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Abkommen der WTO – neuer Impuls für deutschen Mittelstand

Mit einem epochalen Abkommen auf Bali überrascht die Welthandelsorganisation (WTO) die internationale Wirtschaftswelt.

Die World Trade Organization, als Nachfolgeorganisation des internationalen GATT 1994 gegründet, hat allzu lange um ein weltweit gültiges Handelsabkommen gerungen. Es ist auch nicht leicht mit 159 unterschiedlichsten Mitgliedsländern die notwendige Einstimmigkeit für ein Handelsabkommen zu erzielen. Das ist nun erstmalig auf Bali gelungen, wahrlich ein bemerkenswerter Durchbruch zum unmittelbaren Vorteil auch unserer mittelständischen Wirtschaft.

Die Weltwirtschaft hatte sich seit der Finanzkrise 2008 schlecht entwickelt. Im Angesicht der Finanz-, Banken- und Staatsschuldenkrisen hatte der Protektionismus an Boden gewonnen und dämpfende Wirkung auf die Weltwirtschaft entfaltet. Insgesamt hatten die Länder 3.300 neue Schutzbestimmungen erlassen, um sich vermeintlich in Eigeninteresse vor fremden Wettbewerbern zu schützen. Die Folge für die Weltwirtschaft war Stagnation nach vielen Jahren florierenden Welthandels zum Wohle und Wohlstand aller.

Der Welthandel war in den letzten Jahrzehnten immer deutlich stärker gewachsen als die Wirtschaft selbst. Der Grundgedanke der WTO ist, dass der Handel zwischen zwei Ländern für beide Länder und ihre Wirtschaft vorteilhaft ist. Dabei sind multilaterale Regelungen im Rahmen der WTO für 159 Staaten immer besser und der sog. Königsweg als bilaterale Handelsabkommen, die die Weltwirtschaft häufig nur stark zersplittern.

Nach fünf Jahren des wiedererstarkten Merkantilismus und Protektionismus nun auf Bali der Durchbruch und die Wende mit Beschlüssen der 159 Mitgliedsstaaten zu

  • Abbau bürokratischer Hürden und Hemmnisse für den Welthandel,
  • Vereinfachung und Erleichterung bei den Zollprozeduren,
  • Ächtung und Verbot von Exportsubventionen.

Mit der weltweiten Abschaffung von Handelsschranken, Bürokratie und Zollvorschriften erwartet die Internationale Handelskammer (ICC) einen Wirtschaftsimpuls von 1 Billion $ und die Entstehung von 21 Mio. neuen Arbeitsplätzen.

Der Beschlüsse der Welthandelsorganisation sind von besonderer Bedeutung für Deutschland als die drittgrößte Exportnation und da besonders für kleine und mittlere Unternehmen, die unter Bürokratie und Handelsbeschränkungen besonders gelitten haben. Ihnen wurde der Zugang zum internationalen Geschäft durch nichttarifäre Handelshemmnisse oft erschwert. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband Groß- und Außenhandel (BGA) als Spitzenverbände der so erfolgreichen deutschen Außenwirtschaft, feiern deshalb mit voller Überzeugung die handelserleichternden Beschlüsse der World Trade Organization und beziffern die Vorteile für unsere Unternehmen auf 60 Mrd. € durch eine Verringerung der Kosten internationalen Handels um 10 %. Diese Vorteile kommen der mittelständischen Wirtschaft direkt und indirekt insgesamt zugute.

So spricht dann auch der DIHK davon, dass die Beschlüsse der WTO auf Bali neue Impulse für die Unternehmen in Deutschland bedeuten.

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