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Geld anlegen ist nach wie vor schwierig

– Ein Ende des Zinstiefs ist nicht zu erkennen –

Allein die Notenbanken bestimmen, wieviel Geld im Umlauf ist. Und das ist aus deren Sicht offensichtlich noch nicht genug.

Allein die EZB „flutet“ die Märkte auch weiterhin Monat für Monat mit 60 Milliarden Euro durch den Kauf von Staatspapieren. Ihr Ziel dabei ist, eine befürchtete Deflation zu verhindern und Preissteigerungsraten von knapp 2 % zu erreichen. Dieses Ziel liegt aber nach wie vor offensichtlich in weiter Ferne. Fachleute rechnen damit, dass die „Flutung“ mit billigem Geld noch bis mindestens Anfang 2017 anhält.

Durch den massiven Kauf von Staatsanleihen wird dieser Markt Monat für Monat immer mehr ausgetrocknet und steht damit anderen Anlegern nicht oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Vermögensverwalter sehen die EZB mehr und mehr als Konkurrent. Die starke Nachfrage treibt z.B. die deutschen Staatsanleihen auf Rekordkurse und drückt damit die Rendite für zehnjährige Laufzeiten auf gerade noch 0.6 % p.a. Bei kürzeren Laufzeiten gibt es inzwischen negative Renditen.

Durch das Ausweichen auf andere Anlagemöglichkeiten hat es naturgemäß entsprechende Auswirkungen gegeben. Davon haben sowohl die Märkte für liquide Anlagen als auch für weniger liquide Anlagen profitiert.

Der Dax hat sich seit März 2009 verdreifacht und in 2015 ist der Index um knapp 10 % gestiegen. Die derzeitigen Turbolenzen beim Dax dürften mehr vorübergehend sein, zeigen aber, dass auch die Aktienbörse keine „Einbahnstraße“ ist. Insgesamt dürfte aber nicht mehr viel Luft nach oben sein, denn die allgemein guten Unternehmensgewinne und die damit verbundenen Dividendenerwartungen spiegeln sich bereits in den Aktienkursen wider.

Immobilien, insbesondere in den Ballungsräumen, haben sich inzwischen erheblich verteuert. Von einer „Immobilienblase“ will noch niemand sprechen, aber Fachleute beobachten die Preisentwicklung in den deutschen Groß-und Mittelstädten zunehmend mit Sorge.

Angesichts dieser Entwicklung suchen die Anleger natürlich nach immer neuen Investitionsmöglichkeiten und sind offensichtlich bereit, auch höhere Risiken einzugehen.

Das zeigt z.B. die Entwicklung bei gesuchten Oldtimern oder wertvollen Kunstwerken. Insider meinen, dass einige Anleger inzwischen in Dinge investieren, in die sie sonst nie investiert hätten.

Noch nicht so in  den Focus geraten sind Industrieanleihen, ausgenommen vielleicht die der großen und namhaften Unternehmen. Hier besteht oder bestand eine erhöhte Nachfrage, die die Renditen allerdings erheblich nach unten gedrückt hat. Investoren sollten sich daher vielleicht auch überlegen, ob nicht auch Investitionen in kleinere und mittlere Unternehmen sinnvoll sind, auch mit Blick auf einen gesunden „Anlagemix“. Die hier angebotenen Beteiligungsmöglichkeiten bieten durchaus attraktive Renditen.

Egal, wo sie anlegen oder investieren, wichtig ist eine möglichst breite Risikostreuung.

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