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Der Immobilienmarkt beginnt sich zu beruhigen

– Der Preisanstieg hat sich verlangsamt –

Es gibt zwar immer noch einen Preisanstieg, dieser fällt aber gegenüber den Vorjahreszahlen wesentlich niedriger aus. Das geht aus den Erhebungen eines Hamburger Immobilien-Instituts hervor. Danach haben sich die Preissteigerungen im Bundesdurchschnitt bei Eigentumswohnungen von 1,8 Prozent im letzten Quartal 2015 auf 0,2 Prozent im ersten Quartal 2016 deutlich verringert. Bei Einfamilienhäusern ging der Preisanstieg im selben Zeitraum von 1,6 Prozent auf 0,8 Prozent zurück.

Unsicher sind sich die Marktexperten indes über die Gründe des Preisrückgangs. Nachdem sich die Rahmenbedingungen, nämlich Zinsniveau und gute Wirtschaftslage, nahezu nicht verändert haben, deutet die Entwicklung eigentlich auf eine beginnende Marktsättigung hin. Es kann aber durchaus auch sein, dass die Vergleichszahlen mit dem letzten Quartal des Vorjahres durch verstärkte Käufe zum Jahresende beeinflusst worden sind. Insofern wird die weitere Entwicklung zeigen, ob hier tatsächlich eine beginnende Marktsättigung vorliegt, oder ob die unterschiedlichen Vergleichszeiträume ein Bild abgeben, dass täuscht.

Aber selbst wenn sich mittelfristig eine gewisse Marktsättigung ergeben sollte, so wird es nach wie vor eine stabile Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeimmobilien geben. Die im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten immer noch hohen Renditen locken Investoren in Investitionen auf dem Immobilienmarkt. Das betrifft insbesondere die Versicherungswirtschaft, die stark unter dem Verfall der Renditen am Anleihemarkt zu leiden hat. Bislang konnten die Versicherungen den Zinsrückgang am Markt zumindest zum Teil mit besser verzinslichen Anleihen im Bestand kompensieren. Diese „Altanleihen“ werden aber sukzessive fällig und müssen neu angelegt werden. Mangels Alternativen weichen sie nun verstärkt auf Investitionen im Immobilienbereich aus. Mit Renditen bei Immobilien von immerhin noch im Durchschnitt über 4 Prozent versuchen die Versicherer, die Garantieversprechen bei Lebensversicherungen zu halten.

Aber auch andere Investoren und Selbstnutzer werden nach wie vor für eine stabile Nachfrage sorgen. Die trotz des schon sehr niedrigen Zinsniveaus immer noch fallenden Zinsen und die Aussicht auf gute Mietverträge kompensieren die zum Teil stark gestiegenen Preise.

Last but not least sorgt der „Brexit“ für neue Impulse am Immobilienmarkt. Die durch den „Brexit“ ausgelöste Stärkung des Finanzplatzes Frankfurt wird nach Meinung von Experten in Frankfurt einen „Immobilien-Boom“ auslösen. Für London hingegen erwarten Experten stark fallende Preise. Das gleiche gilt für die gesamte Insel.

Bei allen weiterhin positiven Aussichten darf man trotzdem nicht übersehen, dass auch bei guter Marktsituation Risiken vorhanden sind. Änderungen und Verschiebungen beim Zinsniveau und bei den Mietverträgen können gravierende Auswirkungen haben. Schließlich haben wir in der Vergangenheit gelernt, dass es auch bei Immobilien den Begriff „Preisverfall“ gibt.

Das unterstreicht immer wieder alte Regel, nicht nur auf „ein Pferd“ zu setzen sondern bei Geldanlagen immer auf eine breite Streuung zu achten.

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