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Jahresbilanz für Anleger und Investoren von Staats- und Unternehmensanleihen

Die Bilanz für Investoren und Anleger von Staats- und Unternehmensanleihen wird im laufenden Jahr nicht besonders gut und eher durchwachsen ausfallen. Das lässt sich nach dem angekündigten Rückzug der amerikanischen Notenbank vom Anleihemarkt schon jetzt sagen, denn damit werden alle Anleihen, Staats- und Unternehmensanleihen weltweit mehr oder weniger belastet, erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligung.de und des www.Investoren-Brief.de.

Fed-Chef Ben Bernanke hat seit Mai angedeutet, dass die Notenbank möglicherweise ab September den bisherigen Kauf von amerikanischen Staatsanleihen in Höhe von bisher monatlich 85 Mrd.US-$ drosseln könnte, weil  sich die Konjunktur und die Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt aufhellt. Schon die Ankündigung reichte für einen langsam anlaufenden Ausstieg der institutionellen Investoren am Anleihemarkt. Dieser Ausstieg hat zwangsläufig zur Folge, dass die Nachfrage nach Anleihen zurückgeht, das führt wiederum zu fallenden Kursen, das bedingt automatisch steigende Renditen. Damit nehmen die Märkte seit Wochen schon  das zum Teil vorweg, was der Fed-Chef für September 2013 andeutete.

Wenn aber die Staatspapiere der größten Volkswirtschaft im Kurs fallen und die Zinsen steigen, hat das Auswirkungen auf die öffentlichen und Unternehmensanleihen weltweit. Aus diesem Grunde fallen die Kurse von Bonds durchgängig.

Dementsprechend sieht die Bilanz von Anleihen aktuell nicht erfreulich aus:

  • amerikanische Staatspapiere haben etwas über 4 % eingebüßt,
  • Anleihen aus Schwellenländern fielen im Kurs sogar um mehr als 10 % (diese litten zusätzlich unter schwachem Wirtschaftswachstum und Währungsabwertungen),
  • besser sieht es durchschnittlich nur in Europa aus, weil die Kurse der bisher kriselnden Südstaaten stiegen und den Anlegern dort Kursgewinne bescherten.

Gut sieht die Situation dagegen bei bonitätsstarken europäischen Unternehmensanleihen aus. Diese liegen deutlich im Plus.

Den höchsten Kursgewinn brachten aber Anleihen  weniger kreditwürdiger Unternehmen, die auch als Junk-Bonds oder sogar Schrottanleihen bezeichnet werden. Die geringere Bonität dieser Unternehmen führt allerdings auch zu deutlich höheren Zinsen als Risikoprämie. Dieser sog. Zinspuffer hat weiter den Vorteil, dass er die Investoren vor allzu großen Verlusten bei Kursrückgängen schützt.

Hinzu kommt, dass eine bessere Konjunktur, die Voraussetzung dafür ist, dass die amerikanische Zentralbank tatsächlich ihre Aufkäufe von Staatsanleihen zurückfährt, den Firmen andererseits natürlich hilft.

Deshalb empfehlen in dieser Situation die Experten vorrangig Hochzinsanleihen zu kaufen, insbesondere hochverzinsliche Unternehmensanleihe. Diese haben in den letzten Monaten, auch wegen der konjunkturellen Belebung und Überwindung der südeuropäischen Staatsschuldenkrise, deutliche Kurssteigerungen aufzuweisen. Auch für die Zukunft stehen die Chancen gut, dass die Anleihen von weniger bonitätsstarken Unternehmen, dafür aber höhere Verzinsung, sich besser entwickeln als die Staatsanleihen aus dem sog. sicheren Hafen.

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