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Das neue Börsensegment „Scale“ löst das seitherige Segment „Entry Standard“ ab

– Wie geplant ist das neue Börsensegment „Scale“ am 1. März gestartet –

Wir hatten bereits in unserer Ausgabe 48/2016 am 1. Dezember 2016 darüber berichtet. Damals stand allerdings der Name für das Segment noch nicht fest. Fest stand allerdings damals schon, dass ein Name „Neuer Markt“ oder ähnlich auf keinen Fall in Frage kommt. Dieser Begriff war vielen in schlechter Erinnerung. Der Name „Scale“ ist aber keine Idee der Deutschen Börse. Er wurde von Privatleuten im Rahmen eines Namenswettbewerbs vorgeschlagen und von einer Jury ausgewählt.

Auch das Segment „Entry Standard“, das 2005 eingeführt wurde, hat sich nicht mit Ruhm bekleckert und war zunehmend in Verruf geraten, insbesondere durch Ausfälle im Bereich von Mittelstandanleihen.

Mit wesentlich strengeren Regeln bei der Aufnahme in das Segment will man die Fehler der Vergangenheit vermeiden. Damals genügte zur Aufnahme in den „Entry Standard“ nur ein Antrag und ein kurzes Exposé. Ansonsten gab es wenig Transparenz.

Auf jeden Fall wird nicht jedes Unternehmen, das seither im Entry Standard gelistet war, automatisch in das Segment Scale übernommen. Die Unternehmen müssen hinsichtlich Größe, Umsatz und Beschäftigtenzahl Mindestkriterien erfüllen. So muss der Jahresumsatz mindestens 10 Millionen Euro betragen, die Mitarbeiterzahl mindestens 20 betragen und das Eigenkapital muss mindestens 5 Millionen Euro betragen.

Neu sind auch höhere Transparenzanforderungen nach der Zulassung. Die Unternehmen müssen mit sogenannten „Capital Market Partner“ zusammenarbeiten, die von der Deutschen Börse nach verschiedenen Kriterien ausgewählt werden. Diese Partner sollen die Unternehmen bei der Erfüllung der Transparenzpflichten unterstützen.

Für die im Segment gelisteten Unternehmen werden in Zukunft durch bestimmte Analysehäuser regelmäßig Analysen erstellt, die von der Deutschen Börse bezahlt werden. Damit sollen Interessenkonflikte vermieden werden.

Die Deutsche Börse möchte dem neuen Segment eine größere Aufmerksamkeit geben und plant deshalb auch in Kürze die Einführung eines Börsen-Index für Scale.

Durch die Einführung des Index und die Kostenübernahme für die regelmäßigen Analysen müssen die Unternehmen höhere Gebühren zahlen, als im Entry Standard. Statt seither 5.000,00 Euro im Jahr fällt dieser Betrag jetzt vierteljährlich an. Die einmalige Aufnahmegebühr beträgt jetzt je nach Größe 20.000,00 bis 89.000,00 statt seither 1.500,00 Euro.

Die Resonanz auf die Einführung von Scale war gut. Zum Handelsbeginn am 1. März 2017 sind insgesamt 43 Unternehmen in das neue Segment gewechselt, 37 mit Aktien und 9 mit Anleihen. Die seither im Segment Entry Standard gelisteten Unternehmen können bis 24. März 2017 unter erleichterten Bedingungen einen Wechsel beantragen. Die übrigen Unternehmen sollen in Zukunft im Freiverkehr gehandelt werden und werden von der Deutschen Börse in ein sogenanntes „Basis Board“ überführt.

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