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Brexit – Beginnt nun die befürchtete Rezession?

Brexit – Beginnt nun die befürchtete Rezession?

Es sieht ganz danach aus. Nun zeichnet sich ab, was viele Experten schon vor der Brexit-Entscheidung vom 23. Juni prognostiziert hatten.

Der Chef der britischen Notenbank Mark Carney hatte schon vor Monaten vor der Gefahr einer Rezession gewarnt. Seine Warnungen wurden aber von den Befürwortern eines Austritts Großbritaniens aus der EU als „Horrorgeschichten“ bezeichnet.

Nun sieht es ganz danach aus, als solle er Recht behalten. Es geht rapide abwärts in Großbritanien.

Vor dem „Brexit“ hatte das Land eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Das Wirtschaftswachstum war stärker als in den EU-Ländern, der Arbeitsmarkt war stabil und die Immobilienpreise stiegen. Wahrscheinlich hatte diese positive Wirtschaftsentwicklung zu einer gefährlichen „Selbstüberschätzung“ der Befürworter des Austritts geführt, und vielen Wählern den Blick auf die Gefahren eines Austritts „vernebelt“.

Die Stimmungswende ins Negative begann teilweise schon vor der Brexit-Entscheidung. Investitionen wurden zurückgestellt und die Einstellung von Arbeitskräften wurde verschoben. Bereits in den ersten Tagen nach dem Austrittsbeschluss nahm dann das Stimmungstief an Fahrt auf. Der Wertverfall des Pfundes beschleunigte sich. Wenn man Ende 2015 noch fast 1,45 Euro für ein Pfund bekam so sind es jetzt nur noch 1,17 Euro und ein Ende der Talfahrt ist nicht abzusehen.

Die Immobilienpreise geraten unter Druck und die Konjunkturdaten zeigen nach unten. Die Investoren sind hochgradig nervös. Experten erwarten ein stark schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt mit dem stärksten Rückgang seit mehr als sieben Jahren.

Wie ernst die Lage zumindest von der Notenbank eingeschätzt wird, kann man an den jüngsten Entscheidungen ablesen. Noch nie seit Gründung der Bank im Jahre 1694 wurde der Leitzins so weit abgesenkt. Zusammen mit der Ausweitung des Programms zum Kauf von Staatsanleihen ergriff die Bank of England drastischere Maßnahmen als in der Finanzkriese.

Das Vorgehen der Notenbank wird in Expertenkreisen unterschiedlich bewertet. Während einige von einem Vorgehen mit dem „Vorschlaghammer“ sprechen, sagen andere, es hätten auch „feinere“ Instrumentarien zur Verfügung gestanden. Die britische Regierung jedenfalls begrüßt das „robuste“ Vorgehen. Der britische Schatzkanzler Philip Hammond sagte, die britische Wirtschaft müsse unterstützt und das Vertrauen gestärkt werden.

Der Notenbankchef Carney hingegen sieht die Sache trotz der drastischen Maßnahmen eher gedämpft. Nach seiner Meinung haben sich die wirtschaftlichen Aussichten in Großbritanien deutlich verschlechtert. Ob die Schritte der Notenbank ausreichen, ein Abrutschen in eine Rezession abzuwenden, muss sich erst noch herausstellen.

Angesichts dieser Entwicklungen würde eine Abstimmung über den Austritt aus der EU wahrscheinlich heute anders ausfallen.

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