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Europäische und Weltwirtschaft im Aufschwung

Es ist Hochzeit der Wirtschaftsprognosen: IWF, EZB, OECD, deutsche Wirtschaftsinstitute und die Bundesregierung. Alle haben Ihre Prognosen für den weiteren Verlauf des Jahres 2014 und 2015 abgegeben. Danach befinden sich die deutsche, die europäische und die Weltwirtschaft in einem moderaten und stabilen Aufschwung, erläutert Dr. Lutz WERNER, Vorstand der Hi-Tech Media AG und Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligungen.de und des www.Investoren-Brief.de

Die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland hat sich in den ersten Monaten des neuen Jahres verstärkt. Bereits im Jahresschlussquartal 2013 hatte sich die gesamtwirtschaftliche Leistung leicht beschleunigt und real um 0,4 % erhöht. Nach dem Jahreswechsel hat die Entwicklung an Dynamik gewonnen. Dazu trug der milde Winter bei, der vor allem die Bautätigkeit begünstigte. Aber auch unabhängig von diesem Witterungseffekt haben sich in der für die Konjunktur besonders bedeutsamen Industrie die Auftragseingänge, Produktion und Umsätze, über die ersten drei Monate des Jahres gesehen, spürbar und auf breiter Front verbessert. Dabei kamen die größeren Impulse aus dem Inland. Insgesamt gewann der binnenwirtschaftliche Aufschwung damit an Substanz. Die Stimmung in der Wirtschaft litt allerdings etwas unter den geopolitischen Entwicklungen und der damit verbundenen Zunahme von Unsicherheit. Dennoch nahm auch der Außenhandel etwas Fahrt auf.

Das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich im Verlauf des vergangenen Jahres aufgehellt. Sowohl die globale Industrieproduktion als auch der Welthandel haben an Schwung gewonnen. Die Impulse kamen hauptsächlich aus den Industriestaaten, während das Wachstum in den Schwellenländern gedämpft blieb.

Die Wirtschaft der Europäischen Union ist im vierten Quartal 2013 um 0,4 % gewachsen. Mit dem dritten Anstieg in Folge war das Wachstum regional bereits recht breit angelegt. In Relation zum vorangegangenen Einbruch blieb die Erholung aber noch zögerlich.

Die einschlägigen Frühindikatoren deuten für die Weltwirtschaft auf eine Fortsetzung des Wachstums im aktuellen Expansionstempo hin. Sowohl für das Verarbeitende Gewerbe als auch in den Dienstleistungssektoren erwarten die Einkaufsmanager eine Ausweitung der globalen Produktion.

Der OECD Composite Leading Indicator verharrte nach eineinhalbjährigem Anstieg im Februar auf dem erreichten Niveau. Der IWF rechnet für das laufende Jahr mit einem Anstieg des Welt-BIP um 3,6 %. Dabei bleiben beachtliche Risiken für die Weltkonjunktur nicht nur aufgrund geopolitischer Unwägbarkeiten bestehen.

Für den IWF-Chefökonomen Blanchard ist die Erholung der Weltwirtschaft jetzt stark genug und breit angelegt, um die notwendigen Strukturreformen in bestimmten Ländern in Angriff zu nehmen. In einigen Branchen müssten die Wettbewerbsbedingungen als auch die Produktivität verbessert werden. Handlungsbedarf sieht der IWF auch bei Verbesserungen und Aktivitäten auf den Arbeitsmärkten.

Für Deutschland bestätigt auch die Frühjahrsprognosen der vier führenden Wirtschaftsinstitute einen relativ soliden Aufschwung. Sie prognostizieren für 2014 ein Wachstum von 1,9 und für 2015 ein Wachstum von 2 %. Sie sehen allerdings Beeinträchtigungen durch den Mindestlohn und die Rente mit 63. Insgesamt sagen die Institute einen Anstieg der Erwerbstätigenzahl und eine deutliche Zunahme der Investitionen voraus.

Diskutiert werden unter Experten mögliche Risiken durch eine Deflation im Euroraum. Diese Gefahren flammen auf, nachdem die Inflationsrate in den letzten Monaten und Wochen auf bis zu 1% in Europa gesunken ist. Den IWF hat diese Situation veranlasst, die EZB aufzufordern, ihre Geldpolitik schnellstens weiter zu lockern.

Eine andere Meinung auch dazu vertritt der Bundesbank-Chef Weidmann. Er stuft die Deflationsgefahr im Euroraum als gering ein und weist deshalb auch die IWF-Forderung nach schneller Lockerung der Geldpolitik zurück. Die Prognosen der EZB, IWF und OECD zeigten für die kommenden Jahre eine Wachstumsbeschleunigung in Europa und weltweit an. Dies führe auch zwangsläufig wieder zu einem Anstieg der Inflationsrate und banne die Deflationsgefahr, so der Bundesbankpräsident.

Wachstumsprognosen des IWF

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