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Archive for August, 2017

Eigenverantwortung der Anleger und die Risikolast der Kapitalgeber

Private Anleger sollten das Bewusstsein für ihre Eigenverantwortung bei Kapitalanlagen stärken und nicht mit verborgener “Spielcasino-Mentalität” Beteiligungsanlagen tätigen, so Dr. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ). Wer Kapitalanlagen mit Traumrenditen von z.B. 20 % und mehr nachjagt, muss sich über die Unserosität und einen späteren Zahlungsausfall nicht wundern. Das Vermögensanlagengesetz soll nach Darstellung der BaFin mit dazu beitragen, „dass Anleger die Seriosität und Erfolgsaussichten von Vermögensanlagen besser einschätzen können. Dies erleichtert es ihnen, eine fundierte und risikobewusste Entscheidung treffen zu können. Für seine Entscheidung ist und bleibt jeder Anleger jedoch selbst verantwortlich: Tritt ein Risiko ein, so hat er die Folgen zu tragen“. Die Risikolast und das Totalverlustrisiko liegen also beim Kapitalgeber.

Der Anleger muss sich außerdem darüber im Klaren sein, dass Anbieter und Emittenten von Vermögensanlagen, anders als Banken oder Finanzdienstleistungsinstitute, auch weiterhin nicht von der BaFin beaufsichtigt werden. Vor einem größeren öffentlichen Angebot müssen die Anbieter und Emittenten bei der BaFin lediglich einen Prospekt hinterlegen und diesen veröffentlichen, nachdem die BaFin ihn „gebilligt“ hat. Der Prospekt muss eine Vielfalt von Sach-Angaben und Informationen enthalten. Das Prospektrecht ist also ausschließlich darauf angelegt, Anlegern über wesentliche Fakten eine umfassende Transparenz bezgl. der Vermögensanlage, deren Anbieter und Emittenten zu verschaffen. Ob die Angaben in dem Prospekt tatsächlich richtig und wahr sind, prüft die BaFin nicht; ( so vermeidet die BaFin als Behörde die Staatshaftung gem. § 839 BGB ). Damit gibt der Staat das Qualitätsrisiko des Prospekts an den Anleger als sein persönliches Beteiligungsrisiko weiter. Kriminelles Handeln einzelner Anbieter wird die Prospektprüfung deshalb auch künftig nicht verhindern können. So ist der BaFin-Prospekt manchmal nicht mehr als ein irreführendes „Feigenblatt“ und wird am Kapitalmarkt nicht selten als amtlich erteiltes „Gütesiegel“ missbraucht.

Das Kleinanlegerschutzgesetz von 2015 hat für Vermögensanlagen eine grundsätzliche Mindestlaufzeit von 24 Monaten und eine Kündigungsfrist von mindestens zwölf Monaten eingeführt. Dadurch entsteht eine doppelte Schutzwirkung: Zum einen erhält der Anbieter einer Vermögensanlage für 24 Monate eine stabile Finanzierungsgrundlage. Zum anderen weiß der Anleger von vornherein, dass sein Kapital in dem Anlageunternehmen gebunden ist und dass seine Vermögensanlage eine unternehmerische Investition von gewisser Dauer darstellt, deren Rückzahlung er nicht kurzfristig einfordern kann. Beide werden daher prüfen müssen, ob und in welchem Umfang Verzinsung und Rückzahlung im Hinblick auf die Anlageziele und Anlagepolitik tatsächlich sichergestellt sind.

In der Vergangenheit hatte es Fälle gegeben, in denen Anbieter-Unternehmen nicht in der Lage waren, Anlegern ihre Mittel auf Verlangen kurzfristig wieder auszuzahlen, und darum Insolvenz anmelden mussten.

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Namensschuldverschreibungen mit ihren Rechtsgrundlagen gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 6 Vermögensanlagengesetz

Namensschuldverschreibungen sind eine Unterform der Anleihe,  die als unverbrieftes Forderungsrecht ( siehe www.finanzierung-ohne-bank.de ) ihre kapitalmarktrechtlichen Rechtsgrundlagen in dem § 1 Abs. 2 Nr. 6 Vermögensanlagengesetz ( VermAnlG ) haben. Schuldverschreibungen ( = Anleihen, Bonds oder auch Rentenpapiere genannt ) und Schuldscheindarlehen sind schuldrechtliche Verträge gemäß den §§ 488 ff, 793 ff des Bürgerlichen Gesetzbuches ( BGB ) mit einem Gläubiger-Forderungsrecht ( „Geld gegen Zins“ ). Schuldverschreibungen können namenlos auf den Inhaber (der verbrieften Wertpapiere) lauten ( = Inhaberschuldverschreibungen ) oder auf den Namen des Eigentümers der Schuldverschreibung ausgestellt werden.

Auch für Namensschuldverschreibungen gilt der weite Schuldverschreibungsbegriff des § 793 BGB. Im Unterschied zur Inhaberschuldverschreibung lautet die Namensschuldverschreibung nicht auf den jeweiligen Inhaber, sondern auf eine bestimmte natürliche oder juristische Person. Der Schuldner hat direkt an die in der Vertragsurkunde genannte Person zu leisten. Das hat zur Folge, dass das vertraglich beschriebene Recht regelmäßig nicht nach sachenrechtlichen, sondern nach forderungsrechtlichen Grundsätzen geltend gemacht und/oder übertragen wird. Sofern die Namensschuldverschreibungen nicht als Wertpapier verbrieft werden, gelten sie als wertpapierfreie Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Vermögensanlagengesetzes und fallen nicht unter das Wertpapierprospektgesetz.

Anleihen als Namensschuldverschreibungen werden von Unternehmen zur Finanzierung mit einer jährlichen Festverzinsung ausgegeben und in ein Namensschuldverschreibungs-Register eingetragen. Anleihen sind deshalb nichts anderes als formalisierte, wertpapierorientierte „Darlehen“. Sie stellen bilanzrechtlich Verbindlichkeiten dar und werden mit einem gebundenen Zins zur Unternehmensfinanzierung auf Zeit ausgegeben. Gemäß den Bereichsausnahmen des VermAnlG dürfen 20 Namensschuldverschreibungen prospektfrei ausgegeben werden. Die sogen. Bereichsausnahmen ( Bagatellgrenzen oder Geringfügigkeitsgrenzen ) des Vermögensanlagengesetzes ( VermAnlG ) stellen dabei auf die „Anzahl der Anteile“ ab, die maximal von „derselben Vermögensanlage“ gezeichnet werden dürfen. So dürfen nicht nur einmal zwanzig Namensschuldverschreibungen angeboten und ausgegeben werden, sondern von jedem Finanzinstrument gem. § 1 Abs. 2 Nr. 1 – 7 VermAnlG in Verbindung mit § 2 Abs. 1 Nr. 3 a) VermAnlG dürfen jeweils 20 Anteile offeriert und abgeschlossen werden. Es dürfen somit parallel und gleichzeitig acht verschiedene (wertpapierfreie) Finanzinstrumente ( = 8 mal 20 ) frei von einer Prospektpflicht verkauft werden: Das sind 20 Genussrechtsanteile, 20 stille Gesellschaftsanteile, 20 atypisch stille Beteiligungen, 20 Namensschuldverschreibungen, 20 Nachrangrangdarlehen, 20 partiarische Darlehen, 20 Direktinvestments oder 20 Kommanditanteile als wertpapierfreie Vermögensanlagen. Insoweit ist darauf zu achten, dass jeder Anleger jeweils nur „einen Anteil“ – in welcher Volumengröße auch immer – zeichnet.

Bei den Wertpapieren sind prospektfrei zulässig gem. § 3 Abs. 2 Nr. 2 Wertpapierprospektgesetz ( WpPG ) max. 149 Aktien bzw. 149 Anleihen ( wertpapierverbriefte Inhaberschuldverschreibungen ) ohne öffentliche Bewerbung sowie Wertpapiere unbegrenzt ab einer Mindestanlage von jeweils Euro 100.000,- mit öffentlicher Bewerbung, die angeboten, platziert und gezeichnet werden dürfen.

Die genannten Finanzinstrumente sind die Rechtsformen des verwässerungsfreien Mezzanine-Kapitals. Mezzanine-Kapital ist das stimmrechtslose Beteiligungskapital und dient der ergänzenden, bankenfreien Finanzierung von Unternehmen, die keinen Fremdeinfluss wünschen. Man kann auch die festverzinslichen Anlagen wie die partiarischen Darlehen ( = Darlehen mit Gewinnbeteiligung; auch Gewinndarlehen oder Beteiligungsdarlehen genannt ) oder die einfachen Nachrangdarlehen ohne Gewinnanteil als wirtschaftliches Eigenkapital hinzuzählen, soweit die Kapitaltilgung und die Zins- und Gewinnanteils-Zahlungen mit einem sogen. qualifizierten Nachrang versehen sind. Das bedeutet, die Ansprüche anderer Gläubiger haben Vorrang. Weitere Informationen und Auskünfte erteilt Dr. Horst Werner unter der Mail-Adresse dr.werner@finanzeirung-ohne-bank.de .

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Bankgebühren für Bargeldabhebungen

– wird die Ladenkasse bald zum Geldautomaten ? –

Bankkunden waren es seit Jahrzehnten gewohnt, sich am Geldautomaten jederzeit und kostenlos mit Bargeld zu versorgen, kostenlos zumindest an den institutseigenen Automaten. Bei der Abhebung an fremden Automaten wurden schon immer oftmals „saftige“ Gebühren verlangt.

Diese Zeiten scheinen jetzt zunehmend vorbei zu sein. Seit einiger Zeit nehmen immer mehr Institute bereits beim ersten Gang an den Automaten Gebühren. Andere berechnen gestaffelt erst nach zwei, drei oder mehr Abhebungen eine Gebühr. Einige Volks- und Raiffeisenbanken haben damit begonnen, verschiedene Gebühren je nach Tageszeit zu nehmen.

Den Banken war schon immer klar, dass mit Geldausgabeautomaten kein Geld zu verdienen ist. Nur konnte man vor der Billigzinsphase den Aufwand anderweitig kompensieren. Deshalb wurden seither die Kosten für den Betrieb von Geldausgabeautomaten auch nicht genau ermittelt. Sie gingen in den allgemeinen Kosten für den Betrieb einer Bankfiliale unter. Nachdem die Banken zunehmend vor allem auf dem Land kleinere Filialen schließen oder zusammenlegen, muss man sich Gedanken über die Versorgung mit Bargeld machen. Hier bieten private Geldautomatenbetreiber ihre Dienste an, und die müssen natürlich kostendeckend arbeiten. So berechnet zum Beispiel der Betreiber IC Cash je nach Standort Gebühren pro Abhebung zwischen zwei und fünf Euro, teilweise auch noch mehr.

Den Banken fällt es natürlich schwer, ihren Kunden zu vermitteln, dass für eine Dienstleistung, die Jahrzehntelang kostenlos war, jetzt Gebühren verlangt werden. Wenn sie versuchen, den Service Bargeldversorgung weiterhin kostenlos anzubieten, würde das sicher zu weiteren Erhöhungen der Kontoführungsgebühren führen und die sind teilweise auch schon „happig“.

Experten sind der Meinung, dass eine Dienstleistung, die schon seit Jahren von großen Supermarktketten angeboten wird, zunehmend in den Vordergrund tritt, nämlich die Versorgung mit Bargeld an der Ladenkasse. Seither war das allerdings für die Marktbetreiber aufwendig und wurde meistens an einen Mindesteinkaufwert gekoppelt, weil der Händler bei einer Auszahlung von zum Beispiel Euro 100,00 bis zu 20 Cent Kartengebühr zahlen musste.

Jetzt könnte eine technische Neuerung es den Händlern ermöglichen, diese Dienstleistung verstärkt anzubieten. Eine der wichtigsten Karten-Netzbetreiber, Card Process, hat die Möglichkeit geschaffen, den abgehobenen Geldbetrag und den Einkauf getrennt auszuweisen, was die Buchhaltung erleichtert und nun auch für kleinere und mittlere Betriebe interessant wird.

Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die Bargeldabhebungen bei den Händlern ansteigen werden. Das würde es den Banken erleichtern, die notwendige Reduzierung der Geldautomaten insbesondere in der Fläche durchzuführen. Das wurde nach Meinung von Experten Vorteile bei der Verhandlung mit den Banken über Gebühren bringen.

Außerdem wird erwartet, dass durch die Dienstleistung „Bargeld an der Ladenkasse“ verstärkt Kunden angeworben werden.

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Kapitalbeschaffung im Jahresendgeschäft 2017 mit dem Basisangebot der Dr. Werner Financial Service AG

Das Jahresendgeschäft mit der sogen. „Jahresendrally“ am Kapitalmarkt ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) beginnt stets Anfang September eines jeden Jahres und läutet für Anleger und Investoren den Jahresendspurt bei den Kapitalanlagen ein. Im Jahresendgeschäft der Investoren, Anleger und sonstigen Kapitalgeber werden nach Dr. Horst Werner aus Göttingen speziell in den letzten vier Monaten eines Jahres etwa 65 % aller Kapitalanlagen eines Jahres getätigt. Es ist die hohe Zeit der Geldanlagen und Beteiligungsinvestitionen. Unternehmen können diese beste Zeit des Jahres noch zur Kapitalbeschaffung und zur Optimierung ihrer Unternehmensfinanzierung zügig nutzen. Anleger und Investoren ziehen mit Ausblick auf das Jahresende bereits eine erste Zwischenbilanz über das gelaufene Geschäftsjahr und denken an die Wiederanlage von Überschüssen bzw. freiem Kapital nach, um investiert zu sein. Die Reinvestition geschieht u.a. auch aus steuerlichen Gründen, um der Besteuerung aus vorangegangenen Verkäufen durch Wiederanlage zu entgehen. Zu keinem Zeitpunkt eines Jahres ist mehr Liquidität im Markt vorhanden als im Schlussquartal eines Jahresverlaufs. Diese Liquidität steht meist bereitwillig für eine Wiederanlage zur Verfügung. Unternehmen mit Kapitalbedarf sollten deshalb die Zeit des Jahresendgeschäfts für ein Private Placement zur Kapitalaufnahme nutzen, Investitionen im neuen Jahr 2017 vorbereiten und sich für eine Beteiligung präsentieren.

Die Dr. Werner Financial Service AG bringt Unternehmen mit ihrem Kapitalbeschaffungs-Basisangebot von nur Euro 1.990,- zzgl. USt. (http://buchung.finanzierung-ohne-bank.com/) innerhalb weniger Tage an den Kapitalmarkt, so dass mittelständische Unternehmen und KMU´s noch das Jahresendgeschäft für die Kapitalbeschaffung nutzen können. Wir stellen sämtliche BaFin-konformen Beteiligungsvertrags-Unterlagen inkl. Zeichnungsscheine unterschriftsreif zur Verfügung und führen gleichzeitig ein Finanz- und Platzierungsmarketing für Ihr Unternehmen ( z.B. durch Aufnahme in unseren www.investoren-brief.de oder auf unser Finanzportal www.anleger-beteiligungen.de ) durch. Die Zins- und Renditeerwartungen des Marktes bzw. der Investoren liegen derzeit bei nur 4 % – 5,5 % p.a. Bei den vollkommen prospektfreien grundschuldbesicherten Darlehen sind ca. 3,5 bis 4,5 % p.a. erforderlich.

Weitere Leistungsmodule ( Erstellung von BaFin-freien Beteiligungs-Exposés oder Werbeflyern oder von BaFin-Prospekten etc. ) können auf Wunsch zusätzlich angeboten werden. Interessierte Unternehmer wenden sich direkt an den Finanzspezialisten Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de zur zügigen Umsetzung Ihrer Privatplatzierung im Jahresendgeschäft zwecks Stärkung von Liquidität und Bonität.

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Ohne BaFin-Ärger an den Kapitalmarkt zur bankenunabhängigen Unternehmensfinanzierung kommen

Das Motto: “Ohne BaFin-Ärger an den Kapitalmarkt kommen” steht im Mittelpunkt des Finanzierungs-Seminars der Dr. Werner Financial Service AG ( www.finanzierung-ohne-bank.de ). Dieses Finanzierungsseminar über die bankenunabhängige Kapitalbeschaffung von privaten Anlegern und Investoren für Unternehmen ( vollkommen ohne Banken ) findet am 21. September 2017 erneut in Göttingen zum Vorzugspreis von nur Euro 199,- mit dem Kapitalmarkt-Praktiker Dr. jur. Horst Werner statt. Es wird erläutert, wie Unternehmen ohne BaFin-Prospekte und ohne fünfstellige Prospektbilligungskosten an den Beteiligungsmarkt kommen und dort kapitalmarktrechtskonform ihre Platzierung vornehmen können. Es wird dargelegt, wie Unternehmen es vermeiden zu einem AIF-Fonds gemäß Kapitalanlagegesetzbuch zu werden und dann einer BaFin-Genehmigung bedürfen.

Kapitalmarktorientierte Unternehmensfinanzierungen mit privaten Nachrangdarlehen, mit gewinnorientiertem Nachrangkapital als bilanzrechtliches Eigenkapital ohne Einflussrechte, Beteiligungskapital oder grundschuldbesichertes Darlehenskapital von privaten Kapitalgebern als wirtschaftliches Eigenkapital – alles ohne Bankverschuldung; alle BaFin-Regeln werden erläutert. Die vollkommen BaFin-prospektfreie und volumenfreie Platzierungsmöglichkeit wird ausführlich dargestellt und im (Eigen-)Kapitalbeschaffungs-Seminar am 21. Sept. 2017 von der Dr. Werner Financial Service AG in Göttingen erläutert. Buchungen können unter dem nachstehenden Link erfolgen :

http://www.finanzierung-ohne-bank.de/htm/de/html/SeminareFinanz_Seminar_Unternehmensfinanzierung_Anmeldung.php

Weitere Erläuterungen gibt Dr. Horst Werner unter der Adresse dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de bei entsprechender Mailanfrage.

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Neu ab 21.08. 2017: § 13 Vermögensanlagengesetz mit der BaFin-Gestattungspflicht von Vermögensanlagen-Informations-Blättern (VIB)

Die BaFin informiert : “Änderungen des § 13 VermAnlG zur BaFin-Gestattungspflicht von Vermögensanlagen Informations Blättern ( VIB ): Am 21.07.2017 wurde das Gesetz zur Umsetzung der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie verkündet (vgl. BGBl. I Nr. 48 S. 2446). Art. 5 des Gesetzes tritt am 21.08.2017 in Kraft und regelt im Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) die Durchführung eines Gestattungsverfahrens sowie neue inhaltliche Vorgaben für VIB. Die neuen Regelungen gelten sowohl für VIB, die gemeinsam mit einem Verkaufsprospekt, als auch für VIB, die aufgrund der Inanspruchnahme der Befreiungstatbestände der §§ 2a, b VermAnlG bei der BaFin zu hinterlegen und vor Beginn des öffentlichen Angebots zu veröffentlichen sind.

Bislang reichte es aus, ein VIB vor Beginn des öffentlichen Angebots der Vermögensanlage bei der BaFin zu hinterlegen.

Nunmehr ist für ein VIB ein eigenes Prüfungsverfahren durch die BaFin mit gesetzlichen Fristen vorgesehen. Zudem werden durch § 13 VermAnlG-NEU neue Mindestangaben eingeführt und eine zwingende Reihenfolge der Mindestangaben und Hinweise in jedem VIB vorgeschrieben. Hintergrund ist eine bessere Vergleichbarkeit der verschiedenen Produkte für den Anleger vor Vertragsschluss.

Neue Mindestangaben in zwingender Reihenfolge : Nach § 13 Abs. 2 S. 2 VermAnlG-NEU soll ein VIB die nach § 13 Abs. 3 bis 8 VermAnlG-NEU erforderlichen Mindestangaben und Hinweise in der Reihenfolge ihrer Nennung im Gesetz enthalten.

Gemäß § 13 Abs. 3 S. 1 VermAnlG darf das VIB nach wie vor nicht mehr als drei DIN-A4-Seiten umfassen. Es muss mindestens die wesentlichen Informationen über die Vermögensanlagen in übersichtlicher und leicht verständlicher Weise in der im Gesetz vorgegebenen Reihenfolge jeweils in einer Form enthalten, dass das Publikum die Vermögensanlage anhand der vorgeschriebenen Angaben vergleichen kann. Zur besseren Übersichtlichkeit finden Sie auf dieser Seite unter Anlagen die jeweiligen Überkreuz-Checklisten mit den Mindestangaben und Hinweisen in der vorgeschriebenen Reihenfolge, unterschieden für VIB mit Prospekt sowie für VIB ohne Prospekt.

Das Gestattungsverfahren bei der BaFin :Das Gestattungsverfahren beginnt mit Einreichung des VIB bei der BaFin. Der Anbieter/Hinterleger erhält über den Eingang eine Bestätigung.

Die BaFin prüft, ob das VIB die gesetzlich geforderten Mindestangaben und Hinweise in der vorgegebenen Reihenfolge enthält. Sie prüft die Angaben jedoch nicht auf inhaltliche Richtigkeit. Hierauf ist im VIB explizit hinzuweisen. Die BaFin überprüft folglich weder die Seriosität des Anbieters/Emittenten noch kontrolliert sie die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells.

Die Gestattung der Veröffentlichung des VIB ist zu erteilen, wenn das VIB vollständig alle Angaben und Hinweise gemäß § 13 VermAnlG-Neu in der vorgeschriebenen Reihenfolge (!) enthält. Ist dies nicht der Fall, ist die Veröffentlichung des VIB gemäß § 17 Abs. 3 VermAnlG-Neu zu untersagen.

• Gestattungsverfahren für VIB, die neben einem Verkaufsprospekt eingereicht werden
Bei der Antragsstellung muss der Anbieter künftig beachten, dass neben dem Antrag auf Billigung des Verkaufsprospekts ebenso ein Antrag auf die Gestattung der Veröffentlichung des VIB zu stellen ist. Ein Muster-Anschreiben finden Sie bei der Bafin: https://www.bafin.de/DE/Aufsicht/Prospekte/Vermoegensanlagen/VIB/vib_nod… ).

Angelehnt an die Fristen im Verfahren bei Vermögensanlagen-Verkaufsprospekten gelten für VIB, die neben einem Prospekt eingereicht werden, nach § 13 Abs. 2 S. 6 VermAnlG-Neu die Fristen des Prospektbilligungsverfahrens gemäß § 8 Abs. 2 und 3 VermAnlG (20 Werktage) bzw. des Nachtragsverfahrens gemäß § 11 Abs. 1 Satz 4 VermAnlG (10 Werktage) entsprechend.

• Gestattungsverfahren für VIB, die aufgrund von §§ 2a, 2b VermAnlG zu erstellen sind
Wird die Prospektausnahme nach § 2a oder § 2b VermAnlG in Anspruch genommen, hat die BaFin dem Anbieter innerhalb von 10 Werktagen nach Eingang des VIB mitzuteilen, ob sie die Veröffentlichung gestattet. Ein Muster-Anschreiben finden Sie bei der BaFin : https://www.bafin.de/DE/Aufsicht/FinTech/VIB/vib_node.html .

Gelangt die BaFin nach ihrer Prüfung zu der Auffassung, dass die ihr zur Gestattung übermittelten Unterlagen unvollständig sind und/oder nicht in der vorgegebenen Reihenfolge enthalten sind, beginnt die 10-Werktages-Frist erst ab dem Zeitpunkt zu laufen, zu dem die fehlenden Unterlagen eingehen. Die Mitteilung hierüber soll innerhalb von fünf Werktagen nach Eingang des VIB erfolgen”. – Weitere kostenfreie Informationen erteilt Dr. Horst Werner von der Dr. Werner Financial Service AG ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) unter der Mailadresse dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de .

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Customer Placements sind hervorragende Platzierungswege und dienen der Kundenbindung

Finanzierungspraktiker sind positiv gestimmt für Kunden-Platzierungen ( customer placements ), die  einer Eigenkapital-Beschaffung von Mittelstandunternehmen und gleichzeitig der Kundenbindung des Unternehmens dienen, da sie durch die Vertrauenswürdigkeit bei den eigenen Kunden im Rahmen der bankenfreien Finanzierung zu erfolgreichen Kapitalbeschaffungs-Ergebnissen führen. Gleichzeitig erhält der Kunde für sein Kapital eine Verzinsung, wie er sie heute bei keiner Bank mehr bekommt. Meist kommen dann noch Einkaufsvorteile, Rabatte und Einkaufsgutscheine dazu, so dass diese Mehrfachvorteile die Zeichnung von Beteiligungskapital äußerst positiv beeinflussen. Customer Placements sind eine Unterform der bekannten „Family-and-Friends-Platzierung“; es geht um die Kunden-Platzierung.

Finanzdienstleister und Kapitalmarktberater halten aus Erfahrung eine Beteiligungsplatzierung bei den eigenen Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern für einen sehr erfolgreichen Vertriebsweg. Hotels, Gastronomiebetriebe, Versandhäuser, Online-Shops, Autohändler etc. sind für ein Customer Placement mit zusätzlichen Incentivs ideal aufgestellte Unternehmen, da sie den unmittelbaren persönlichen Zugang zu den bereits bekannten Kunden haben. Einzelhandelsgeschäfte können eine Kapitalplatzierung sogar direkt über den Ladentisch bei ihren Käufern zur besseren Kundenbindung durchführen. Diese Kundennähe mit Vertrauensvorsprung nutzten zahlreiche Unternehmen.

Diese Kundennähe mit Vertrauensvorsprung nutzten z.B. die Kaffeerösterei Contigo Trade Fair GmbH, was wegen des Platzierungserfolges für andere Unternehmen nachahmenswert ist. Die Fa. Contigo GmbH hat die Kapitalbeschaffung zur bankenunabhängigen Unternehmensfinanzierung über das Customer Placement durch Kapitaleinwerbung von Euro 3 Mio. bei den eigenen Kunden ( Private Placement with customers ) hervorragend mit der richtigen, einfühlsamen und überzeugenden Kundenansprache durchgeführt. Auch die ebenfalls von Dr. Werner betreute Baumarktkette Fa. Leitermann GmbH & Co KG KG aus den neuen Bundesländern hat ihre unorthodoxe Kapitalbeschaffung für die Unternehmensfinanzierung ohne Bankenkredite über eine Privatplatzierung durch die Ansprache von eigenen Kunden in ihren Geschäftsräumen realisiert.

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