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Private Rentenversicherungen

– Keine Erträge aber Steuern –

Durch die inszwischen lang anhaltende Niedrigzinsphase geraten die klassischen Kapitalversicherungen und die privaten Rentenversicherungen immer mehr „unter die Räder“.
Nach Feststellungen des Analysehauses Morgen & Morgen müssen Neukunden im Durchschnitt 23 Jahre sparen, um garantiert im Plus zu landen. Dabei kommt den Kosten der Versicherer eine immer größere Bedeutung zu.
Aber mit dem niedrigen Zins und den damit verbundenen Renditeproblemen ist es nicht getan. Über Jahrzehnte hatte die Versicherungswirtschaft steuerliche Privilegien. Zwar wurden die Beiträge weitgehend aus versteuerten Einkommen bezahlt, in der Auszahlungsphase jedoch wurden die Erträge nur mit einem pauschalisierten Ertragsanteil der Steuer unterworfen. Nach dem Einkommensteuergesetz kann der Gesetzgeber diese Regelung treffen.
Für viele Versicherte hatte das lange Zeit steuerliche Vorteile. So zahlt zum Beispiel ein 65 Jahre alter Versicherter auf 18 Prozent seiner Rente seinen persönlichen Steuersatz und lag damit in der Regel besser als in der echten Besteuerung von Kapitaleinkünften bzw. später mit dem pauschalen Abgeltungssatz von 25 Prozent.

Das hat sich inzwischen durch die Niedrigzinsphase oftmals ins Gegenteil gewandelt. Beispielregelungen haben ergeben dass die „echten Ertragsanteile“ bis ungefähr ins Jahr 2006 über den pauschalierten 18 Prozent lagen. Sie betrugen beispielsweise im Jahr 1996 noch über 48 Prozent und im Jahr 2001 immerhin noch runde 35 Prozent. Inzwischen liegt der „echte Ertragsanteil“ im Minusbereich. Der Versicherte versteuert also Erträge, die die Versicherungspolice garnicht erwirtschaftet hat.

Die somit entstandene „Doppelbesteuerung“ sollte ja eigentlich durch die Pauschalisierung vermieden werden.

Während einige Stimmen hier Handlungsbedarf sehen, sieht das Bundesministerium keine Notwendigkeit, hier Änderungen vorzunehmen. Es gäbe nun einmal Phasen, in denen die pauschalisierten Ertragsanteile günstiger sind und eben auch Phasen, wo sie ungünstiger sind. Eine ständige Anpassung der Ertragsanteile sei zu aufwendig.

Wie auch immer, die inzwischen lang anhaltende Niedrigzinsphase führt immer wieder zu Verwerfungen in Bereichen, die man anfangs noch nicht „im Auge“ hatte.

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