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Eigenkapital für Unternehmen als vertrauensbildendes Haftkapital und die Finanzierung mit Eigenkapital

Eigenkapital ist Haft- und Vertrauenskapital für Investitionen und für Geschäftspartner bzw. Banken ( siehe www.eigenkapitalbeschaffung.de ). Der Wert des Eigenkapitals in Unternehmen und die Eigenkapital-Ausstattung eines Unternehmens sorgen somit insbesondere für die Kreditwürdigkeit und Bankenfinanzierungsfähigkeit ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) sowie die Wettbewerbsfähigkeit an den Produktmärkten. Eigenkapital hat eine Hebelwirkung ( 1 Anteil Eigenkapital = bis zu 4 weitere Anteile Fremdkapital ) bei der Aufnahme weiteren Fremdkapitals. Bei guter Eigenkapital-Ausstattung und hoher Eigenkapital-Liquidität ist der Zugang zu den Märkten und Geschäftspartnern erleichtert. Zudem kommt es nicht bei ersten Verlusten aufgrund von Illiquidität zu einem Unternehmenszusammenbruch. Je höher die Eigenkapitalquote, desto geringer ist die Gefahr von Liquiditätsproblemen, die schon bei kleineren Forderungsausfällen oder Auftragsrückgängen entstehen können. Solche Schieflagen der Liquidität oder der Verschuldung können sich bei unvorhergesehenen Sonderausgaben, bei rückläufigen Erträgen, bei der Entwicklung neuer Produkte oder bei Haftungsauseinandersetzungen ergeben. Je mehr Eigenkapital ein Unternehmen zur Verfügung hat und je höher der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme ist, desto größer ist der Insolvenzschutz und die Unabhängigkeit von Banken. Die Eigenkapitalquote muss nach Basel III mindestens 20 Prozent der Bilanzsumme betragen, um die Kreditfähigkeit bei Banken zu erhalten. Weniger als die genannte Eigenkapitalquote führen zur Finanzierungsunfähigkeit. Auch derjenige, der Subventionen, verlorene Zuschüsse oder z.B. andere KfW-Finanzhilfen in Anspruch nehmen will, muss Eigenkapital in entsprechendem Umfang nachweisen.

Das Eigenkapital kann von den Gesellschaftern bzw. Unternehmenseigentümern selbst stammen oder von dritter Seite dem Unternehmen zugeführt werden. Soweit das Kapital von (dritten) Investoren oder privaten Kapitalgebern haftenden Charakter hat, wird es bilanzrechtlich als „Eigenkapital“ des Unternehmens gewertet. Eigenkapital heißt also nicht, dass das Kapital im Eigentum der Gesellschafter steht, sondern nur, dass das Kapital – von wem auch immer stammend – vorrangig haftenden Charakter gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft hat. Auch andere Kapitalformen als das Stammkapital oder Grundkapital können bilanzrechtlich „Eigenkapital“ bedeuten. Stimmrechtsloses Eigenkapital von privaten Kapitalgebern oder Investoren können bei richtiger Beteiligungsvertrags-Gestaltung zum bilanzrechtlichen Eigenkapital gehören. Bei der Auswahl von alternativen Finanzierungsformen ( Risikokapital, Mezzanine Kapital ohne Stimmrechte, Venture Capital, Private Equity etc. ) für die gewerbliche Eigenkapital-Aufstockung bzw. Kapitalerhöhung ist schließlich zu beachten, dass künftige Weichenstellungen nicht beeinträchtigt werden. So sollten Umwandlungspläne in andere Rechtsformen, künftige Nachfolgeregelungen (z.B. im Rahmen MBI oder MBO) und andere Maßnahmen wie eine Unternehmensteilung, eine Fusion oder sogar ein möglicherweise für einen späteren Zeitpunkt geplanter Börsengang bereits im Vorfeld berücksichtigt werden. Unternehmer müssen die Bedeutung und Funktion des Eigenkapitals im Rahmen einer ausgewogenen Gesamtfinanzierung sowie die Bedingungen, Möglichkeiten und Voraussetzungen bewährter Instrumente der Eigenkapitalstärkung erkennen. Das ausgewiesene Eigenkapital, die darauf beruhende Bonität und das Rating bei den Banken für weitere Kreditfinanzierungen stehen in einem unauflösbaren Zusammenhang und bestimmen die zukünftige Investitionsfähigkeit eines Unternehmens. Das Ergebnis daraus bestimmt die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und seine Marktstellung. Neben der Beteiligungsfinanzierung über Vollgesellschaftsanteile handelt es sich bei stimmrechtslosem Beteiligungskapital um die für den Mittelstand besonders interessante Mezzanine-Finanzierung über Genussrechtskapital, stille Beteiligungskapital und Nachrang-Anleihekapital ohne Einflussnahme der Investoren ( http://www.anleger-beteiligungen.de ). Eine Verwässerung des stimmberechtigten Kapitals der Eigentümer findet nicht statt.

Es gibt also zahlreiche Eigenkapitalfinanzierungsformen. Kostenfreie Informationen erhalten Interessenten von dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de bei entsprechender Anfrage. Darüber hinaus kommen praxiserprobte Instrumente der Bilanzstruktur-Optimierung zur Erhöhung der Eigenkapitalquote und eigenkapitalschonende Finanzierungsformen wie das Leasing und Factoring in Betracht. Daneben sind konkrete Wege der Eigenkapitalbeschaffung über die Beteiligungsmärkte mit BaFin-freien Privatplatzierungen oder mit BaFin-genehmigten Verkaufsprospekten bzw. Wertpapierprospekten zur Eigenkapitalbeschaffung vorhanden. Jedes Unternehmen hat also viele Wege, um das Eigenkapital für das Unternehmen zu erhöhen und die Eigenkapitalquote zu verbessern ( siehe dazu das umfassende Buch von Dr. Horst Siegfried Werner, „Eigenkapitalfinanzierung“, Bank-Verlag Medien Köln, 220 Seiten ).

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