger. Dieser Investoren-Brief ist kostenlos und erscheint wöchentlich jeweils am Donnerstag.

Alle präsentierten Unternehmen werden hier mit ihrem Angebot mehrfach dargestellt. Das bedeutet: Wann immer die Unternehmen Neuigkeiten haben, die Ihnen wesentlich erscheinen, können sie diese Unternehmensnachrichten aktuell im Investoren-Brief veröffentlichen. Sie haben also Woche für Woche die Möglichkeit, den Inhalt mitzubestimmen und im Hinblick auf Ihre Unternehmensbeteiligung wie eine eigene Zeitung zu nutzen. So können Sie den Finanzmarkt immer wieder umfassend über Ihr Unternehmen und alle finanzmarktrelevanten Entwicklungen und Vorgänge informieren.

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Unternehmensanleihen zunehmende Finanzierungsalternative

Im ersten Halbjahr 2013 haben Unternehmen und Banken weltweit verstärkt Unternehmensanleihen als Finanzierungsalternativen begeben und zwar insgesamt 2 Billionen US-$, erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligung.de und des www.Investoren-Brief.de

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg um 12 % mit weiter steigender Tendenz. Denn im Juli dieses Jahres sind die Unternehmens- und Bankanleihen weiter um 46 % auf 220 Mrd. $ gestiegen. Das Verhältnis von Bank- bzw. Finanzdienstleisteranleihen zu Unternehmensanleihen ist etwa pari. In den ersten sieben Monaten stammen neue Schuldtitel über 966 Mrd. $ aus dem Finanz- und 1,2 Billionen $ aus dem Unternehmensbereich.

Das ist die interessante Entwicklung weltweit. In Europa sieht die Situation folgendermaßen aus: Neuemissionen in den ersten sieben Monaten betrugen 677 Mrd. $, im Vergleich zu den USA mit 628 Mrd. $. In den Schwellenländern betrugen die Emissionen der Unternehmensanleihen 471 Mrd. $. Die umfangreichsten Unternehmensanleihen hat in den letzten Monaten das amerikanische Softwareunternehmen Oracle emittiert mit sechs Anleihen über insgesamt 6,1 Mrd. $.

Bei den Unternehmensanleihen werden zwei Bereiche unterschieden. Im sog. investitionswürdigen Bereich mit einem Rating von mindestens BBB- wurden in den ersten sieben Monaten Anleihen über 1,1 Billionen $ platziert. Davon entfielen auf Banken 646 Mrd. $ und auf Unternehmen 451 Mrd. $.

Im sog. nichtemissionswürdigen Segment, der Finanzmarkt spricht auch diesbezüglich von „Ramschbereich“, gab es 313 Mrd. $ an neuen Titeln.

Emittenten die keine Einstufung ihrer Kreditwürdigkeit aufweisen, haben 578 Mrd. $ begeben.

Dies zeigt eine sehr lebhafte, erfolgreiche und umfangreiche neue Ausgabe von Unternehmensanleihen unterschiedlicher Emittenten als beachtliche Finanzierungsalternative.

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Hohe Geldvermögen – Null Prozent Zinsen

Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik sehen sich die Sparer mit der absurden Situation konfrontiert: Die Sparer bringen ihr Geld zur Bank, Sparkasse usw. und erhalten 0 % Zinsen, Nichts! Das erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber von www.Anleger-Beteiligungen.de und des wöchentlichen www.Investoren-Brief.de

Eine Marktuntersuchung der „Welt am Sonntag“ zusammen mit dem Internet-Verbrauchsportal Verivox ergab: 422 Finanzinstitute (vor allem Sparkassen und Volksbanken) bieten ihren Kunden 0,0 % Zinsen für Tagesgeld.

Das Erstaunliche in dieser Situation ist weiter, dass das „Volk der Sparer“ die Situation einfach so hinnimmt. Die Sparer haben resigniert und lassen ihr Geld unbeobachtet auf dem Tagesgeld-Konto liegen. Die Untätigkeit der Sparer birgt die Gefahr, dass der Nullzins die neue Normalität wird.

Besonders bitter wird die Untätigkeit für die Sparer, die ihr Geld bei einstigen „Tagesgeld-Protzen“ angelegt haben. Die Banken sackten noch vor kurzem mit sog. Spitzenkonditionen Milliarden an Euro ein, nun tendieren die Zinsen auch bei diesen Instituten gegen Null.

Es steht viel Geld auf dem Spiel. Schließlich haben die Sparer mehr als eine Billionen Euro auf Tagesgeldkonten und Sparbüchern. Laut neuestem Bericht der Bundesbank besitzen die Deutschen ein Geldvermögen von fast 5 Billionen €. Nach Aussage der Bundesbank bevorzugen die Deutschen liquide Anlagen (Bargeld, Tagesgeld), da länger laufende Anlagen wie Spar- und Termineinlagen kaum höhere Zinsen abwerfen.

Dem Geldvermögen der privaten Haushalte von fast 5 Billionen € stehen Schulden von 1,56 Billionen € gegenüber, so dass das Nettogeldvermögen aktuell 3,43 Billionen € beträgt.

Die Chancen stehen schlecht, dass die Sparer in absehbarer Zeit mit der Verzinsung ihres Tagesgeld und der Termineinlagen den Wert ihres Geldvermögens erhalten können. Die Inflationsrate von aktuell 1,9 % in Deutschland führt auch bei einer Spitzenverzinsung zu negativen Realzinsen. Damit frisst die Inflation das Geldvermögen der Bürger langsam aber sicher auf.

Tatsächlich notieren auch sämtliche Marktzinsen gegen Null. Während der EZB-Leitzins bei 0,5 % liegt, beträgt der Übernachtsatz der Banken (Eonia) gerade noch 0,091 %, der 3-Monatssatz (Euribor) 0,22 % und der 6-Monats-Euribor 0,33 %. Diese Rekord-Niedrigst-Zinssätze erleichtern den Banken ihre Argumentation für weitere Null-Tagesgeld-Konditionen.

Gibt es Alternativen zum Tagesgeld?

  • Festgeld: Wer seinen Geldwert erhalten will, das heißt mindestens mehr als die Inflationsrate erzielen will, muss sich sehr lange binden.
  • Kreditkartenkonto: Hier werden mehr als Null-Prozent geboten, aber in keinem Fall die Inflationsrate erreicht. Versteckte Nebenkosten erschweren die Situation.
  • Sparbuch: Das verzinste Sparbuch im modernen Gewand der Sparcard ergibt auch nur mickrige Zinsen verbunden mit eingeschränkter Flexibilität.

Letztlich bleiben dem Sparer nur alternative Anlageformen, die dem Anleger im www.Investoren-Brief.de und unter www.Anleger-Beteiligungen.de aufgezeigt werden

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