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Anlagenotstand durch Niedrigzinsen: Risiko versus Sicherheit

Angesichts niedriger Zinsen herrscht Anlagenotstand. Bei Anlagen in Bundesanleihen, Tages- oder Festgeld ist nichts zu verdienen. Die Realrendite ist null oder sogar im Minus. Investoren, die eine sichere Anlage suchen und eine Rendite über der Inflationsrate anstreben, stehen vor großen Herausforderungen, erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligungen.de und des wöchentlich als Mail kostenlos erscheinenden www.Investoren-Brief.de Gerade in diesen Zeiten, nach überstandener Finanzkrise, Staatsschuldenkrise und Bankenkrise gelten insbesondere deutsche Anleger als sehr sicherheitsbewusst und nicht besonders risikofreudig.

Jahrzehntelang brachten deutsche Bundesanleihen ihren Käufern stets ansehnliche Renditen. Aber in den vergangenen Tagen sank die Rendite von Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland unter die Marke von 1%. Es sind vor allem Großanleger wie Versicherungen und Fondsgesellschaften, die trotz der Niedrigstzinsen in diesen Tagen noch Bundesanleihen kaufen. Denn Bundesanleihen sind in Zeiten stark schwankender Börsenkurse ein probates Mittel, um Anlagegelder kurzfristig sicher zu parken. Was für Großanleger geeignet sein mag, ist es für Privatanleger aber gerade nicht.

Das sehr ausgeprägte Sicherheitsverständnis müssen die Investoren und Anleger aber überdenken. Mögen Tagesgeld und Sichteinlagen auch sicher und aktuell bei den Anlegern sehr beliebt sein, in Zeiten von Minizinsen produzieren sie nur Verluste. Deshalb ist der Rat der Experten an den Privatanleger auch unausweichlich: Investitionen in Substanzwerte wie Immobilien und Unternehmensbeteiligungen jeder Art.

In Zeiten schmaler Renditen sind auch die Kosten besonders wichtig und deshalb bewusst zu minimieren. „Bei niedrigen Bruttorenditen fallen Kosten besonders stark ins Gewicht.“

Ertragreiche Renditen erzielen die Anleger z. B. im Bereich von Unternehmensanleihen und Unternehmensbeteiligungen. Dabei ist natürlich vom Anleger sorgfältig zu prüfen, ob die Höhe der Risikoprämie deren fundamentalen Daten adäquat widerspiegelt. Den Anlegern ist dabei das aktuelle Dilemma schon bewusst: Ohne Risiko keine Rendite!

Das ist dann auch die wirkliche Herausforderung für den Anleger aktuell: Das Risiko einer renditestarken Anlage muss der Investor bewusst prüfen und bewerten. Dann kann und sollte er entscheiden, ob er im Interesse einer höheren Rendite das adäquate Risiko eingehen will. Dies ist eine ganz persönliche Entscheidung jedes Anlegers in seiner individuellen Situation.

Angesichts des Anlagenotstandes und der bestehenden Zwänge, meinen die Marktbeobachter und Vermögensverwalter schon eine langsam wachsende Risikobereitschaft der Anleger und Investoren beobachten zu können.

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