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Die Iban wird ab 1. Februar für alle Pflicht

Die „International Bank Account Number“, kurz Iban genannt, sollte eigentlich schon viel früher für alle verbindlich eingeführt werden. Aufgrund von Problemen bei der Umstellung wurden die Übergangsfristen, die damals offensichtlich zu kurz gefasst waren, verlängert.

Seit dem 1. August sind bisher nur Unternehmen und Vereine verpflichtet gewesen, die neuen Bankdaten zu verwenden. Ursprünglich war dafür schon der 1. Februar 2014 vorgesehen worden.

Nun endet auch die Übergangsfrist für Privatpersonen. Ab dem 1. Februar 2016 sind auch sie verpflichtet, die Iban zu verwenden. Seither hatten die Banken die nicht mit der Iban versehenen Überweisungen mit Konvertern (Umrechnern) umgewandelt. Mit diesen Konvertern, die auch im Internet zu erfragen sind, kann man aus der seitherigen Kontonummer und der alten Bankleitzahl (BLZ) die Iban erstellen.

In Zukunft wird es im europäischen Raum damit nur noch sogenannte Sepa Überweisungen geben (Single Euro Payment Area). Damit entfällt dann auch die BIC (Business Identifier Code), auf die man im deutschen Zahlungsraum schon seither verzichten konnte. Jetzt ist sie auch bei allen Zahlungen im europäischen Raum nicht mehr notwendig.

In Fachkreisen, insbesondere bei der Deutschen Bundesbank wird bezweifelt, dass die nunmehr für alle geltende Umstellung reibungslos erfolgt. Immerhin waren seither noch ca. 10 % der Überweisungen nicht sepafähig.

Ob man hier alles lückenlos umstellen kann, ist nicht sicher. Gerade ältere Menschen tun sich mit der Umstellung schwer, zumal auch viele kein Online-Banking nutzen. Den Banken ist es aber nicht erlaubt, weiterhin zu konvertieren. Sie müssen Aufträge mit Kontonummer und alter Bankleitzahl zurückweisen. Ob sie sich allerdings in der Praxis daran halten, oder ob sie nicht insbesondere bei älteren Kunden auch weiterhin Hilfestellung leisten, bleibt dahingestellt. Aber irgendwann werden auch die jetzt noch bestehenden ca. 10 % nicht sepafähigen Überweisungen verschwunden sein. Das wird durch die neue Regelung jetzt sicher beschleunigt.

Ein schwacher Trost ist immerhin noch, dass in Deutschland die Iban „nur“ 22 Stellen umfasst. In anderen Ländern sind es bis zu 34 Stellen.

Und last but not least muss man auch berücksichtigen, dass durch die wesentlich höhere Geschwindigkeit der Sepa-Überweisungen die Zahlungen in der Regel am folgenden Werktag beim Empfänger eingehen.

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