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Archive for February, 2016

Über die deutsche Langsamkeit von Unternehmen und Behörden

Unternehmer und Behörden in Deutschland sind, so Dr. Horst Siegfried Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de  ) sehr häufig von kaum zu überbietender Trägheit und Langsamkeit geprägt. Das Sprichwort „Zeit ist Geld“ kennen nahezu alle, aber oft wird in Deutschland danach nicht gehandelt. Vor einiger Zeit sprach ich mit einem chinesischen Unternehmer, der bereits seit über zwanzig Jahren in Deutschland verheiratet und als Unternehmer tätig war. Als ich ihn nach seiner wichtigsten unternehmerischen Erfahrung in Deutschland befragte, antwortete er spontan mit der Bemerkung „In Deutschland dauert alles dreimal so lange wie in China !“ Er sprach nicht bewundernd von deutscher Präzisionsarbeit; auch nicht von der Innovationskraft und nicht von deutscher Zuverlässigkeit oder Vertragstreue. Nein, die deutsche Langsamkeit war sein tiefsitzendes Erlebnis. Parallel hatte er in den letzten Jahren ein Unternehmen in seinem Heimatland aufgebaut und ist nun entnervt nach China zurückgekehrt, um dort seine unternehmerische Karriere fortzusetzen.

In den Tigerstaaten, in China und im übrigen Asien hat man verinnerlicht, das nicht die Guten die Schlechten besiegen, sondern die Schnellen immer die Gewinner über die Langsamen an den Märkten sind. Für die deutsche Langsamkeit gibt es selbst aus der Großindustrie Beispiele: Der neue ICE ( versprochen für 2009 ) lässt schon seit Jahren auf sich warten; der neue Berliner Flughafen seit Jahren überfällig; die Hamburger Elbphilharmonie stottert vor sich hin; der Stuttgarter Hauptbahnhof lässt auf sich warten; das Elektro-Automobil, wo Deutschland zwischenzeitlich nur noch in der “dritten Liga” spielt etc., etc. Bei der Registrierung von Flüchtlingsströmen ist die deutsche Bürokratie die Langsamste in Europa. Vielerorts dauert es Monate bis ein Flüchtling überhaupt einen Asyl-Beamten zu Gesicht bekommt. Oder man schaue auf die Baustellen auf deutschen Autobahnen mit den bekannten Sommerstaus. Selbst das Bundesverkehrsministerium ruft gegen die “deutsche Langsamkeit” auf und bat die Bürger “schlafende Baustellen” zu melden. In anderen Ländern stellt man, wenn man nach einem Jahr wieder in den Urlaub kommt, fest: “Oh, hier ist ja eine vollkommen neue Straße gebaut”. In Deutschland dauert so etwas Jahre !

Etwas spöttisch oder sarkastisch formuliert, ist auch meine vielfältige Gesprächs- und Beratungserfahrung mit deutschen Unternehmern die Folgende: Wenn man einen deutschen Unternehmer mit der Feststellung berät, dass 1 und 1 gleich zwei sind, dann bekommt man zur Antwort: „Da muss ich erst einmal meinen Steuerberater fragen“ (!). Nach einer Woche erhält man dann eine Rückäußerung, die dann meist lautet: Ja, das könnte richtig sein, aber ich denke noch einmal darüber nach. Selbst bei mathematisch oder logisch eindeutigen Ergebnissen ohne wählbare Alternativen braucht der deutsche Unternehmer Entscheidungszeiten, die jeder Schnecke zu Ehren gereichen würden. Das gilt auch für viele Staatsdiener und ganz häufig auch für Arbeitnehmer in der gewerblichen Wirtschaft, die zwar eine 40-Stunden-Woche haben, aber wegen Langsamkeit nur die Produktivität besitzen, die andere in der Hälfte der Zeit bewerkstelligen.

Zeit und Geschwindigkeit sind wesentliche Wettbewerbsfaktoren. Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit auf den globalen Märkten wird nicht steigen, sondern schleichend ( fast unmerklich ) über die Jahre und zukünftigen Dekaden mit fatalen Ergebnissen abnehmen, wenn wir es nicht lernen, mit einem präzisen, disziplinierten Zeitmanagement unternehmerische Aufgaben konzentriert umzusetzen. Andere machen das wesentlich besser und sind bereits heute die Wachstumsgewinner.

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Niedriger Ölpreis – Ein Segen?

Eigentlich ging man seither immer davon aus, dass hohe Ölpreise schlecht für uns sind.

Spätestens seit der Ölkrise in den 70 er Jahren mit autofreien Sonntagen, Lieferengpässen und rasant steigenden Ölpreisen schauten wir immer mit Sorge auf die Preisentwicklung und kannten eigentlich nur Preiserhöhungen, einmal abgesehen von gelegentlichen Preisschwankungen, die aber immer nur kurzfristiger Natur waren.

Es galt immer: Hohe Ölpreise bedeuten hohe Energiekosten für die Wirtschaft, hohe Kosten für die Autofahrer und hohe Heizkosten. Sie schwächen die Kaufkraft und sind deshalb schlecht, mehr oder weniger für alle.

Volkswirte gingen immer davon aus, dass fallende Ölpreise gut für die Konjunktur sind. In Modellrechnungen wurde nachgewiesen, dass z. B. ein Sinken des Ölpreises um 10 % zumindest in den westlichen Industrieländern zu einem Wirtschaftswachstum von zwischen 0,1 % und 0,5 % führt. Wie gesagt, Modellrechnungen und somit Theorie.

Dass die Praxis aber ganz anders aussehen kann, zeigt z. B. die wirtschaftliche Entwicklung in den USA und in Europa. Trotz eines Rückgangs der Ölpreise um rund 75 % ist von einer Beschleunigung der Konjunktur nicht wirklich etwas zu erkennen. Im Gegenteil sieht man im Augenblick insbesondere auch durch die Unsicherheiten am chinesischen Markt eher das Risiko einer Abkühlung der Weltwirtschaft. Das spiegelt sich sehr eindrucksvoll in der Kursentwicklung an den Aktienmärkten wider, und zwar weltweit. So hat allein der Dax seit Jahresbeginn über 8 % eingebüßt.

Vielfach wurde übersehen, dass der hohe Ölpreis, der zu entsprechend hohen Einnahmen der ölexportierenden Länder führt, für entsprechende Nachfrage nach Industriegütern gesorgt hat. Davon haben vor allem die exportstarken Nationen profitiert. Denn neben der Nachfrage nach Industrie- und Konsumgütern stieg auch die Nachfrage nach Investitionen in die Infrastruktur und alternative Energieformen.

Insgesamt gesehen haben diese Vorteile die gestiegenen Kosten wegen eines höheren Ölpreises i.d.R. immer mehr als kompensiert. Ganz sicher müssen jetzt wahrscheinlich einige volkswirtschaftliche Lehrmeinungen überprüft und gegebenenfalls auch geändert werden. Es gilt nicht mehr uneingeschränkt: „ Ein niedriger Ölpreis ist gut für die Konjunktur“. Vielmehr scheint sich jetzt alles mehr oder weniger umzudrehen. Wenn jetzt noch die amerikanische Wirtschaft, die ihren Aufschwung insbesondere auch zum großen Teil der Energieindustrie und dem Fracking verdankt abkühlt, wird der niedrige Ölpreis mehr und mehr zum Schreckgespenst der Weltwirtschaft.

Die Entwicklung des Ölpreises in den nächsten Monaten ist nur schwer einzuschätzen. Die ölexportierenden Länder werden ihre Produktion kaum drosseln können, denn sie brauchen die Einnahmen. Zudem ist der Iran wieder in den Markt eingestiegen. Steigende Energieeffizienz und alternative und erneuerbare Energien tun ihr Übriges.

Wollen wir hoffen, dass bald wieder „normale“ Verhältnisse einkehren damit man nicht sagen muss: „Ein sinkender Ölpreis kann die Weltwirtschaft ins Wanken bringen“.

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Unternehmensfinanzierung am Kapitalmarkt ohne Bankkredit mit der Dr. Werner Financial Service AG auch für KMU´s

Eine Unternehmensfinanzierung ist am Kapitalmarkt ohne Bankdarlehen mit Dr. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) auch für kleine und mittlere Unternehmen ab Euro 50.000,- zu günstigen Zinskonditionen ( 4,5 – 5,5 % p.a. ) umsetzbar. Die Durchführung und Abwicklung einer unternehmensgerechten Mezzanine-Finanzierung und bankenunabhängigen Unternehmensfinanzierung verlangt in erster Linie spezifisches Know-how über die Beteiligungsmärkte. Die Erstellung von aussagekräftigen Beteiligungs-Exposés, oder von Kapitalmarktprospekten bzw. Wertpapierprospekten und ergänzenden Verkaufsunterlagen ist dabei nur der erste Schritt.

Für die Privatplatzierung von Mezzanine-Finanzierungen wie z.B. Nachrangdarlehen, stillen Beteiligungen und Genussrechten bzw. Genussscheinen und Anleihen bzw. Inhaberschuldverschreibungen ist eine spezielle Strategie erforderlich, die neben der Öffentlichkeitsarbeit, dem Finanzmarketing und der Finanzmarkt-Kommunikation zur Etablierung eines Produktimages auch die Ansprache der richtigen Multiplikatoren (Finanzdienstleister) und Anlegerkreise beinhaltet. Es ist ein Platzierungsmanagement zu installieren und eventuell eine kleine Roadshow zur Präsentation vor Finanzdienstleistern und Investoren zu organisieren.

Die richtige Kapitalmarktstrategie zur Kapitalbeschaffung zu finden und gemeinsam mit dem Unternehmen zur Kapitalbeschaffung umzusetzen, bedarf langjähriger Erfahrung. Eine ergebnisorientierte Vorgehensweise und ein flexibles Handling der jeweiligen Unternehmensinteressen ist eine wichtige Aufgabe. Dafür sind professionelle Platzierungstätigkeiten und Verbindungen zu Kapitalmarktteilnehmern erforderlich, die zum Erfolg führen. Bei Hartnäckigkeit und Ausdauer steht am Ende die gewünschte Kapitalbeschaffung.

Die Kapitalmärkte und Beteiligungsmärkte sind klassische Eigenkapitalmärkte, auf denen sich von dritter Seite Eigenkapital gewinnen lässt. Die Banken andererseits haben ein Monopol auf die Kreditmärkte. Hier lässt sich kein Eigenkapital als Risikokapital akquirieren, sondern lediglich Kreditkapital über entsprechende Bankdarlehen. Eigenfinanzierungen und Eigenkapital dienen der Erhöhung der Eigenkapitalquote und sind für die Gesamtfinanzierungsfähigkeit eines Unternehmens unverzichtbar.

Für eine erfolgreiche Kapitalmarktemission sind eine gute Equity Story und die Umsetzung der Unternehmensinformationen durch eine kontinuierliche Finanzmarktkommunikation erforderlich. Für die Umsetzung der Platzierungsstrategien stehen die Dr. Werner Financial Service Group mit einem Full-Service zur Verfügung ( dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de).

Finanzierungsprobleme, Liquiditätsengpässe und Geldprobleme werden durch ein Private Placement, eine gute Kapitalmarkt-Emission und die richtige Emissionsstrategie mit einer kontinuierlichen Finanzmarktkommunikation auf Dauer beseitigt. Das Unternehmen erhält eine ständige Kapitalzufuhr aus den Beteiligungstranchen.

 

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Geld anlegen ist nach wie vor schwierig

– Ein Ende des Zinstiefs ist nicht zu erkennen –

Allein die Notenbanken bestimmen, wieviel Geld im Umlauf ist. Und das ist aus deren Sicht offensichtlich noch nicht genug.

Allein die EZB „flutet“ die Märkte auch weiterhin Monat für Monat mit 60 Milliarden Euro durch den Kauf von Staatspapieren. Ihr Ziel dabei ist, eine befürchtete Deflation zu verhindern und Preissteigerungsraten von knapp 2 % zu erreichen. Dieses Ziel liegt aber nach wie vor offensichtlich in weiter Ferne. Fachleute rechnen damit, dass die „Flutung“ mit billigem Geld noch bis mindestens Anfang 2017 anhält.

Durch den massiven Kauf von Staatsanleihen wird dieser Markt Monat für Monat immer mehr ausgetrocknet und steht damit anderen Anlegern nicht oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Vermögensverwalter sehen die EZB mehr und mehr als Konkurrent. Die starke Nachfrage treibt z.B. die deutschen Staatsanleihen auf Rekordkurse und drückt damit die Rendite für zehnjährige Laufzeiten auf gerade noch 0.6 % p.a. Bei kürzeren Laufzeiten gibt es inzwischen negative Renditen.

Durch das Ausweichen auf andere Anlagemöglichkeiten hat es naturgemäß entsprechende Auswirkungen gegeben. Davon haben sowohl die Märkte für liquide Anlagen als auch für weniger liquide Anlagen profitiert.

Der Dax hat sich seit März 2009 verdreifacht und in 2015 ist der Index um knapp 10 % gestiegen. Die derzeitigen Turbolenzen beim Dax dürften mehr vorübergehend sein, zeigen aber, dass auch die Aktienbörse keine „Einbahnstraße“ ist. Insgesamt dürfte aber nicht mehr viel Luft nach oben sein, denn die allgemein guten Unternehmensgewinne und die damit verbundenen Dividendenerwartungen spiegeln sich bereits in den Aktienkursen wider.

Immobilien, insbesondere in den Ballungsräumen, haben sich inzwischen erheblich verteuert. Von einer „Immobilienblase“ will noch niemand sprechen, aber Fachleute beobachten die Preisentwicklung in den deutschen Groß-und Mittelstädten zunehmend mit Sorge.

Angesichts dieser Entwicklung suchen die Anleger natürlich nach immer neuen Investitionsmöglichkeiten und sind offensichtlich bereit, auch höhere Risiken einzugehen.

Das zeigt z.B. die Entwicklung bei gesuchten Oldtimern oder wertvollen Kunstwerken. Insider meinen, dass einige Anleger inzwischen in Dinge investieren, in die sie sonst nie investiert hätten.

Noch nicht so in  den Focus geraten sind Industrieanleihen, ausgenommen vielleicht die der großen und namhaften Unternehmen. Hier besteht oder bestand eine erhöhte Nachfrage, die die Renditen allerdings erheblich nach unten gedrückt hat. Investoren sollten sich daher vielleicht auch überlegen, ob nicht auch Investitionen in kleinere und mittlere Unternehmen sinnvoll sind, auch mit Blick auf einen gesunden „Anlagemix“. Die hier angebotenen Beteiligungsmöglichkeiten bieten durchaus attraktive Renditen.

Egal, wo sie anlegen oder investieren, wichtig ist eine möglichst breite Risikostreuung.

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