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Anleihemärkte – fallende Kurse, steigende Zinsen, alternative Anlagen

Der Anstieg der Zinsen in den letzten Wochen ist kräftig, aber immer noch auf niedrigem Niveau. Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit rentieren aktuell mit 1,9 %. Entsprechend diesem Zinsanstieg  sind die Kurse der Anleihen an den Finanzmärkten gefallen, erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligungen.de und des wöchentlichen http://www.Investoren-Brief.de.

Grund für aktuell fallende Kurse von Bundesanleihen ist das nachlassende Interesse der Anleger an den als sicher geltenden deutschen Rentenpapieren (kein Bedarf mehr am sicheren Hafen) und die Suche nach alternativen, höherverzinslichen Anlagen.

Das ist erstens eine Reaktion der Finanzmärkte auf die entspannte Lage in den südeuropäischen Krisenländern. Dort sind die Zinsen gefallen und damit befindet sich der Spread gegenüber Bundesanleihen (Risikoprämie für zehnjährige Anleihen in Italien und Spanien) mit 2,4 %  auf dem niedrigsten Stand seit über zwei Jahren.

Zweitens erkennen wir eine Stabilisierung der Wirtschaft in der Europäischen Union. Langsam kann sich die europäische Konjunktur aus der lange währenden Rezession befreien und im zweiten Quartal dieses Jahres erstmalig ein geringes Wachstum verzeichnen. Damit kehrt das Vertrauen der Investoren in eine positive konjunkturelle Entwicklung langsam zurück.

Die aktuelle Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen entspricht genau der Inflationsrate von 1,9 % in Deutschland. Nach Steuern macht der Anleger aber mit Bundesanleihen immer noch Verluste durch einen negativen Realzins. Deshalb sind alternative, höherverzinsliche Anlagen so wichtig und gesucht.

Wie sind die Prognosen für die wirtschaftlichen Eckdaten?

Die Europäische Zentralbank hatte angekündigt, die Leitzinsen längerfristig niedrig zu halten und sogar weitere Zinssenkungen nicht ausgeschlossen.

Auch bei der Inflation ist eine moderate Entwicklung zu erwarten

Der Grund für erwartete niedrige Zinsen und moderate Inflation liegt insbesondere in der nur langsamen Erholung der Wirtschaft in Europa.

Diese drei Faktoren, Zinspolitik der EZB, Konjunktur und Inflation in Europa, sprechen dafür, dass sich die Zinsen und die Inflationsrate nicht wesentlich verändern oder sogar zu Gunsten der Zinsen verschrieben.

Für den Sparer, Anleger und Investor bedeutet dies, dass die Renditen öffentlicher Anleihen weiter äußerst niedrig bleiben. Auch die Banken und Sparkassen werden zukünftig für Sparguthaben, Termin- und Tagesgeldkonten äußerst niedrige und nicht auskömmliche Zinsen zahlen (bei den Dispo-Zinsen dagegen zocken sie ihre Kunden ab!) .

Der Anleger ist gezwungen, will er nicht reale Vermögensverluste erleiden, alternative und höher verzinsliche Anlagemöglichkeiten auf den Anleihemärkten zu suchen.

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