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In den USA steigt die Spekulation mit Immobilien

– Das sogenannte „House Flipping“ kehrt zurück –

Dabei ist das Prinzip recht einfach. Ein Investor erwirbt ein Haus, renoviert es und verkauft es mit Gewinn.

Das ist nicht neu. Auch in Deutschland sind solche Geschäfte durchaus gängig und normal. Hier nennt man es „ Immobilienentwicklung“. Dieses Geschäft wird allerdings in der Regel gewerblich durch professionelle Immobilienentwickler oder Projektentwickler betrieben.

Das ist in den vereinigten Staaten etwas anderes. Da drängen auch unerfahrene Privatleute auf diesen Markt. Sie wurden dabei von populären Fernsehsendungen inspiriert, die diese Geschäfte mit der Aussicht auf das „schnelle Geld“ anpriesen.

Heute weiß man, dass diese Entwicklungen die Vorboten für die damalige Immobilienblase und die nachfolgende Finanzkriese waren.

Inzwischen, rund neun Jahre nach Beginn der Finanzkrise, gibt es in Amerika wieder solche und ähnliche TV-Sendungen und Seminare, die die Aussicht auf gute Gewinne beim „House Flipping“ schmackhaft machen.

Begünstigt wird dieser Markt durch steigende Häuserpreise bedingt durch eine hohe Nachfrage. Dazu kommt, dass die Banken die durch die Finanzkrise strenger gewordenen Standards für die Immobilienfinanzierung offensichtlich wieder lockern. Dadurch wird das „House Flipping“ sowohl für den Investor als auch für den späteren Erwerber wieder leichter möglich. Nach Angaben eines amerikanischen Informationsdienstes wird der Markt für Kredite auf 48 Milliarden Dollar steigen. Das ist immerhin das höchste Volumen seit dem Jahr 2006, also zwei Jahre vor der großen Finanzkrise.

Noch spricht niemand von einer spekulativen Immobilienblase. Die hohe Nachfrage nach Häusern und das niedrige Angebot sorgen für st eigende Häuserpreise. Allerding steigt dadurch das Interesse am „House Flipping“. Immerhin wurden nach Angaben des Informationsdienstes Attom Data Solutions im zweiten und dritten Quartal 2016 rund 100.000 Häuser auf dem Weg des „House Flipping“ umgesetzt.

Trotz des stabilen Marktes bereitet die Zunahme der spekulativen Geschäfte den Experten zunehmend Sorgen. Insbesondere die wachsende Zahl der unerfahrenen privaten „Hausflipper“ ist ein Zeichen wachsender Spekulation.

Der Häusermarkt spielt in der amerikanischen Konjunktur eine große Rolle. Die steigenden Häuserpreise tragen zum Vermögensaufbau bei und steigern damit auch das Konsumverhalten des Hausbesitzers, der sich durch die Wertsteigerung seiner Immobilie reicher fühlt und eher bereit ist, mehr Geld für Anschaffungen auszugeben. Immerhin hängen mehr als zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaft vom privaten Konsum ab.

Bei dieser insgesamt (noch) positiven Entwicklung dürfen wir eines nicht vergessen: Auslöser der Finanzkrise war eine riesige Immobilienblase in Amerika. Und nach den heutigen Erkenntnissen war das „House Flipping“ ein Verbot der Immobilienblase.

Wollen wir hoffen, dass alle Beteiligten aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Leider war das, wie wir wissen, nicht immer der Fall.

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