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Archive for April, 2017

Das „gerupfte“ deutsche Rentensystem – das Rentenniveau ist mit das schlechteste in Europa – wo bleibt der Aufstand der Rentner ?

In Deutschland stehen die Sozialwahlen bei den Rentenanstalten bevor. Diese Wahlen kosten viel Geld und bringen gar nichts – außer das die Kosten von dem Rententopf getragen werden und zu einer anteiligen Verringerung der Renten beitragen. Die Sozialversicherungsbeiträge machen in Deutschland das größte Sparten-Milliardenvolumen aus, was gerade dazu einlädt, dass man sich daran bedient: z.B. durch unsinnige Verwaltungsaufgaben und überproportionale Verwaltungsapparate. Die deutschen Arbeitnehmer sind durch die gesetzliche Rente zudem wegen anderer versicherungsfremder Leistungen weniger gut bezahlt als in anderen europäischen Ländern. Die Sozialversicherungsbeiträge versickern offenbar in vielen kaum nachprüfbaren Kanälen, so dass der deutsche Rentner nur halb soviel Rente erhält wie z.B. ein vergleichbarer österreichischer Rentner. Das ergab eine Begutachtung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. So erhielten etwa langjährig versicherte Männer, die 2016 in Deutschland neu in Rente gingen, eine monatliche Altersrente von im Schnitt Euro 1.050,-. In Österreich kam ein vergleichbarer Neurentner dagegen auf Euro 1.560,-  bei 14 Rentenzahlungen pro Jahr. Das sind fast 70 % mehr Rente, als ein deutscher Rentner bezieht.

In der FAZ konnte man lesen: „Auch für die aktuell Beschäftigten sind die Rentenperspektiven in Österreich wesentlich besser als in Deutschland. In Österreich gibt es zwar mit 22,8 Prozent des Bruttoarbeitslohns höhere Beiträge für die gesetzliche Rente, weil sich die Altersversorgung nach wie vor weitgehend auf die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung (GRV) stützt. In die Rentenkassen zahlen in Österreich zudem auch die Selbständigen ein und schrittweise werden auch die Beamte einbezogen. In der BRD wurden umgekehrt in den letzten dreißig Jahren die selbständigen Freiberufler in eigene berufsständische Versorgungssysteme ausgelagert. Das führte zu einer Zerstückelung der Rententöpfe mit großen Nachteilen für abhängig Beschäftigte. So bekommen heute die Freiberufler bei gleichen Beitragsleistungen wesentlich höhere Renten ( weil ihre Versorgungssysteme nicht mit versicherungsfremden Leistungen belastet sind ). Und die Beamten bekommen als Staatspensionäre fast die doppelte Rente als der gesetzliche Rentner. Deshalb müssten eigentlich die über zwanzig Millionen Rentner in Deutschland den Aufstand wagen !

In Deutschland wird hingegen die Versorgungsleistung zum Teil den Bürgern auch bei prekären Beschäftigungsverhältnissen  überlassen, um den Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung zu stabilisieren ( = Wahlkampftrick ). Deutsche Rentner sind deshalb schlechter abgesichert als Österreicher. Die FAZ: „Deutsche Arbeitnehmer müssten aber mit 18,7 Prozent nur dann weniger für die Altersvorsorge aufwänden, wenn die vier Prozent Beitragssatz zur zusätzlichen Riester-Vorsorge nicht mit eingerechnet würden. Obwohl die österreichischen Arbeitgeber mit 12,55 Prozentpunkten einen höheren Anteil des Rentenbeitrags trügen als in Deutschland, sei die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Österreichs seit Beginn der Reformen dennoch günstiger gewesen als die Deutschlands“. Aber der Kern des Problems ist, dass die Rentenkassen immer wieder mit versicherungsfremden Leistungen geplündert werden.

Einen wichtigen Grund für das schwächere Abschneiden des deutschen Alterssicherungssystems sehen die Wissenschaftler auch darin, dass sich „die unrealistischen Erwartungen an den teilweisen Umstieg auf eine rein private Kapitaldeckung nicht erfüllt hätten. Die deutlichen Reduzierungen in der gesetzlichen Rente auf demnächst nur noch 42 % des letzten Nettolohns würden durch die betriebliche Altersvorsorge und die Riester-Rente oft nicht ausgeglichen“. Erstens erreiche weder die betriebliche noch die Riester-Rente alle Beschäftigten. Von der Riesterrente hat der Arbeitnehmer nur etwas, wenn er mindestens neunzig Jahre alt wird. Aussicht auf eine betriebliche Rente haben nur die Hälfte aller Arbeitnehmer. „Knapp 30 Prozent aller Arbeitnehmer seien allein auf die gesetzliche Rente angewiesen. Dies treffe besonders für Beschäftigte mit niedrigen Einkommen zu, obwohl diese eine zusätzliche Absicherung besonders nötig hätten. Zudem brächten viele Riester-Verträge nicht die notwendigen Renditen, nicht zuletzt weil der Garantiezins von vier Prozent im Jahr 2000 auf mittlerweile nur noch 1,25 % p.a. gefallen ist.

Ein sogenannter „Standardrentner“ könne laut OECD-Projektion in Österreich von einem Netto-Rentenniveau von 91,6 Prozent ausgehen, in Deutschland seien es – zur Zeit noch – nur 48 Prozent. Dieser Prozentsatz wird weiter absinken und über die Hälfte aller Rentner in die Sozialhilfe – sprich – Grundsicherung – treiben. Damit liegt Deutschland unter den OECD-Staaten am unteren Rand. Die deutschen Rentner werden somit zu staatlichen Bittstellern und „öffentlich-rechtlichen“ Bettlern gemacht. Es ist besser die Aufstockung in Höhe der Grundsicherung nicht durch die kommunalen Sozialämter auf Antrag vornehmen zu lassen, sondern direkt durch die Rentenkassen ohne einen „Bettler-Antrag“.

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Crowdfunding nach dem Vermögensanlagengesetz unter kritischer Bestandsaufnahme – ein gesetzlicher Irrweg?

Das gesetzlich strukturierte Crowdfunding leidet ohne Praxisorientierung unter erheblichen gesetzgeberischen Mängeln, so Dr. Horst Werner (www.finanzierung-ohne-bank.de). Das mit dem Kleinanlegerschutzgesetz im Juli 2015 gemäß den §§ 2 a ff. Vermögensanlagengesetz konzipierte „Crowdfunding“ ist ein gesetzgeberisches Bürokratieungeheuer und ein an der Kapitalmarktpraxis gescheitertes Theorieprojekt. Crowdfunding-Portale sind Vermittlerportale, an denen immer mehrere ihr Geld verdienen müssen: der Vermittler, das emittierende Unternehmen und der Anleger mit seinen Zinsansprüchen; das geht wirtschaftlich nie und nimmer auf ! Der Segen des Gesetzgebers für die Crowdfunding-Idee hat dennoch viele Unternehmen und Anleger zum Mitmachen animiert und damit euphorisiert in die Pleite gezogen. Finanzdienstleister haben sich guten Glaubens mit der Programmierung von Crowdfundingportalen vom Gesetzgeber in unsinnige Geschäftsmodelle hineinziehen lassen. Diese Vermittlerplattformen rechnen sich einfach für niemanden. Unternehmensbeteiligungen mit Einmaleinlagen von Euro 100,-, 250,-, 500,- oder Euro 1.000,- – eingeworben über Crowdfunding-Dienstleister – können wirtschaftlich nicht funktionieren: das ist lediglich besseres Spendensammeln. Die ZEIT-Online  titelte bereits 2012 „Das leise Sterben der Crowdfunding-Plattformen“.

Das gesetzgeberisch bürokratisierte Crowdfunding – mit vielen Beschränkungen – ist nicht lebensfähig. Einmaleinlagen über Euro 1.000,- ( bis maximal Euro 10.000,- ) dürfen gesetzlich nur mit einem Einkommensnachweis, einer Selbstauskunft und mit einem zusätzlichen Vermögensnachweis der Anleger entgegen genommen werden. Diese Nachweise will praktisch keiner herausrücken ( das hat Datenschutzgründe oder man scheut den Arbeitsaufwand des Zusammentragens der Unterlagen – und was machen anonyme Internetvermittler mit meinen intimsten Finanzdaten ? ? ) ! Also bleibt es bei Kleinstbeteiligungen von unter tausend Euro ohne Daten-Nachweis. Bei dem kreditbasierten Crowdfunding (Crowdlending oder Lending-Based Crowdfunding) erhalten die Geldgeber
das vertragliche Versprechen, dass ihnen der eingesetzte (Nachrang-)Darlehensbetrag regelmäßig mit Zinsen bedient und am Laufzeitende zurückgezahlt wird.

Solche Mini-Beteiligungen bis Euro 1.000,- können von den Crowdfunding-(Vermittler-)Portalen und den Unternehmen nicht wirtschaftlich gehandhabt werden. Allein die Verwaltung von hunderten von Anlegern bei einer Darlehens-Gesamtsumme von z.B. Euro 200.000,- lässt sich nicht seriös bewerkstelligen. Deshalb sind in den letzten zwei Jahren mehr als die Hälfte aller Crowdfunding-Portale in die Insolvenz gegangen oder haben ihre Tätigkeit eingestellt oder haben ihr Geschäftsmodell geändert oder haben ihre Zulassung/Lizenz zurückgegeben. Zudem haben tausende von Kleinstanlegern ihr Geld verloren.

Die Türen für solch unsinnige und unwirtschaftliche Kleinstbeteiligungen von unter Euro 1.000,- hat der Gesetzgeber mit seinem „Kleinanlegerschutzgesetz“ ( = Kleinanleger-Verführungsgesetz ) geöffnet und trägt die Verantwortung dafür, dass Kleinanleger nun auf die falsche Fährte gelockt, ihr Geld verlieren. Crowdfundig-Portale beginnend mit Euro 10,- Beteiligungseinlage eignen sich zum Spendensammeln für Sozialprojekte, aber nicht für die Unternehmensfinanzierung von Start-Ups oder anderen Jungunternehmen. Die Anleger haben ihre Einlagen nicht als „Spenden“ erkannt und waren sich über ihren „Spendenstatus“ nicht im Klaren.

Im unternehmerischen Bereich findet die sogen. unregulierte Schwarmfinanzierung über Private Placements am Beteiligungsmarkt zwar auch mit geringen Einmaleinlagen in ein Unternehmen statt, aber z.B. mit wirtschaftlich sinnvolleren Beträgen ab Euro 5.000,- , 10.000,- oder 50.000,- – siehe das Finanzportel http://www.anleger-beteiligungen.de/ ( durchschnittliche Beteiligungshöhe liegen zwischen Euro 15.000,- bis 75.000,- pro Anleger ). Die Summe der kleineren Beteiligungen soll dann insgesamt den erforderlichen Finanzierungs-Gesamtbetrag für die geplante Investition erbringen. Dabei ist der prinzipielle Weg der Kapitalbeschaffung über die addierte Masse von vielen kleineren Beträgen einer Kapitalaufnahme von einzelnen Großinvestoren haushoch überlegen ( = hundert Kleinanleger sind leichter zu bekommen als ein Großinvestor mit z.B. Euro 2 Mio. ).

An der Börse findet die breite Kapitalstreuung z.B. bei den sogen. Publikumsgesellschaften statt, die dann teilweise hunderttausende Kapitalgeber bzw. Aktionäre haben. Ein Beispiel für eine solch erfolgreiche Schwarmfinanzierung an der Börse war 1996 die Deutsche Telekom ( Stichwort: Volksaktie ) mit Beteiligungsbeträgen beim Börsengang ab nur ca. Euro 4.500,-; so bekam die Telekom mehr als zwei Millionen Aktionäre ( die leider später bitter enttäuscht wurden).

In Deutschland unterliegt das regulierte (Vermittlungs-)Crowdfunding beschränkt auf wirtschaftlich unsinnige Kleinstbeträge seit zwei Jahren der staatlichen Kontrolle. Es ist zudem auf Darlehensgelder von den Anlegern beschränkt. Das heißt, dass die Unternehmen über regulierte Crowdfunding-Portale nur Verbindlichkeiten ( Schulden ) bis zu max. Euro 2,5 Mio. aufnehmen können. Eigenkapital-Gelder wie z.B. stille Beteiligungen oder Genussrechte oder Kommanditbeteiligungen sind bei Crowdfunding-Portalen nicht zulässig. Crowdfundingportale sind also Verschuldensportale !

Crowdfunding-Portale mit den Kostenbelastungen nach dem Kleinanlegerschutzgesetz ( auch durch Verwaltungsauflagen, Haftpflicht-Versicherungen, Berichts-, Dokumentations- und Informationspflichten, Marketingkosten etc. ), so Dr. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) rechnen sich nicht als eigenständiges Geschäftsmodell. Dementsprechend können Crowdfunding-Portale nur von finanzstarken Institutionen in den Kapitalmarkt gebracht und beworben werden. Derartige Institutionen sind die Banken, die schon einmal vor Jahren auf den Mode-Zug „Mezzanine-Kapital“ aufgesprungen waren und dann mit ihren Mezzanine-Fonds in den Jahren 2008 und 2009 am Kapitalmarkt eine klassische Bruchlandung hinlegten. Heute sind diese Mezzanine-Fonds gänzlich vom Markt verschwunden. Auch die Versuche des Gesetzgebers mit dem „Neuen Markt“ und mit dem „Entry Standard“ an den Börsen sind Flops geworden.

Schwarmfinanzierungs-Portale hatten für den Markt und die Wirtschaftspresse nun eine ähnliche magische Anziehungskraft seit dem die Worthülse „Crowdfunding“ aufgetaucht ist ( das gibt es in verschiedenen Formen aber schon seit fast zweihundert Jahren und ist nichts Neues ). Nun sprangen die Banken wieder auf so ein „Zauberwort“ auf  und sind heute mit Hilfe des Kleinanlegerschutzgesetzes die Trojaner am freien Kapitalmarkt. Mit den meisten Crowdfunding-Portalen nach dem Kleinanlegerschutzgesetz bekommen die Unternehmen somit keineswegs einen bankenunabhängigen Kapitalbeschaffungspartner. Durch die Hintertür schleichen sich die Banken bei Unternehmen über die Crowdfundingportale in die Unternehmensinformationen, Daten und Fakten ein. Die Banken sind hier also Trojaner, die sich in Geschäftsmodelle, Geschäftsgeheimnisse und Unternehmenszahlen „Zutritt“ verschaffen. Unternehmer sollten also genau schauen, prüfen und fragen, wem das Crowdfunding-Portal gehört !

Die Dr. Werner Financial Service Group betreibt seit über 17 Jahren eine unregulierte „Crowdfunding“-Plattform unter http://www.anleger-beteiligungen.de , wo sich kapitalsuchende Unternehmen zur Kapitalbeschaffung über das Prinzip der Schwarmfinanzierung Normalbeträge von einer Mehrzahl von Anlegern in jeglicher Beteiligungsform ( Eigen- und Fremdkapital ) besorgen können, um das gewünschte Gesamt-Finanzierungsvolumen von bis zu mehreren Millionen Euro ohne Beschränkungen bei den Beteiligungshöhen zusammen zu bringen. Beraten werden die Unternehmen bei der BaFin-konformen Privatplatzierung von dem Finanzierungs- und Kapitalmarktfachmann Dr. jur. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ). Das Finanzportal Anleger-Beteiligungen.de dient einem Finanzmarketing zur Anwerbung von Kapitalgebern und betreibt eine aktive Finanzmarktkommunikation mit wöchentlichen Investoren-Briefen ( http://www.investoren-brief.de/ ) zur Akquisition von Anlegern und Investoren.

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Reform des Einlagensicherungsfonds

– Bankenverband will den Fonds kürzen –

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) arbeitet an einer Reform seiner freiwilligen Einlagensicherung und will den Einlagensicherungsfonds kürzen. Ziel dabei soll sein, den Schutz des Einlagensicherungsfonds vor allem auf private Kunden zu konzentrieren.

Niedrigzinsphase, Bankenabgabe, Eigenkapitalerhöhungen und gesetzliche Einlagensicherung lassen die Kosten für die Banken stetig steigen. Nach Aussagen des Präsidenten des Bundesverbandes Hans-Walter Peters (Berenbergbank) will man jetzt die Kräfte bündeln und die Finanzkraft des Einlagensicherungsfonds für die Kunden stärken, die tatsächlich Schutz bedürfen.

Der Vorstand des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) hat die Reform zum 1. Oktober beschlossen. Danach unterliegen Banken und andere Finanzinstitute sowie öffentliche Institutionen wie Bund, Länder und Gemeinden nicht mehr dem Schutz der Einlagensicherung. Diese Investoren, so Dr. Hans-Walter Peters können ihre Risiken selbst einschätzen.

Der Einlagensicherungsfonds hatte in den vergangenen Jahren zwei besonders teure Rettungsaktionen zu organisieren und musste jeweils mit Milliardensummen für die Pleite der Deutschland-Tochter von Lehman Brothers und der Maple Bank einstehen. Insbesondere bei der Maple Bank mussten überwiegen institutionelle Kunden mit Millionensummen aus dem Sicherungsfonds entschädigt werden. In Zukunft will man sich auf den Schutz von privaten Kunden und Stiftungen konzentrieren. Es könne nicht die Aufgabe des Fonds sein, die Geldanlagen von Investoren zu schützen. Schließlich hätten diese professionellen Investoren in der Regel die notwendigen Kenntnisse, ihre Risiken einschätzen zu können. In der Vergangenheit hätten öffentliche Investoren bisweilen den Spielraum der Einlagensicherung ausgereizt und seien daher öfter größere Risiken eingegangen.

Zur Stärkung des Einlagensicherungsfonds plant der Bundesverband die Umsetzung von drei Maßnahmen. Ab Oktober 2017 sollen bankenähnliche Kunden sowie Bund, Länder und Gemeinden nicht mehr dem Schutz der freiwilligen Einlagenversicherung unterliegen. Sie werden als professionelle Investoren angesehen, die ihre Risiken selbst einschätzen können. Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen von Unternehmen, Versicherungen und halbstaatlichen Stellen, wie zum Beispiel Versorgungswerke sind dann ebenfalls nicht mehr geschützt. Für Papiere, die vor dem 1. Oktober 2017 erworben wurden, gilt Bestandsschutz. Zum dritten sollen ab Januar 2020 Einlagen mit einer Laufzeit von mehr als 18 Monaten vom Schutz ausgenommen werden, sofern sie nicht von Privatpersonen oder Stiftungen gehalten werden. Auch hier gilt ein Bestandsschutz für Einlagen, die vor dem Stichtag vereinbart wurden.

Mit Blick auf die Bestandsschutzregelungen rechnen Fachleute mit einem finalen Run.

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Ohne Auseinandersetzungen mit der BaFin an den Kapitalmarkt zur bankenunabhängigen Unternehmensfinanzierung kommen

Das Motto: „Ohne BaFin-Ärger an den Kapitalmarkt kommen“ steht im Mittelpunkt des Finanzierungs-Seminars der Dr. Werner Financial Service AG ( www.finanzierung-ohne-bank.de ). Dieses Finanzierungsseminar über die bankenunabhängige Kapitalbeschaffung von privaten Anlegern und Investoren für Unternehmen ( vollkommen ohne Banken ) findet am 27. April 2017 erneut in Göttingen zum Vorzugspreis von nur Euro 199,- mit dem Kapitalmarkt-Praktiker Dr. jur. Horst Werner statt.

Der freie Kapitalmarkt ist für über 3 Millionen mittelständische Unternehmen in Deutschland wichtig für die kapitalmarktorientierte Finanzierung außerhalb der Bankkredite. Der Gesetzgeber sollte diesen Risikokapitalmarkt nicht durch gesetzgeberische Strangulierungen “kaputt machen”. Die Gesetzesänderungen haben leider alles für den Mittelstand zu teuer und zu langwierig gemacht. Deshalb sollten und müssen Unternehmen verstärkt die Bereichsausnahmen und Bagatellgrenzen der Prospektgesetze nutzen, um schnell und kostengünstig an den Kapitalmarkt zu kommen. Mehr Informationen erteilt Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de .

Prospekt-Billigungen bei der BaFin dauern zwischenzeitlich 10 Monate und länger ( siehe http://www.finanzierung-ohne-bank.de )!  Es gibt in Einzelfällen Berichte von Genehmigungsdauern von weit über einem Jahr ! Ferner erfordern Prospektprüfungen – je nach Prüfungsaufwand – allein eine BaFin-Billigungsgebühr von Euro 12.000,- und mehr. Noch vor zwei Jahren war die Prüfungszeit gesetzlich auf 20 Werktage beschränkt ! Und die Prüfungskosten betrugen gesetzlich festgelegt für ein Finanzinstrument Euro 1.000,- . Das war für ein kleines oder mittleres Unternehmen bezahlbar und lag in einem angemessenen Zeitrahmen bis zur Kapitalaufnahme am Beteiligungsmarkt. Nunmehr sind die BaFin-Kosten und die BaFin-Prüfungsdauern vollkommen ausgeufert.

Deshalb wird im Seminar in Göttingen erläutert, wie Unternehmen ohne BaFin-Prospekte und ohne fünfstellige Prospektbilligungskosten an den Beteiligungsmarkt kommen. Kapitalmarktorientierte Unternehmensfinanzierungen mit privaten Nachrangdarlehen, Nachrangkapital als bilanzrechtliches Eigenkapital ohne Einflussrechte, Beteiligungskapital oder grundschuldbesichertes Darlehenskapital von privaten Kapitalgebern als wirtschaftliches Eigenkapital – alles ohne Bankverschuldung; alle BaFin-Regeln werden dargestellt. Die vollkommen BaFin-prospektfreie und volumenfreie Platzierungsmöglichkeit wird ausführlich beschrieben und im (Eigen-)Kapitalbeschaffungs-Seminar am 27. April 2017 von der Dr. Werner Financial Service AG in Göttingen erläutert. Buchungen können unter dem nachstehenden Link erfolgen :

http://www.finanzierung-ohne-bank.de/htm/de/html/SeminareFinanz_Seminar_Unternehmensfinanzierung_Anmeldung.php

Weitere Erläuterungen gibt Dr. jur. Horst Werner unter der Adresse dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de bei entsprechender Mailanfrage.

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Zum Begriff des Schneeballsystems mit dem Erfordernis des fortwährenden Zugangs von weiteren Teilnehmern

Als Schneeballsystem oder Pyramidensystem werden Geschäftsmodelle bezeichnet, die zum Funktionieren eine ständig wachsende Anzahl an Teilnehmern benötigen, so die Definition bei Wikipedia. Das Schneeballsystem wird von Fachleuten auch als „Ponzi-System“ bezeichnet und beschreibt ein Geschäftskonzept, das nicht auf eine ordnungsgemäße handelsrechtliche Gewinnerzielung abstellt ( = fehlende Gewinnerzielungsabsicht ) und das auf einem fortwährenden Zugang von weiteren Teilnehmern beruht. Häufig handelt es sich um Schein-Geschäftsmodelle ohne angemessenen werthaltigen Hintergrund. Die Teilnehmer eines Schneeballsystems können somit nur (Schein-)”Gewinne“ erzielen, wenn sie weitere Personen finden, die sich an einer bestimmten Geschäftsidee ohne überschüssige Wertinhalte beteiligen. Produktionsunternehmen von Sachwerten mit realen Käufern als “Teilnehmer” stellen keine Schneeballsysteme dar. Geschäftskonzepte, die auf den Verkauf von Sachwerten oder Waren mit seriös prognostizierbaren, positiven Erträgen angelegt sind, gehören nicht zu den systemisch angelegten Pyramidensystemen. Das tatsächliche Schneeballsystem hat wegen der systemisch angelegten Verlustsituation den Nachteil, dass irgendwann keine zahlenden Teilnehmer mehr akquiriert werden können und der Zufluss von Geldern ausbleibt. Auf Grund dessen ist das Schneeballsystem in Deutschland gemäß § 16 Abs. 2 UWG und auch in den meisten anderen Ländern verboten.

Ein Schneeballsystem kann verschiedene Formen annehmen. So gibt es Kettenbriefsysteme und Schenkkreise, in dem die Teilnehmer einen Mitgliedsbeitrag zahlen, der sich dann nur amortisiert, wenn sie neue Mitglieder werben und von deren Mitgliedsbeitrag wieder einen Anteil erhalten. Solche Schneeballsysteme werden entweder durch staatlichen Eingriff oder durch einen Mangel an neuen Mitgliedern beendet.

Bei Kapitalanlagen ( siehe http://www.finanzierung-ohne-bank.de ) können sich einige Anlagesysteme als Schneeballsysteme darstellen. Das kann dann der Fall sein, wenn Anleger mit sehr hohen Renditen geworben werden, die jedoch auch seriös planerisch bzw. prognostisch aufgrund fehlender Gewinnerzielungsabsicht gar nicht erwirtschaftet werden (können). Schneeballsysteme sind also grundsätzlich nicht auf Gewinne durch eine kaufmännisch ordnungsgemäße Überschusserzielung angelegt. Will ein (Alt-)Anleger seinen “Gewinn” ausgezahlt bekommen, so muss stets auf die eingezahlten Gelder anderer Investoren zurück gegriffen werden. In solchen Anlagesystemen werden die versprochenen Vermögenswerte ( z.B. Grundstücke, Bäume, Waren etc. ) erst gar nicht erworben oder sind den Preis nicht Wert, zu dem sie den Anlegern ausgegeben werden. Ein Schneeballsystem liegt andererseits nicht bereits dann vor, wenn ein Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen vorübergehend mangels hinreichender Verkäufe oder aufgrund geringer Aufträge zeitweise Verluste erwirtschaftet.

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RIVAG AG bietet Vermittlern zur Platzierung grundschuldbesicherte Darlehen mit hohem Ausfallsschutz für Anleger

Die RIVAG Rheinland-Immobilienverwaltungs AG mit Sitz in Guben bei Berlin hält Immobilien und Beteiligungen an Wohnimmobilien mit einem Verkehrswert von über Euro 20 Millionen. Das Unternehmen ( http://www.riv.ag) investiert ausschließlich in Wohnimmobilien in city-nahen Lagen mit nachweisbar gesicherten Mieteinnahmen. Aktuell gelten Wohnimmobilien in Deutschland im internationalen Vergleich noch als kostengünstige „Schnäppchen“. Einer der Gründe besteht darin, dass hierzulande – anders als z.B. in den USA oder Spanien – keine Immobilienblase geplatzt ist, sondern die Preisentwicklung organisch und kontinuierlich erfolgte. Mehr und mehr ausländische Investoren zieht es deshalb auf den deutschen Immobilienmarkt. Sie suchen einerseits Sicherheit, andererseits einen günstigen Einstiegspreis, der noch gegeben ist.

Neben der Generierung von Erträgen aus der langfristigen Vermietung dieser Objekte steht die kurz- bis mittelfristige Wertsteigerung von Immobilien durch geeignete Wertschöpfungsmaßnahmen ( z.B. Wärmeschutz, Reparaturen, Neuvermietung etc. ) im Mittelpunkt der Unternehmenstätigkeit ( siehe http://www.rivag-sachwerte.de). Die RIVAG hat aufgrund ihres Netzwerks Zugriff auf weitere, sehr günstige Immobilienangebote aus Verwertungen oder wegen problembehafteter Finanzierungen. Das Management des Unternehmens hat mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrungen im Wohnimmobilien-Geschäft und entsprechende Kontakte aufgebaut.

Was macht die RIVAG Rheinland-Immobilienverwaltungs AG anders als die Wettbewerber:
•Die RIVAG hält derzeit Immobilien und Beteiligungen an Immobilien mit nachgewiesenen Verkehrswerten
•Die RIVAG investiert ausschließlich in Wohnimmobilien mit nachweislich gesicherten Mieteinnahmen
•Die RIVAG greift immer wieder auf ein umfassendes Netzwerk und Verbindungen zu einer Vielzahl von Wohnungsbauunternehmen und Immobiliengesellschaften zurück und erhalten immer wieder faire und attraktive Angebote
•Die RIVAG legt stets die heute schon erzielbaren Kaufpreise zugrunde, obwohl die Preise nachweisbar anziehen.
•Die RIVAG kalkuliert nicht mit utopischen Verkaufspreisen

Schwerpunktregionen für die Immobilien-Investitionen sind der Raum Rheinland-Pfalz, NRW und Brandenburg. Die RIVAG achtet darauf, dass die Objekte von Anfang an einen positiven Cash-Flow haben, also nach Zinsen, Tilgung und Instandhaltung Überschüsse erwirtschaften.

Nach Erwerb der Immobilien werden diese z.B. durch Leerstandsabbau und Instandhaltungsmaßnahmen ( keine Luxus-Sanierungen ) an wichtigen Gebäudeteilen, wie Dächern, Fassaden, Heizungen und Treppenhäusern ertragsoptimiert. Damit wird das Erscheinungsbild der Immobilien verbessert und steigert die Nachfrage nach Wohnungen durch potenzielle Mieter. Das Unternehmen führt zudem energetische Sanierungen durch, wodurch die Nebenkosten sinken und sich die Vermietungs-Attraktivität der Wohnungen erhöht. Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten werden außerdem Mietanpassungen vorgenommen. Vor Ort werden eigene Hausverwaltungen installiert und ein effizientes Inkassomanagement für säumige Mieter geschaffen.

Beim BaFin-konformen grundschuldbesicherten Erstrangdarlehen ( geprüft von Dr. Horst Werner – www.finanzierung-ohne-bank.de ) erhält der Anleger zur Besicherung seines Kapitals eine im ersten Rang besicherte, vollstreckbare Teilgrundschuld.

Finanzdienstleister sind bei interessanten Provisionen und besten Zukunftsperspektiven zur Mitplatzierung eingeladen. Für die Platzierung der grundschuldbesicherten Darlehen ist für Vermittler lediglich der § 34 c Gewerbeordnung erforderlich. Vertriebe wenden sich wegen weiterer Informationen und Vertriebsvertrags-Abschlüssen direkt an Herrn Irion unter der Mailadresse irion@riv.ag .

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Die Hürden für Hausfinanzierungen sollen niedriger werden

Mit dem „Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften“ vom 21. März wurde eine Richtlinie der EU aus 2014 umgesetzt. Bereits im Vorfeld der Beratungen über das Gesetz warnten Fachleute davor, dass die mit dem neuen Gesetz umgesetzte Richtlinie der EU viel zu streng ausgelegt werde und dass es, wenn das Gesetz in der geplanten Form umgesetzt wird, es zu massiven Beschränkungen bei der Vergabe von Baufinanzierungen kommen kann.

Inzwischen liegen erste Erfahrungen über die Auswirkung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie vor. Von einigen Bankenverbänden wurden Einbrüche von bis zu 20 Prozent gemeldet. Die Zahlen der Bundesbank für alle Bankenbereiche ergaben indes keinen Rückgang der Wohnungsbaukredite, allerdings beziehen sich die Zahlen nur auf das Volumen der Kreditvergabe, nicht auf die Stückzahl, sodass es gut möglich ist, dass zwar weniger Verträge, aber insgesamt höhere Summen vergeben wurden.

Inzwischen hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die strengen Regeln der Richtlinie lockern soll und auch durch Konkretisierung zur Rechtssicherheit beitragen soll. Konkrete Richtlinien sollen mehr Klarheit schaffen.

Ziel des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie sollte sein, eine Überschuldung von Immobilienkäufern zu vermeiden. Während hier die strengen Vorgaben gelockert werden sollen, sollen mit einem weiteren Gesetz Instrumente geschaffen werden, beim Entstehen einer „Immobilienblase“ eine Kreditvergabe zu bremsen.

Bei den neuen Gesetzesplänen, die erstmals im Herbst letzten Jahres bekannt wurden, ist vorgesehen, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Obergrenzen für Immobilienkredite festlegen kann, wenn die Finanzstabilität durch eine Überhitzung gefährdet ist. Dabei waren vier neue Schritte vorgesehen. Eine Obergrenze für die Darlehenshöhe, bezogen auf den Immobilienwert, eine Vorgabe in welcher Zeit ein gewisser Teil des Darlehens getilgt sein muss, eine Obergrenze für die Raten im Verhältnis zum Einkommen und eine Obergrenze für das Verhältnis von Verschuldung und Einkommen.

Anders als bei der Einführung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie wurde diesmal auf Bedenken und Proteste der Bankenverbände gehört. Die Koalition hat sich inzwischen darauf verständigt, dass die BaFin im Falle einer Immobilienkrise Obergrenzen für die Darlehenshöhe bezogen auf den Immobilienwert festlegen kann und Vorgaben machen kann, in welchem Zeitraum ein Kredit getilgt werden muss. Die anderen Vorgaben, die auf die Finanzlage des einzelnen Kreditnehmers zielen, sollen wegfallen, auch soll es eine Bagatellgrenze von 50.000,00 Euro geben.

Die Politik beteuert, dass die neuen Regeln nur für den akuten Fall vorgesehen sind, dass eine Immobilienblase droht. Fachleute allerdings weisen aus Erfahrung darauf hin, dass neue Mittel, die der Bankenaufsicht an die Hand gegeben werden, in der Regel auch eingesetzt werden.

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