Home > Uncategorized > Die Preise steigen

Die Preise steigen

– was macht die EZB ? –

Im Februar lag die Inflationsrate in Deutschland bei 2,2 Prozent nach 1,9 Prozent im Vormonat. Das ist der höchste Wert seit August 2012. Auch die Preise in der Eurozone stiegen so stark wie seit Jahren nicht mehr. Hier betrug der Anstieg der Preise 1,8 Prozent.

Mit dieser Entwicklung und dem Überschreiten der „magischen“ Schwelle von 2 Prozent wird natürlich die Diskussion über die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank wieder angefacht und der Ruf nach einer Zinswende wieder lauter. Von der EZB kommen klare Signale, dass mit einer Änderung der Zinspolitik vorerst nicht zu rechnen ist. Zum einen gibt es einen Beschluss des EZB-Rats, dass die Währungshüter erst dann über Zinserhöhungen nachdenken werden, wenn das Kaufprogramm für Anleihen ausgelaufen ist. Ein klares Signal für das Festhalten an der Niedrigzinspolitik kam bereits im Dezember 2016, als der EZB-Rat beschloss, das eigentlich im März auslaufende Ankaufsprogramm für Anleihen bis Ende des Jahres zu verlängern, obwohl Draghi und seine Kollegen da schon wussten, dass die Inflation im Januar stark ansteigen würde. Zum anderen geht die EZB davon aus, dass die Inflation nicht nachhaltig auf dem derzeitigen Niveau bleibt.

Schließlich wird der starke Anstieg der Inflationsrate auf die hohen Energiepreise zurückgeführt. Deshalb orientiert sich die Europäische Zentralbank eher an der sogenannten „Kerninflation“, bei der stark schwankende Produkte wie Energie und Nahrungsmittel keine Berücksichtigung finden. Diese Kerninflation pendelt schon seit über drei Jahren um einen Wert von 1,0 Prozent herum und dürfte im Euroraum im Februar von 0,9 Prozent auf 0,8 Prozent gesunken sein.

Insofern sieht die EZB im Moment keinen Grund, an der Politik des „billigen Geldes“ etwas zu ändern. Kritiker sehen das natürlich ganz anders. Für sie drängt sich eher der Verdacht auf, dass die EZB ihre aus Sicht der Kritiker übereilte und damit falsche Entscheidung zur Verlängerung des Ankaufsprogramms kaschieren möchte. Würde die EZB jetzt so kurz nach dieser letzten Entscheidung eine Debatte über den Ausstieg aus der seitherigen Geldpolitik führen, würde sie ja zugeben, mit der Verlängerung des Ankaufprogramms einen Fehler gemacht zu haben.

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) jedenfalls fordert vor der nächsten EZB-Zinssitzung am kommenden Donnerstag einen Ausstieg aus der „ultralockeren“ Geldpolitik. Die Debatte über ein Vorgehen beim Ausstieg müsse jetzt beginnen.

Nach Meinung vieler Experten ist eine Kehrtwendung geboten, selbst wenn die EZB damit einen Fehler zugeben würde.

Jeder hat das Recht zu sagen:
„Niemand ist unfehlbar“

Advertisements
Categories: Uncategorized
  1. No comments yet.
  1. No trackbacks yet.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: