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Archive for December, 2014

Kleinanlegerschutz und Crowdfinanzierung (Crowdfunding, Crowdinvesting)

Die Bundesregierung will Kleinanleger per Gesetz besser vor unseriösen Angeboten am Grauen Kapitalmarkt schützen (wir berichteten ausführlich darüber). Damit aber Start-ups nicht abgewürgt werden, sind Ausnahmen für sog. schwarmfinanzierte Projekte (Crowdinvesting, Crowdfunding) vorgesehen. Die Branche reagiert allerdings eher etwas skeptisch erläutert Dr. jur. Lutz WERNER, Herausgeber der Crowdinvesting-Plattform www.Anleger-Beteiligungen.de.

Die Bundesregierung steckt dabei in einem Dilemma. Einerseits möchte sie Kleinanleger, die in vermeintlich vielversprechende Projekte investieren, vor Betrügern bewahren. Nach der spektakulären Pleite des Windparkbetreibers Prokon hatte die große Koalition schärfere Regeln im Verbraucher- und Anlegerschutz angekündigt und aktuell im Kabinett durch den Entwurf eines Kleinanlegerschutzgesetzes verabschiedet.

Andererseits will man die Gründerkultur, die sich hier zu Lande nur schleppend entwickelt, nicht noch zusätzlich belasten. „Unser Land braucht eine neue Gründerzeit“, versprechen Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag. Alle versprechen weniger Bürokratie und einfache Finanzierungen, aber wie sieht es in der Praxis aus?

Beide Ziele laufen eigentlich gegeneinander. Härter regulieren und gleichzeitig freie Hand lassen, das passt schlecht zusammen. Jetzt will man eine Lösung gefunden haben, die beiden Seiten gerecht wird. Ein neuer Gesetzentwurf für Kleinanlegerschutz sieht schärfere Regeln für bislang kaum kontrollierte Anlageformen wie Genussrechte oder Beteiligungen an Immobilienfonds vor.

Teile der Reform wurden jetzt durch das Bundeskabinett in einem Gesetzentwurf Kleinanlegerschutz beschlossen. Demnach sollen bedenkliche Finanzprodukte in Zukunft frühzeitig und stärker kontrolliert werden, zum Beispiel durch Warnhinweise der Finanzaufsicht BaFin. Die Zulassung vieler Angebote wird erschwert, die Risiken müssen transparent sein. Auch dürfen die Anbieter nicht mehr überall werben. Prokon klebte zum Beispiel in U-Bahn-Waggon Werbeschilder; so etwas soll künftig nicht mehr erlaubt sein.

In der Schlussphase wurde der Entwurf in einer Reihe von Ausnahmen für crowdfinanzierte Projekte ergänzt. Denn schwarmbasiertes Geld eintreiben wird vor allem für Start-up´s in der Internetwirtschaft immer wichtiger. „Crowdfinanzierungen brauchen Luft zum Atmen“, sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Brigitte Zypries. Ähnlich wie die USA sollten auch wir dieser neuen Finanzierungsform den nötigen Freiraum geben, ohne ihr durch zu viel Bürokratie die Chance auf Wachstum zu nehmen.

Unter diesem Gesichtspunkt sieht der Gesetzesentwurf folgende Sonderregeln vor:

In Deutschland dürfen Vermögensanlagen nicht ohne einen Prospekt, den die BaFin gebilligt hat, öffentlich angeboten werden. So ein Prospekt kostet allerdings schnell mal 50.000 €. Künftig soll es eine klare Grenze für crowdfinanzierte Projekte geben. Sammeln sie weniger als 1 Mio. € und beteiligen sich die Anleger mit jeweils maximal 10.000 €, werden sie von der Prospektpflicht entbunden. Fällt das Projekt unter diese 1-Millionen-Grenze, muss der Anbieter lediglich ein Infoblatt mit allen Angaben und Risiken erstellen, dass er bei der BaFin hinterlegt. Grundsätzlich ist es richtig, in diesem Bereich für Klarheit zu sorgen. Aber wird die Bürokratie zu groß, investieren größere Geldgeber außerhalb einer Internetplattform in ein Start-up. Kleinanleger haben davon am Ende gar nichts.

Auch auf die Crowdinvesting-Plattformen im Internet kommen neue Anforderungen zu. Sie sollen sich offiziell registrieren lassen, etwa beim Gewerbeamt. Für größere Plattformen wie zum Beispiel www.Anleger-Beteiligungen.de mag das Standard sein, für viele kleinere bislang nicht und bedeutet erneute Bürokratie.

Unterm Strich wurde der Entwurf von der Branche zunächst wohlwollend aufgenommen, gepaart mit einer Portion Skepsis. Man kann der Bundesregierung jedenfalls nicht den Vorwurf machen, dass sie die Crowdinvesting-Scene auf einen Schlag erstickt. Experten sehen hingegen wenig Bemühungen, um Crowdfunding und Crowdinvesting zu stärken.

Der Gesetzentwurf Kleinanlegerschutz wurde zwischen den Häusern von Bundeswirtschaftsminister Gabriel, Bundesfinanzminister Schäuble und Bundesjustizminister Maas ausgearbeitet, der Gesetzentwurf aktuell im Bundeskabinett beschlossen und auf den parlamentarischen Weg gebracht.

Allerdings nur unter Vorbehalt, wie es im Entwurf heißt: Ende 2016 werden die neuen Regeln für Crowdinvesting unter Berücksichtigung der Entwicklungen auf europäischer Ebene überprüft.

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Die Hi-Tech Media AG, ihre Geschäftsfelder und China-Kooperationen

Die Hi-Tech Media AG (www.hi-tech-media.de) hat folgende drei Geschäftsfelder:

  1. Unternehmensgründungen, Unternehmensberatung
  1. Finanzkommunikation und Finanzberatung,
  1. Beratung und Betreuung chinesischer Unternehmen auf dem deutschen Markt.

In diesen Bereichen ist die Hi-Tech Media AG seit 15 Jahren sehr erfolgreich tätig. Dabei arbeitet sie mit mehreren hochqualifizierten Beratungsunternehmen zusammen, wie z.B. mit der Dr. Werner Financial Service AG.

Seit 5 Jahren wird die Hi-Tech Media AG geleitet von Dr. jur. Lutz WERNER. Er ist ein äußerst kompetenter Wirtschaftsanwalt mit Erfahrungen als

  • Junior-Professor für Internationales Wirtschaftsrecht an der Universität Göttingen,
  • Vorstandstätigkeit in einer Frankfurter Bank,
  • mehrjährige Auslandstätigkeit für deutsche Unternehmen in Toronto/Kanada,
  • Deutsche Botschaft bei der Europäischen Union in Brüssel sowie
  • langjährige Tätigkeit als hoher Beamter im Bundesministerium für Wirtschaft in Bonn und Berlin, zuständig für Internationale Handelspolitik mit Schwerpunkt Asien und Wirtschaftsraum China.

Geschäftsfeld China-Kooperationen:

Den Kontakt zu unseren chinesischen Geschäftspartnern unterhält Frau LI Li mit mehrjähriger Tätigkeit in der Wirtschafts- und Handelsabteilung der Botschaft der VR China in Deutschland. Seit 10 Jahren ist Frau LI selbständig und Geschäftsführerin ihrer eigenen Consultingfirma New Tomorrow Deutschland GmbH.

Die Hi-Tech Media AG hat in den letzten Jahren ca. 200 Unternehmen in der Rechtsform der GmbH und ca. 100 Unternehmen in der Rechtsform der AG gegründet, an den Markt gebracht und die Unternehmensleitungen dabei umfangreich beraten.

Eng zusammen arbeitet die Hi-Tech Media AG mit Rechtsanwälten, Notaren, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. Mit der Dr. Werner Financial Service AG (www.finanzierung-ohne-Bank.de) bildet sie einen Unternehmensverbund. Die Dr. W F S AG wird seit vielen Jahren von dem in allen Steuer-, Finanz- und Wirtschaftsfragen äußerst kompetenten Dr. jur. Horst WERNER geleitet. Er hat hunderte mittelständische Unternehmen zwecks Finanzierung ohne Bank an den Kapitalmarkt geführt mit einem Volumen von insgesamt weit über 100 Mrd. Euro.

Alleiniger Inhaber beider Unternehmen ist Dr. Lutz WERNER.

Wir haben viel Erfahrung im Umgang mit deutschen Unternehmen aller Branchen. Wir verfügen über Zugang zu Datensammlungen deutscher Unternehmen sowie ihre grundsätzliche Bereitschaft mit z. B. chinesischen Unternehmen in unterschiedlichen Formen zusammen zu arbeiten.

Wir haben über die Jahre Erfahrungen gesammelt mit internationalen Kooperationen, Beteiligungs- und Unternehmenskauf. Dabei können wir Sie beraten, Verhandlungen mit deutschen Unternehmen vorbereiten, organisieren, durchführen und erfolgreich abschließen.

Wir können aufgrund Ihrer möglichst konkreten Wünsche und Vorgaben hinsichtlich eines Beteiligungskaufs die geeigneten Unternehmen aussuchen und erste klärende und vorbereitende Gespräche führen.

Im weiteren Verlauf beraten und betreuen wir Sie fachmännisch bei zielführenden Verhandlungen. Dabei werden Sie von unseren Rechtsanwälten, Notaren, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern unterstützt. Auch bei Prüfung der Bilanzen, Unternehmenszahlen und abschließenden Preisverhandlungen sowie Vertragsgestaltung stehen wir mit unserer langjährigen Expertise an Ihrer Seite.

Zur effektiven und zielgerichteten Durchführung Ihres Auftrages ist es notwendig von Ihnen möglichst konkret Ihre Wünsche, Vorstellungen und Vorgaben schriftlich zu haben. Das wäre möglicherweise auch in einem ausführlichen Gespräch vorab zu klären. Folgendes wäre beispielhaft festzulegen:

  • Branche und Sitz des Unternehmens,
  • Größe und Struktur des Unternehmens,
  • Große und Art der Beteiligung,
  • Rechtsform des Unternehmens,
  • Form der späteren Zusammenarbeit,
  • Entsendung eigenen Personals,
  • Einflussnahme in bestimmten Gremien,,
  • Austausch von technischem Know how,
  • Gemeinsame Entwicklung, Marketing, Vertrieb usw.
  • Entwicklung der Zusammenarbeit, auch in China,
  • Mögliche Aufstockung der Beteiligung oder Übernahme.

Üblicherweise arbeiten wir zur Durchführung des Auftrages bei den vorbereitenden Arbeiten auf Honorarbasis, im späteren Stadium bei den eigentlichen Vertragsgesprächen auf Provisionsbasis.

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Flucht der Anleger und Investoren aus den Rohstoffen

Die privaten Anleger wie auch die professionellen Investoren ziehen sich aus den Rohstoffmärkten zurück. In diesem Jahr sind schon 17 Mrd. $ aus Indexfonds auf Rohstoffe abgezogen worden. Das sind noch einmal 10 Mrd. $ mehr als im gesamten vergangenen Jahr, in dem sich Anleger und Investoren bereits vor allem aus Gold und Goldfonds zurückgezogen hatten. Allein im September und Oktober dieses Jahres haben sich die Fondsvolumina um 7 Mrd. auf aktuell 286 Mrd. $ verringert, berichten Rohstoff-Experten. Ende des Jahres 2012 hatte das akkumulierte Fondsvolumen zum Vergleich noch 418 Mrd. $ betragen, erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligungen.de und des wöchentlich als Mail erscheinenden www.Investoren-Brief.de.

Viele Investoren haben sich aus den Rohstoffen als Anlageklasse verabschiedet, so der einhellige Tenor. Viele Rohstofffonds hätten dramatisch verloren. Experten schätzen, dass sich die Investitionen in Rohstoffe seit 2011 mehr als halbiert haben. Dieses Bild bestätigt auch die Deutsche Bank. Danach sei das Interesse an Rohstofffonds in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen. Damit hat sich die Marktstimmung für diese Anlageklasse in diesem Jahr extrem negativ gewandelt und zu anderen Anlageklassen entwickelt.

Aber welche Anlageklassen haben das Interesse der Anleger gefunden und welche Renditen konnten die Anleger dabei erzielen? Gerade in heutiger Zeit der Null- bzw. Strafzinsen eine elementar wichtige Frage.

Zuerst einmal haben die Anleger neben den Rohstoffen auch massiv Aktien bzw. Aktienfonds abgestoßen.

Welche Gründe gibt es für den Ausstieg der Anleger und Investoren aus Rohstoffen?

Die Gründe liegen in zweierlei: Einerseits in den starken Preisrückgängen bei vielen Rohstoffen selbst, aber andererseits hängt es auch zusammen mit dem starken Dollaranstieg. Da Rohstoffe in amerikanischer Währung gehandelt werden, verteuern sie sich für Anleger und Investoren außerhalb der USA. Zudem seien andere Anlageklassen derzeit attraktiver, sodass sie den Investitionsmöglichkeiten in Rohstoffe, Rohstofffonds usw. den Rang abgelaufen haben.

Das Umfeld ist für Rohstoffinvestitionen mehr als schwierig. Die gängigen Rohstoffindizes sind tief im Minus. Der Bloomberg Commodity Index hat seit Jahresbeginn 7% verloren, der energielastige Index S & P GSCI sogar 15%. Allein der Preis für Rohöl ist in den vergangenen vier Monaten um 30% auf aktuell weniger als 80 $ je Barrel (159 l) gefallen. Die schlechte Entwicklung der Rohstoffpreise und der Rohstoffindizes schlägt natürlich direkt auf die Indexfonds durch, die diese abbilden und die deswegen auch hohe Verluste erlitten haben. So hat der Rohstoffindexfonds von DB-X- Trackers, der ein Volumen von 676 Mio. € hat, in diesem Jahr knapp 13% eingebüßt. Aus Sicht von zwei Jahren sind es sogar knapp 24%.

Dieses Bild deckt sich mit der allgemeinen Entwicklung an den Rohstoffmärkten in diesem Jahr, dass sich im Jahresverlauf spektakulär gewandelt hat. Im ersten Halbjahr waren die Rohstoffe noch eine attraktive Anlageklasse.

Doch verschiedene Gründe bei unterschiedlichen Rohstoffen haben dazu geführt, dass es seit einem halben Jahr mit den Preisen deutlich bergab geht. Dazu gehörte der Rückgang der Energiepreise und besonders von Gas und Rohöl durch ein Überangebot an den Märkten : Einerseits geringere Nachfrage durch Konjunkturdämpfung in Europa und Schwellenländern wie China sowie andererseits durch ein höheres Angebot durch das erfolgreiche Fracking in den USA. Auch bei den Agrarrohstoffen ist ein Preisrückgang durch gute Ernte und volle Lager festzustellen. Die lahmende Weltkonjunktur mit gedämpfter Nachfrage tut ihr Übriges. Das hat dazu geführt, dass zum Beispiel JP Morgan und die Credit Suisse, zwei große Player im Rohstoffmarkt, erklärt haben, sich dort zurückzuziehen.

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