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Setzt die EZB das nächste Zinssignal?

Die Zeit des billigen Geldes könnte bald vorbei sein

Die letzten Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi und US-Notenbankchefin Janet Yellen wurden von den Finanzmärkten zumindest dahingehend interpretiert. Die Märkte reagierten promt.

Der Euro stieg letzte Woche stark an und erreichte vergangenen Donnerstag mit mehr als 1,14 US-Dollar das höchste Niveau seit 12 Monaten. Der Dax verlor letzte Woche über 3 Prozent und die Durchschnittsrendite der Bundesanleihen stieg weiter auf 0,28 Prozent.

Dabei waren die Äußerungen der beiden Notenbankchefs gar nicht so spektakulär. Janet Yellen bekräftigte lediglich den Kurs der US-Notenbank Federal Reserve, an einer behutsamen schrittweisen Zinserhöhung festzuhalten. Mario Draghi hatte sich optimistisch dahingehend geäußert, dass sich der Aufschwung in der Euro-Zone weiter fortsetzen werde. Allerdings sprach er dabei von „Normalisierung“ und „Inflation“. Gerade diese beiden Begriffe wurden von den Märkten als Signal verstanden, dass die Europäische Zentralbank (EZB) über eine Straffung der extrem lockeren Geldpolitik nachzudenken scheint. Zwar gab die EZB umgehend zur Kenntnis, sie fühle sich bei den jüngsten Äußerungen ihres Präsidenten missverstanden, die Märkte beeindruckte das aber wenig, zumal es dann das zweite „Missverständnis“ wäre. Erst kürzlich hatte der EZB-Präsident mit seiner Äußerung, er sehe die Wachstumsrisiken für den Euroraum als „weitgehend ausgeglichen“, dafür gesorgt, dass die Märkte Signale für ein Ende der „ultralockeren Geldpolitik gesehen haben. Zweimal hintereinander „missverständliche“ Äußerungen wären dann wohl doch etwas merkwürdig.

Die Märkte sehen in den Signalen eher erste vorsichtige Hinweise darauf, dass die EZB von ihrer Politik des billigen Geldes abrücken möchte und eine Zinswende anstrebt. Daran können auch die Hinweise auf Missverständnisse nicht ändern.

Man muss sich allerdings die Frage stellen, wie die Märkte reagieren werden, wenn keine verklausulierten verbalen Signale gesendet werden sondern reale zum Beispiel in Form eines Ausstiegs aus dem Anleihe-Ankaufsprogram oder eine Anhebung des Leitzins weg von der Null.

Fachleute rechnen nämlich mit heftigen Reaktionen der Märkte, wenn es zu einer Umkehr der Geldpolitik kommt. Wenn man sich anschaut, welche Reaktionen reine Formulierungsnuancen auslösen, dann werden die „heftigen“ Reaktionen an den Märkten in der Tat heftig sein, wenn die EZB ihren Worten Taten folgen lässt.

Das erfordert sicher ein Umdenken bei den Anlagestrategien der Anleger. Seither sind Anlagen in Immobilien und Firmenbeteiligungen (Aktien) eine Alternative für die wenig attraktiven festverzinslichen Anleihen und Festgelder.

Der Immobilienmarkt tendiert zu einer Überhitzung, wobei immer noch tunlichst der Begriff “Immobilienblase“ vermieden wird. Die Aktienbörsen haben gezeigt, wie anfällig dieser Markt sein kann. Deshalb drohen natürlich sofort nicht unerhebliche Kursverluste, wenn es zu Änderungen an der Zinsfront kommt .

Alternativen zu Anlagen in Aktien könnten direkte Firmenbeteiligungen zumindest als „Beimischung“ im Portfolio sein. Schauen sie sich die Angebote im Rahmen eines „private placement“ in unserem Investorenbrief einfach an. Sie werden interessante Angebote mit lukrativen Renditen finden.

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