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Steigt die Kaufkraft im Jahr 2017?

Wenn man einer Studie der Marktforschungsfirma GfK aus Nürnberg folgt, dann wird das in 2017 der Fall sein. Vielleicht nicht unbedingt üppig, aber dennoch erkennbar.

So soll der Zuwachs pro Kopf voraussichtlich Euro 360,00 betragen, das wäre ein Plus von 1,65 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2016 hat sich die Lage etwas abgeschwächt, denn da lag die Zuwachsprognose bei 2 Prozent.

Nach  Prognosen der GfK steigt die gesamte Kaufkraftsumme auf 1,83 Billionen Euro. Das wären rund 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Durch die gestiegene Einwohnerzahl beträgt der Zuwachs pro Kopf allerdings nur die vorstehend genannten 1,65 Prozent.

Spitzenreiter bei der Kaufkraft pro Kopf ist mit 32.194,00 Euro der Landkreis Starnberg, Schlusslicht mit 17.496,00 Euro ist der Landkreis Görlitz. Grund für die weiterhin gute Entwicklung sind steigende Löhne und eine weiterhin steigende Beschäftigung.

Wieviel dann aber wirklich in den Taschen der Bürger „hängen“ bleiben, hängt von der Entwicklung der Inflationsrate ab. Diese wird von den Wirtschaftsweisen auf durchschnittlich 1,6 Prozent geschätzt. Inwieweit sich hier noch Veränderungen nach oben z.B. durch gestiegene Öl- und Benzinpreise ergeben, wird die Entwicklung der nächsten Monate zeigen. Zwar wird durch die Kürzung er Fördermengen der Ölpreis steigen, Experten erwarten aber  mittelfristig keine deutliche Verteuerung.

Nun muss man natürlich beachten, dass es sich bei der Errechnung der Kaufkraft um einen Durchschnittswert handelt. Bei oberflächlicher Betrachtung könnte schnell der Eindruck entstehen, es sei endlich flächendeckend der Wohlstand „ausgebrochen“.

Trotz steigender Löhne, weiter zunehmender Beschäftigung und guter Konjunktur arbeiten nach Angaben des Arbeitsministerium immerhin noch mehr als 20 Prozent der Beschäftigten zu Niedriglöhnen. In Ostdeutschland liegt die Quote sogar bei 30 Prozent. Die Spanne geht von 15,5 Prozent in Hamburg, bis 35,5 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern.

Nach den Daten des Arbeitsministeriums steigt der Anteil der Niedriglohnempfänger auch in Westdeutschland. So lag der Anteil in Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten im Jahr 2006 noch bei 16,4 Prozent. Im Jahr 2014 betrug der Anteil bereits 18,4 Prozent. Im Osten ist die Quote leicht rückläufig, liegt aber immer noch bei über 34 Prozent.

Die Zunahme der Kaufkraft kommt also nicht bei jedem an. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass die Niedriglohnempfänger auch wesentlich geringere Rentenbeiträge bezahlen, dann ist die Angst vor einer Altersarmut mehr als verständlich.

Es ist also noch ein langer Weg zum „allgemeinen Wohlstand“ und es gibt noch viel zu tun.

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