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Immobilien: Leitmesse Expo Real – Bewertung der Bundesbank

Der deutsche Immobilienmarkt läuft rund! Läuft er aber auch heiß? Das war eine der elementaren Fragen unter den Immobilien-Experten auf der Immobilien-Leitmesse Expo Real in München Anfang dieses Monats. Den Wohnungsmarkt analysiert auch die Bundesbank in ihrem neuesten Monatsbericht, erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber der seit 1999 bestehenden Crowdfunding-Plattform Anleger-Beteiligungen.de.

Die Expo Real hat sich zur führenden Immobilien-Messe in Deutschland entwickelt und wird auch für ausländische Anleger und Investoren aus dem Immobilienbereich immer interessanter. Dieses Jahr hatte die Leitmesse 1.700 Aussteller und 36.000 Besucher.

Fangen wir erst einmal mit dem Aktuellen und Positiven an: Der deutsche Immobilienmarkt ist der „sichere Hafen“ für in- und ausländische Anleger und Investoren. Dabei wissen wir aus mehreren Umfragen, dass Sicherheit der Anlage eines der aktuell wichtigsten Anlagekriterien ist.

Der deutsche Immobilienmarkt ist aus mehreren Gründen in einer stabilen Verfassung:

  • große Nachfrage in den drei Bereichen: Wohnungs-, Büro- und Gewerbeimmobilien,
  • ein stabiles wirtschaftliches und politisches Umfeld in Deutschland,
  • sicherer Hafen in einem weitgehend labilen europäischen Umfeld,
  • äußerst günstige Finanzierungsbedingungen

In dieser Situation ist es umso verständlicher, dass die Marktteilnehmer über mangelndes Angebot sog. Core-Objekte klagen. Dementsprechend müssen die Investoren  sich darauf einrichten, verstärkt riskantere Produkte in weniger guten Lagen („Leipzig statt München“) und mit kürzeren Mietverhältnissen ins Auge zu fassen. Dies gilt für alle Immobilien-Bereiche.

Die Knappheit der erstklassigen Immobilien sehen die Experten aber nicht als Vorbote einer allgemeinen Überhitzung. Dafür ist der Markt und sind die Finanzierungen mit hohem Eigenkapitalanteil viel zu solide. Auch in dem aktuell teils leichtfertigen Gerede der Politiker über Mietpreisbremse, Wiederaufleben der Vermögenssteuer usw. werden keine wirklichen Gefahren für den deutschen Immobilienmarkt gesehen. Belastend ist dagegen schon die maßlose Anhebung der Grunderwerbssteuer durch beinahe alle Bundesländer.

Kritisch sieht die Bundesbank die Entwicklung der Immobilienpreise, allerdings fokussiert auf den Markt für Eigentumswohnungen und nur in den sieben größten deutschen Städten. Hier sieht sie Preisübertreibungen (das Handelsblatt titelt dazu völlig übertrieben: Alarm der Bundesbank). Bundesbank: „Vom Preisgefüge auf den Wohnimmobilienmärkten gehen gegenwärtig keine erheblichen makroökonomischen Risiken aus.“ Übertrieben sind die Preise nur in Szenenviertel und in besonders gefragten Innenstadtlagen

Ein Teil der Marktteilnehmer befürchtet allerdings belastende Auswirkungen durch möglicherweise bevorstehende Zinsanhebungen der Banken und insbesondere der Europäischen Zentralbank. Aber dieses Szenario steht angesichts der Wirtschaftsschwäche in mehreren europäischen Ländern und der Aussage des Zentralbankchefs Draghi nicht wirklich bevor.

So ist und bleibt für eine geraume Zeit der deutsche Immobilienmarkt für den in- und ausländischen Anleger und Investor der sichere Hafen.

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