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Private Equity nach der Finanzkrise wieder zurück

Fünf Jahre nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers hat das Private Equity wieder den Weg zurück geschafft. Die Finanzinvestoren des Private Equity haben sich im internationalen Übernahmegeschehen wieder zurückgearbeitet. Besonders erfolgreich sind die Beteiligungsgesellschaften mit dem Erwerb und Wiederverkauf von Unternehmen bzw. Beteiligungen in Amerika. In Europa lahmen dagegen die Private-Equity-Aktivitäten noch etwas, erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligungen.de und des www.Investoren-Brief.de

Transaktionsvolumen in 2013

Das Übernahmevolumen durch Private Equity erreichte in den ersten neun Monaten dieses Jahres ein Volumen weltweit von über 200 Mrd. $. Das ist ein Anstieg von 19 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieses Transaktionsvolumen zeigt, dass es genügend Investitionsmöglichkeiten von Beteiligungskapital gibt. Im dritten Quartal 2013 wurden allein 670 Übernahmen im Gesamtwert von 60 Mrd. $ weltweit angekündigt oder vollzogen. Dabei waren die USA führend, Asien erzielte starke Zuwächse während Europa mit einem Transaktionsvolumen von 15 Mrd. $ im dritten Quartal etwas zurück blieb. In Deutschland rangierte in der Liste der größten Beteiligungen bzw. Veräußerungen durch Finanzinvestoren der Verkauf des Badamaturenherstellers Grohe mit 1,5 Mrd. € an erster Stelle.

Gründung neuer Fonds

Viele Anleger und Investoren suchen derzeit nach Alternativen zu Anlageformen wie Staatspapiere und Aktien. Private-Equity-Gesellschaften sind deshalb wieder auf dem Vormarsch. Insgesamt 1.990 Beteiligungsgesellschaften sind derzeit am Markt für Beteiligungskapital tätig, ein Rekordwert. Aber das sog. „Fundraising“ ist mühsamer als früher, da die Anleger einerseits doch noch verunsichert scheinen und andererseits Sicherheit der Anlage oberstes Gebot ist. So dauert es im Durchschnitt 18,5 Monate bis ein Private-Equity-Fonds das nötige Geld eingesammelt hat. Vor der Finanzkrise im Jahr 2006 waren nur 11,3 Monate notwendig. An den Finanzmärkten bewährte Private-Equity-Gesellschaften sind dabei deutlich im Vorteil. So wurden in 2013 bisher 380 neue Fonds mit einem Beteiligungskapital von zusammen 278 Mrd. $ neu aufgelegt. 2013 ist damit seit Ausbruch der Finanzkrise das erfolgreichste Jahr. Vom Rekordwert in 2008 von 900 neuen Fonds mit einem Anlage- bzw. Beteiligungskapital von zusammen 532 Mrd. $ ist man allerdings noch weit entfernt.

Anlage in Immobilien und Jungunternehmen

Viele durch die Finanzkrise verunsicherte Anleger bevorzugen Anlagemöglichkeiten in Immobilien. In diese Fonds-Kategorie floss demgemäß auch überproportional viel Anlagekapital.

Das zähe Wirtschaftsgeschehen in allen drei großen Wirtschaftsregionen der Welt (Amerika, Europa und Asien) hat auch die Risikofreude der Anleger und Investoren in die Finanzierung von Jungunternehmen durch sog. Wagniskapital eher gebremst. Amerika liegt zwar in diesem Bereich traditionell vor dem alten Kontinent, tut sich aber auch weiter schwer. Stärker ausgeprägt ist die Risikofreude für Wagniskapital  aber in China. Dort ist, trotz auch dort bestehender Finanz- und Konjunkturprobleme, ein starker Anstieg zu verzeichnen.

Insgesamt hat in 2013 der Anleger aber wieder zu Beteiligungs- bzw. Übernahmekapital bei Private-Equity-Gesellschaften zurückgefunden.

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