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Die verdeckten „Renditekiller“

Die Niedrigzinsphase in dem Umfang und mit dieser inzwischen langen Dauer ist kein vorübergehendes Phänomen mehr, sondern nun schon längere Zeit Realität. Und die niedrigen Renditen rücken natürlich einen Faktor in den Focus der Anleger:

Die Kosten der Geldanlage

Diese Kosten in Form von Abschlussgebühren der Versicherer und Ausgabeaufschlägen (Agio) sowie Verwaltungskosten bei den Fondsgesellschaften fielen natürlich in Zeiten, in denen die Finanzwelt noch in Ordnung war und Zinssätze von 6% und mehr die Regel waren, nicht oder kaum auf. Sicher, die gab es schon immer, und sie wurden auch zumindest gedanklich „Irgendwie“ mit eingerechnet. Aber man konnte damit leben, zumal die höheren Zinsen i.d.R. zu einem Vermögenszuwachs führten. Inzwischen führen aber diese Gebühren, die sich natürlich mit sinkenden Renditen nicht nach unten bewegt haben, zu einer Schrumpfung des Vermögens. Und das weitgehend mehr oder weniger unbemerkt, denn die jährlichen Kosten von i.d.R. 1,5% bis 2% werden dem Fondsvermögen entnommen und tauchen deshalb auch in keinem Kontoauszug und keiner Depotabrechnung auf.

Inzwischen wird das Problem natürlich transparenter, denn den Gesellschaften fällt es zunehmend schwerer, überhaupt noch Renditen zu erwirtschaften, die die Kosten decken.

Nicht viel anders sieht es bei den Lebensversicherern aus. Neben den Abschlusskosten, die mit den ersten Beiträgen verrechnet werden und deshalb auch nicht als Einzelposten erkennbar sind, fallen jährlich Verwaltungskosten an, die den Versicherten abgezogen werden. Die Verwaltungskosten sind zwar i.d.R. prozentual niedriger, als die der Fonds, können aber in Einzelfällen schon mal bis zu 1% betragen. Bei einem aktuellen Garantiezins von z.Zt. 1,25% bleibt da nicht mehr viel übrig für den Vermögensaufbau.

Ganz fatal wird es, wenn beide „Renditekiller“ aufeinander treffen, wie z.B. bei der fondsgebundenen Lebensversicherung. In dieser Kombination fallen dann zweimal Verwaltungskosten an. Dann noch Renditen zu erwirtschaften, ist fast unmöglich.

Es ist für den Anleger ratsam, sich über diese meist versteckten Kosten zu informieren. Dazu ist es sicher hilfreich, wenn die Gesellschaften sich bei den Verwaltungskosten um mehr Transparenz bemühen.

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