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Archive for June, 2016

Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) mit und ohne Prospekt zur Hinterlegung bei der BaFin

Die Regeln zum Vermögensanlagen-Informationsblatt sind u.a. in § 13 VermAnlG und in der Verordnung zur Durchführung des § 15 Absatz 4 des Vermögensanlagengesetzes (Vermögensanlagen-Informationsblatt-Bestätigungsverordnung – VIBBestV) normiert. Ein Anbieter, der im Inland Vermögensanlagen öffentlich anbietet, muss vor dem Beginn des öffentlichen Angebots neben dem Verkaufsprospekt auch ein Vermögensanlagen-Informationsblatt erstellen. Das Vermögensanlagen-Informationsblatt darf nicht mehr als drei DIN-A4-Seiten umfassen. Es muss die wesentlichen Informationen über die Vermögensanlagen in übersichtlicher und leicht verständlicher Weise enthalten.

Der Anbieter muss also zum Verkaufsprospekt ein Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) für die Vermögensanlage erstellen, bei der BaFin zusammen mit dem Kapitalmarktprospekt hinterlegen und an den Zahlstellen bereithalten. Das VIB muss auf maximal drei DIN-A4-Seiten kurz und verständlich über die angebotene Vermögensanlage informieren. Das VIB muss während der gesamten Dauer des öffentlichen Angebots in der aktuellen Fassung auf der Internetseite des Anbieters zugänglich sein. Die BaFin prüft allerdings den Inhalt des VIBs während des Prospektprüfungsverfahrens nicht. Hierauf muss der Anbieter im VIB auch hinweisen. Für Ihre Anlageentscheidung des Anlegers sollte also der Prospekt maßgeblich sein, der alle vorgeschriebenen Informationen umfasst.

Bei einem Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) ohne Prospekt – so Dr. Horst Werner www.finanzierung-ohne-bank.de – gilt eine Hinterlegungspflicht bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ( BaFin ) nur unter besonderen Bedingungen. Ist die Erstellung eines Verkaufsprospekts nach § 2a oder § 2b Vermögensanlagengesetz n.F.( Prospektbefreiung bei Schwarmfinanzierungen und Prospektbefreiung bei sozialen und gemeinnützigen Projekten ) entbehrlich, kann die Hinterlegung des VIB per Post oder per Telefax erfolgen. Alternativ ist eine elektronische Hinterlegung über das Melde- und Veröffentlichungsportal (MVP-Portal) möglich. Nach einmaliger Anmeldung zu dem Fachverfahren Prospekte ( WpPG/ VermAnlG ) können so die Dokumente sicher und verschlüsselt an die BaFin übermittelt werden. In diesem Fall muss das VIB u.a. folgenden Hinweis enthalten: „Für die Vermögensanlage wurde kein von der BaFin gebilligter Verkaufsprospekt erstellt. Weitergehende Informationen erhält der Anleger unmittelbar vom Anbieter oder Emittenten der Vermögensanlage.”

Es findet keine inhaltliche Überprüfung des Vermögensanlagen-Informationsblatts (VIB) durch die BaFin statt.Aufgrund der Entscheidung des Gesetzgebers findet eine Kontrolle des VIB durch die BaFin nur nach formalen Kriterien statt, beispielsweise daraufhin, ob die Seitenbegrenzung ( nicht mehr als drei DIN-A4-Seiten ) beachtet wurde, ob Angaben zur Identität des Anbieters aufgenommen wurden und keine sonstigen offensichtlichen Mängel vorliegen. Das VIB muss für die Dauer des öffentlichen Angebots auf der Internetseite des Anbieters zugänglich sein und bei den im Verkaufsprospekt

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Negativzinsen vermeiden und gleichzeitig relativ sichere, höhere Zinsen erhalten

Die Zinsen sind für lange Zeit auf dem Nullpunkt und es drohen sogar sogen. Negativzinsen, die es zu vermeiden gilt. Der wöchentlich erscheinende Investoren-Brief hilft Anlegern und Investoren mit interessanten Beteiligungsangeboten gefährdetes Bargeld in Sachwert-Beteiligungen so anzulegen, dass das Geld vor Negativzinsen der Banken auch morgen noch sicher ist ( siehe: www.investoren-brief.de ) ! In dem jeden Donnerstag erscheinenden Investoren-Brief informiert die Dr. Werner Financial Service AG über interessante, neue Beteiligungsangebote, Sachwertangebote und das Neueste auf dem Finanzmarkt und aktuelle Entwicklungen in der Steuerrechtsprechung.

Unter Negativzinsen versteht man nach Wikipedia „Zinsen, mit denen ein Guthaben prozentual belastet wird. Wirtschaftlich gesehen sind es Minuszinsen, die auf Guthaben erhoben werden können und vom Gläubiger gezahlt werden müssen oder von der Rückzahlung des Guthabens abgezogen werden“. Bei diesem Minuszins, der auch Strafzins genannt wird, verliert der Kapitalgeber ( also der Sparer bzw. Sparkonten- oder Festzinskonten-Inhaber ) über einen bestimmten Zeitraum einen gewissen Prozentsatz seines Gelds, der dem Kapitalnehmer ( der Bank ) gutgeschrieben wird. Um diesen Kosten zu entgehen, können Geldguthaben so in Sachwerte ( außerhalb der Banken ) angelegt werden, dass der zwangsweise Abzug von Minuszinsen nicht möglich ist. Gleichzeitig werden relativ sichere, grundschuldbesicherte Darlehensanlagen geboten, die deutlich mehr – teilweise bis zu 7 % p.a. – bieten als die „Nullzinsen“ der Banken. Wer die richtige Anlagewahl trifft, entgeht der möglichen Belastung mit Negativzinsen und erhält sogar noch einen sehr ansehnlichen positiven Zinsertrag, ohne spekulieren zu müssen.

Mit bonitätsmäßig starken, mittelständischen Unternehmen können auch kurzfristige Geldanlagen – ab einem Jahr – vereinbart werden. Meist besteht die Wahl zwischen viertel-, halbjährlichen oder jährlichen Zinsausschüttungen oder die Wahl von thesaurierenden Anlagen mit Zins- und Zinseszinseffekt und einer endfälligen Ausschüttung und Kapitalrückzahlung.

Noch zieren sich die meisten Banken von Kleinsparern einen Zinsabschlag auf Kontoeinlagen zu verlangen. Weiter sind bereits die deutschen Finanzämter: Sie haben für sich bereits festgelegt, was passiert, wenn Kunden künftig dafür zahlen müssen, dass sie Geld bei ihrer Bank auf ein Konto einzahlen. Die Verluste aus Negativzinsen dürfen nicht als Werbungskosten beim Finanzamt abgesetzt werden.

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Die prospektfreien Bereichsausnahmen ( Bagatellgrenzen ) bei den mezzaninen Finanzinstrumenten

von Dr. Horst WERNER, Göttingen

Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen gehören gemäß § 1  Abs. 2 Nr. 3 und 4 Vermögensanlagengesetz n.F. ab dem 10. Juli 2015 zu den Vermögensanlagen als Finanzinstrumente, für die die u.g. Bereichsausnahmen ebenfalls gelten, wonach u.a. eine Prospektpflicht nicht besteht, sofern nicht mehr als 20 Nachrang-Darlehensanteile platziert werden. Diese „Geringfügigkeitsgrenze“ für Vermögensanlagen wurde jetzt auch entsprechend einer klarstellenden Mitteilung der BaFin für Nachrangdarlehen bestätigt ( BaFin-Information von Anfang Juli 2015 ), so dass Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen außerhalb von Crowdfunding-Portalen in gewissem Umfang frei platziert werden dürfen, soweit eben nicht mehr als 20 Nachrangdarlehens-Anteile “verkauft” werden. Die Höhe der dabei platzierten Nachrangdarlehensanteile ist ohne Bedeutung, so dass bei den 20 Anteilen keine Betrags- bzw. Volumen-Beschränkungen bestehen. Soweit es mehr als 20 Nachrangdarlehens-Anteile sind, ist der Verkauf bis zu Euro 2,5 Mio. nur über Crowdfunding-Portale prospektfrei möglich, wobei der einzelne Anleger nicht mehr als Euro 10.000,- zeichnen darf. Gem. § 2 Abs. 1 Nr. 3 c) VermAnlG bleiben Nachrangdarlehen ab einer Mindestbeteiligung von Euro 200.000,- sogar wieder in Gänze prospektfrei bzw. BaFin-frei.

Auf die Höhe des Beteiligungskapitals und auf die Höhe des aufzunehmenden Finanzierungsvolumens kommt es bei der Begrenzung auf 20 Beteiligte / Anteile nicht an. Infolgedessen gibt es für alle Unternehmen folgende Möglichkeiten und Finanzierungschancen: Kapital von Privat ohne Prospektpflicht und ohne Wertpapieraufsichtsgenehmigung. Dies gilt ohne Geringfügigkeitsgrenze vollkommen ohne Einschränkung für die grundschuldbesicherte Darlehen.

Die Beteiligungskapital-Beschaffung ohne BaFin-Prospekt: Mit dem Abschnitt I des Vermögensanlagengesetzes wird der Geltungsbereich des Vermögensanlagengesetzes zunächst auch auf Nichtwertpapiere ausgedehnt ( § 1 Abs. 2 Nr. 1 – 7 VermAnlG n.F. ). Dies sind z.B. die nicht wertpapierverbrieften stillen Beteiligungen, vinkulierte Namensgenussrechte, Namensschuldverschreibungen, partiarische Darlehen, Nachrangdarlehen, Direktinvestments oder KG-Anteile. Davon gibt es gem. § 2 Abs. 1 Nr. 3 – 9 VermAnlG acht Ausnahmetatbestände von der Prospektpflicht ( Bereichsausnahmen ), soweit die gesetzlichen Eingreifkriterien unterschritten werden. Prospekt- und BaFin-frei sind:

  1. Genossenschaftsanteile
  2. Versicherungen und Pensionsvereine
  3. (a) Maximal 20 ( Anteile ) Beteiligte pro Finanzinstrument
    oder aber
    (b) mehr Beteiligte, jedoch bei einem maximalen Beteiligungs- Gesamtbetrag bis Euro 100.000,– innerhalb von 12 Monaten
    oder aber
    (c) jeder Kapitalgeber mit einer Mindestbeteiligung von über Euro 200.000,– und
    (d) bei Wertpapieren bei einer Mindestzeichnungssumme von über Euro 100.000,– siehe WpPG § 3 Abs. 2 Ziff. 3 gezeichnet werden.
  4. Angebote an qualifizierte Anleger (z.B. Wertpapierhändler) und/oder bei Wertpapieren an unter 150 nicht qualifizierte Anleger ( = Privatanleger ) – siehe § 3 Abs. 2 Ziff. 2 WpPG
  5. Anlageangebote, für die schon ein genehmigter Verkaufs-Prospekt besteht
  6. Beteiligungsangebote an einen bestimmten Personenkreis wie Arbeitnehmer ( = Mitarbeiterbeteiligung ) einschließlich der verbundenen Unternehmen
  7. Staatliche Emittenten ( Anstalten öffentlichen Rechts ) etc.
  8. Verschmelzung und Übernahme von Tochtergesellschaften

Auch Wertpapierprospekte sind nach dem Wertpapierprospektgesetz BaFin-genehmigungsfrei, wenn die Mindestzeichnungssumme des zu platzierenden Wertpapiers mindestens Euro 100.000,- ( oder höher ) beträgt.

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Private Rentenversicherungen

– Keine Erträge aber Steuern –

Durch die inszwischen lang anhaltende Niedrigzinsphase geraten die klassischen Kapitalversicherungen und die privaten Rentenversicherungen immer mehr „unter die Räder“.
Nach Feststellungen des Analysehauses Morgen & Morgen müssen Neukunden im Durchschnitt 23 Jahre sparen, um garantiert im Plus zu landen. Dabei kommt den Kosten der Versicherer eine immer größere Bedeutung zu.
Aber mit dem niedrigen Zins und den damit verbundenen Renditeproblemen ist es nicht getan. Über Jahrzehnte hatte die Versicherungswirtschaft steuerliche Privilegien. Zwar wurden die Beiträge weitgehend aus versteuerten Einkommen bezahlt, in der Auszahlungsphase jedoch wurden die Erträge nur mit einem pauschalisierten Ertragsanteil der Steuer unterworfen. Nach dem Einkommensteuergesetz kann der Gesetzgeber diese Regelung treffen.
Für viele Versicherte hatte das lange Zeit steuerliche Vorteile. So zahlt zum Beispiel ein 65 Jahre alter Versicherter auf 18 Prozent seiner Rente seinen persönlichen Steuersatz und lag damit in der Regel besser als in der echten Besteuerung von Kapitaleinkünften bzw. später mit dem pauschalen Abgeltungssatz von 25 Prozent.

Das hat sich inzwischen durch die Niedrigzinsphase oftmals ins Gegenteil gewandelt. Beispielregelungen haben ergeben dass die „echten Ertragsanteile“ bis ungefähr ins Jahr 2006 über den pauschalierten 18 Prozent lagen. Sie betrugen beispielsweise im Jahr 1996 noch über 48 Prozent und im Jahr 2001 immerhin noch runde 35 Prozent. Inzwischen liegt der „echte Ertragsanteil“ im Minusbereich. Der Versicherte versteuert also Erträge, die die Versicherungspolice garnicht erwirtschaftet hat.

Die somit entstandene „Doppelbesteuerung“ sollte ja eigentlich durch die Pauschalisierung vermieden werden.

Während einige Stimmen hier Handlungsbedarf sehen, sieht das Bundesministerium keine Notwendigkeit, hier Änderungen vorzunehmen. Es gäbe nun einmal Phasen, in denen die pauschalisierten Ertragsanteile günstiger sind und eben auch Phasen, wo sie ungünstiger sind. Eine ständige Anpassung der Ertragsanteile sei zu aufwendig.

Wie auch immer, die inzwischen lang anhaltende Niedrigzinsphase führt immer wieder zu Verwerfungen in Bereichen, die man anfangs noch nicht „im Auge“ hatte.

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Weiterhin Wirtschaftswachstum

– Können wir uns zufrieden zurücklehnen ? –

Auf den ersten Blick auf jeden Fall, liegen wir doch damit an der Spitze im Europäischen Wirtschaftsraum und auch in der Weltwirtschaft ganz vorn.

Auch die Zukunftsprognosen sind sehr gut. Wirtschaftsfachleute halten den Wirtschaftsaufschwung nach wie vor für „robust“. Die Deutsche Bundesbank erwartet für das laufende Jahr einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,7 Prozent und für 2017 ein Plus von 1,4 Prozent. Sie hat dabei die Prognosen vom Dezember 2015 leicht nach unten korrigiert.

Angesichts dieser Zahlen ist man doch schnell geneigt zu sagen: Dann ist doch alles in bester Ordnung.

Und hier setzen die warnenden Stimmen der Kritiker an. Sie verweisen darauf, dass die gute Konjunktur schnell das Gefühl vermittelt, uns geht’s doch „prima“ und damit den Weg freimacht, in eine „Selbstzufriedenheitsfalle“ zu tappen.

Die gute Konjunktur wird im Moment sehr stark von der Binnennachfrage getragen. Hier wirken sich insbesondere der günstige Euro-Kurs, die niedrigen Zinsen, der niedrige Ölpreis und die hohen Lohnabschlüsse positiv aus. Aber auf lange Sicht gesehen können wir vom Konsum allein nicht leben.

Gerade bei einer guten bis sehr guten Konjunkturlage verliert man schnell wichtige Punkte und Rahmenbedingungen aus den Augen. Die Exporte wachsen im Augenblick nur noch um zwei Prozent. Im Frühjahr war man noch von 3,5 Prozent ausgegangen. Gerade bei einer stark exportorientierten Wirtschaft wie in Deutschland ist es von großer Bedeutung, seine Wettbewerbsfähigkeit nicht zu verlieren. Ein kürzlich veröffentliches Ranking des IMD (International Institut for Management Development) zeigt, dass Deutschland  in der Liste der internationalen Wettbewerbsfähigkeit um zwei Plätze auf Rang 12 abgerutscht ist. Nach Meinung der Experten hat Deutschland einen Teil seiner Stärke im internationalen Handel verloren.

Die Wirtschaftsexperten geben dabei der Regierung eine Mitschuld. So ist es nach deren Meinung teilweise versäumt worden, wichtige Rahmenbedingungen zu verbessern. Erfahrungsgemäß werden Regierungen schnell selbstzufrieden, wenn die Wirtschaft gut läuft. Man übersieht, dass Reformbedarf besteht und dass Maßnahmen dringend durchgeführt werden müssen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Dazu kommt, dass nächstes Jahr Bundestagswahlen anstehen. Da hält man sich gern mit unpopulären Maßnahmen zurück oder verlegt populäre Maßnahmen in die kommende Legislaturperiode und macht damit Wahlkampf.

Innerhalb der nächsten zehn Jahre werden Millionen Arbeitsplätze aus demografischen Gründen frei. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn nicht alle können mit jungen Leuten besetzt werden. Wenn man diese Lücken nicht schließen kann, zum Beispiel durch Zuwanderung, entsteht ein dramatischer Wohlstandsverlust.

Ein weiterer dringender Reformbedarf besteht bei der Belastung durch Steuern und Sozialabgaben. Deutschland belegt hier in beiden Bereichen einen Spitzenplatz.

Hier besteht also dringender Handlungsbedarf. Die Hauptaufgabe besteht dabei darin, die Steuern so zu bemessen, dass die Wirtschaft gedeiht, ohne die Finanzierung der staatlichen Aufgaben zu vernachlässigen.

Es gibt viel zu tun, hoffentlich nicht nur mit Wahlversprechen.

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Anlegermessen, Finanzierungs-Meetings, Fonds-Kongresse und Investoren-Konferenzen zur Unternehmensfinanzierung

Unternehmen haben ständig die Chance, sich auf Anleger- und Investoren-Messen zu präsentieren und ihr Geschäftsmodell zur Kapitalaufnahme vorzustellen ( siehe www.finanzierung-ohne-bank.de ). Derartige Finanzmessen und Kapitalgeber-Kongresse finden jeden Monat verteilt über ganz Deutschland statt. Einige Messen sind richtige „Institutionen“ und Marken geworden. Z.B. ist das bekannte „Deutsche Eigenkapitalforum“ eine Gemeinschafts-Institution der Deutschen Börse und der KfW-Bank, um innovative Unternehmer und Kapitalgeber in eigens organisierten Veranstaltungen an allen acht Börsen-Standorten zusammen zu führen. Derartige Unternehmer-Investoren-Meetings finden regelmäßig an allen Plätzen der deutschen Wertpapierbörsen statt und stehen auch für Start-up-Unternehmen und KMU´s offen. Innovation und unternehmerische Dynamik sind die erwarteten Kriterien der Forumsteilnahme. Interessierte Unternehmer finden stets die aktualisierten Veranstaltungstermine und Veranstaltungsorte auf http://www.eigenkapitalforum.com und www.messeninfo.de/Anlegermessen-Y14-S1.html  unter dem Menüpunkt „Anlegermessen-Deutschland“ finden kapitalsuchende Unternehmen einen veröffentlichten Messekalender mit allen Veranstaltungsterminen und Anlegermesse-Orten. Ein Messekalender wird auch wöchentlich im http://www.investoren-brief.de  von der Dr. Werner Financial Service Group veröffentlicht. Unmittelbarer können sich anbahnende Anlegerkontakte und Investorengespräche nicht abgehalten werden. Auch über Google mit der Eingabe „Finanzmessen“ oder „Anlegermessen“ finden Unternehmer den direkten Zugang zur Anmeldung auf solchen über das ganze Jahr verteilten, häufig stattfindenden Anlegermessen mit sämtlichen Kosten- und Teilnahmegebühren.

Spezielle Investoren-Meetings bzw. Investorenkonferenzen werden auch von privaten Kapitalmarktdienstleistern zum Treffen von Anbietern und Nachfragern mit dem Ziel des Abschlusses von Beteiligungsverträgen organisiert und durchgeführt. Derartige Veranstaltungen, auch „Finanz-Matching-Treffen“ genannt, werden in gesonderten Moderations-Veranstaltungen organisiert und angemeldete Unternehmen mit den interessierten Investoren eingeladen. Bekannt sind solche Matching-Veranstaltungen auch in New York, wo man bei den Veranstaltern seine Unternehmensunterlagen einreichen muss und gegen eine Eintrittsgebühr von $ 10.000,- an dem Matching teilnehmen kann. Dort erhält man die Gelegenheit, sich vor professionellen Kapitalgebern in einem bis zu 30-minütigen Vortrag zu präsentieren und unmittelbar mit den anwesenden Investoren zu sprechen.

Ein Fonds-Treff ist z.B. die alljährlich im Herbst in Dortmund ( Westfalenhalle ) stattfindende Messe „DKM“ mit regelmäßig über 15.000 Messebesuchern – siehe www.dkm-messe.de . Darüber hinaus gibt es noch weitere Fonds-Messen an anderen Messe-Standorten. Die DKM ist offenbar die größte Anleger- und Fondsmesse in Deutschland.

Das Business Angel Netzwerk Deutschland e.V. mit Sitz in Essen veranstaltet ebenfalls an wechselnden Standorten Messen bzw. Tagungen von kapitalsuchenden Unternehmen und investitionsbereiten Kapitalgebern ( siehe www.business-angels.de ), wo sich die Unternehmen auf kleineren Tagungsständen kostengünstig mit ihren Beteiligungsangeboten präsentieren können.

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Enteignung der Sparer ?

Wir alle kennen inzwischen diese These. Sie kommt von allen Seiten und hat letztlich nur einen Adressaten, die Europäische Zentralbank mit seinem Präsidenten Mario Draghi.

Aber findet durch die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank tatsächlich eine Enteignung statt? Sowohl Herr Draghi als auch der Bundesbank-Präsident Jens Weidmann haben dazu Stellung bezogen und unisono erklärt, dass dieser Vorwurf unberechtigt sei. Der Präsident der EZB sagte, ihm sei die Lage der Sparer sehr wohl bewusst und der Präsident der Bundesbank ließ verlauten, er könne die Sorgen der Sparer nachvollziehen, die derzeit auf ihre sicheren Anlagen kaum oder keine Erträge erhalten. Beide verwiesen darauf, dass durch die geringe bis nicht vorhandene Geldentwertung die Realverzinsung von Spareinlagen bei null oder darüber lägen. Und nur diese realen Erträge würden zählen. Im Vergleich zum Durchschnitt der 90er–Jahre wäre die derzeitige Situation besser. Damals lag die Inflationsrate oftmals über den Zinsen, sodass hier tatsächlich ein Kapitalverlust entstand. Soll jetzt hier nur etwas „schön geredet“ werden oder ist es tatsächlich so, dass es den Sparern in früheren Jahren oftmals unter dem Strich schlechter ging als heute?

Um diese Frage zu beantworten, hilft ein Blick auf die Statistik der letzten Jahrzehnte schnell weiter. Aus Zahlen der Deutschen Bundesbank für den Zeitraum von 1972 bis 2014 geht hervor, dass in diesen insgesamt 504 Monaten (42 Jahre) der reale Zins in insgesamt 299 Monaten im Negativbereich lag, also in mehr als der Hälfte des gesamten Zeitraums.

Es ist also mehr ein psychologisches Problem. Der höhere Zins in der Vergangenheit hat offensichtliche darüber hinweg getäuscht, dass der Realzins wegen hoher Inflation negativ war.

Im Zusammenhang mit der Diskussion über Sinn und Zweck der Nullzinspolitik hat Herr Draghi aber auch darauf hingewiesen, dass es letztlich der Sparer selbst in der Hand hat, wie hoch seine Kapitalerträge ausfielen. „Die Sparer müssen ihr Geld nicht nur auf dem Sparbuch anlegen, sondern haben auch andere Möglichkeiten“.

So etwas lässt sich natürlich leicht sagen. Aber welche Möglichkeiten bieten sich denn einem „durchschnittlichen“ Sparer? Anlagen in Immobilien erfordern oftmals Anlagebeträge, die dem normalen Anleger nicht immer zur Verfügung stehen. Der Anleihemarkt ist Dank der Aufkäufe durch die EZB leergefegt. Entsprechend niedrig sind die Renditen, auf die man sich auch noch lang- und mittelfristig festlegt. Bei einem Zinsanstieg drohen hier massive Kursverluste. Die Risiken des Aktienmarkts sin hinreichend bekannt.

Letztlich kann man nur versuchen, durch einen „Mix“ von Anlagen Risiko und Ertrag in einen vernünftigen Rahmen zu bringen. In diesem Zusammenhang ist es durchaus überlegenswert, die eine oder andere Firmenbeteiligung näher anzuschauen. Es gibt hier interessante Anlagen in Form von Stillen Beteiligungen, Nachrangdarlehen, grundschuldbesicherten Darlehen und Anleihen, die interessante Renditen anbieten.

Als „Beimischung“ für eine gestreute Anlagestrategie sicher überlegenswert.

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