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Kommt mit Donald Trump die Inflation zurück?

Vieles deutet darauf hin. Auf jeden Fall will und muss der zukünftige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika seine Wahlversprechen einlösen, die er den Wählern gab. Den Wählern, die er in der Wahlnacht als „die vergessenen Männer und Frauen“ bezeichnete, dien nun „nicht mehr vergessen“ sein werden.

Aber es waren nicht nur die Armen, Abgehängten und Modernisierungsverlierer, die Trump ins Präsidentenamt hoben, es waren vor allem die Mittelschicht, die sich erhofft, dass sie ihren „auf Pump“ finanzierten Lebensstil beibehalten kann.

Seit 2013 ist die Verschuldung der Privathaushalte um 10% gestiegen, auf die Rekordsumme von über 12 Billionen Dollar. Trotzdem wird munter weiter konsumiert und durch Kredite finanziert.

In dieser Landschaft hat natürlich die seitherige Geldpolitik, die in Einklang mit Europa die Macht der Banken beschneiden will und Durchgriffsrechte der Aufseher vergrößern will, keinen Platz mehr.

Zwar steht die Besetzung des neuen Kabinetts noch nicht endgültig fest, es deutet aber alles darauf hin, dass das Amt des Finanzministers mit einem Mann der Wall Street besetzt werden soll. Das wäre sicher das Ende einer Ära, in der Banken und Aufseher um neue und noch schärfere Eigenkapitalregeln ringen.

Die Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt gleich nach der Wahl mit steigenden Aktienkursen und fallenden Anleihekursen deuten darauf hin, dass die Investoren erwarten, dass die neue Regierung nicht nur das Wirtschaftswachstum befeuert, sondern auch die Inflation nach oben bringt.

Die Agenda des neuen Präsidenten lässt erkennen, dass die Einschätzungen der Investoren durchaus richtig sind. Das erste Großprojekt ist eine Steuerreform, die neben der Entlastung von Unternehmen und Besserverdienern auch die sog. „Repatriierung“ von im Ausland gehorteten Unternehmensgewinnen vorsieht.

Der nächste Plan ist ein großes Infrastrukturprogramm von einer Billion Dollar in den nächsten zehn Jahren. Dadurch wird die Wirtschaft kurzfristig stimuliert. Da nach Einschätzung der amerikanischen Zentralbank die Wirtschaft nahe der Vollbeschäftigung arbeitet, entsteht hier inflationärer Druck.

Eine wachsende Wirtschaft sucht mehr Beschäftigte, die aber bei einer nahezu vorhandenen Vollbeschäftigung nur über gute Löhne zu finden sind. Die steigenden Löhne erhöhen die Kaufkraft. Gleichzeitig werden die Unternehmen versuchen, die gestiegenen Lohnkosten durch Preiserhöhungen zu kompensieren. Das führt zwangsläufig zu Inflation und gibt der Fed die Möglichkeit, ihre Geldpolitik zu normalisieren und die Zinsen anzuheben.

Es wäre schön, wenn die zu erwartenden Zinserhöhungen in den USA auch Einfluss auf die Zinspolitik der EZB nehmen würden. Schließlich sehen immer mehr Experten in der nun schon lange währenden Phase der Nullzinspolitik eine ernsthafte Gefahr für die Wirtschaft.

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