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Bankgebühren für Bargeldabhebungen

– wird die Ladenkasse bald zum Geldautomaten ? –

Bankkunden waren es seit Jahrzehnten gewohnt, sich am Geldautomaten jederzeit und kostenlos mit Bargeld zu versorgen, kostenlos zumindest an den institutseigenen Automaten. Bei der Abhebung an fremden Automaten wurden schon immer oftmals „saftige“ Gebühren verlangt.

Diese Zeiten scheinen jetzt zunehmend vorbei zu sein. Seit einiger Zeit nehmen immer mehr Institute bereits beim ersten Gang an den Automaten Gebühren. Andere berechnen gestaffelt erst nach zwei, drei oder mehr Abhebungen eine Gebühr. Einige Volks- und Raiffeisenbanken haben damit begonnen, verschiedene Gebühren je nach Tageszeit zu nehmen.

Den Banken war schon immer klar, dass mit Geldausgabeautomaten kein Geld zu verdienen ist. Nur konnte man vor der Billigzinsphase den Aufwand anderweitig kompensieren. Deshalb wurden seither die Kosten für den Betrieb von Geldausgabeautomaten auch nicht genau ermittelt. Sie gingen in den allgemeinen Kosten für den Betrieb einer Bankfiliale unter. Nachdem die Banken zunehmend vor allem auf dem Land kleinere Filialen schließen oder zusammenlegen, muss man sich Gedanken über die Versorgung mit Bargeld machen. Hier bieten private Geldautomatenbetreiber ihre Dienste an, und die müssen natürlich kostendeckend arbeiten. So berechnet zum Beispiel der Betreiber IC Cash je nach Standort Gebühren pro Abhebung zwischen zwei und fünf Euro, teilweise auch noch mehr.

Den Banken fällt es natürlich schwer, ihren Kunden zu vermitteln, dass für eine Dienstleistung, die Jahrzehntelang kostenlos war, jetzt Gebühren verlangt werden. Wenn sie versuchen, den Service Bargeldversorgung weiterhin kostenlos anzubieten, würde das sicher zu weiteren Erhöhungen der Kontoführungsgebühren führen und die sind teilweise auch schon „happig“.

Experten sind der Meinung, dass eine Dienstleistung, die schon seit Jahren von großen Supermarktketten angeboten wird, zunehmend in den Vordergrund tritt, nämlich die Versorgung mit Bargeld an der Ladenkasse. Seither war das allerdings für die Marktbetreiber aufwendig und wurde meistens an einen Mindesteinkaufwert gekoppelt, weil der Händler bei einer Auszahlung von zum Beispiel Euro 100,00 bis zu 20 Cent Kartengebühr zahlen musste.

Jetzt könnte eine technische Neuerung es den Händlern ermöglichen, diese Dienstleistung verstärkt anzubieten. Eine der wichtigsten Karten-Netzbetreiber, Card Process, hat die Möglichkeit geschaffen, den abgehobenen Geldbetrag und den Einkauf getrennt auszuweisen, was die Buchhaltung erleichtert und nun auch für kleinere und mittlere Betriebe interessant wird.

Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die Bargeldabhebungen bei den Händlern ansteigen werden. Das würde es den Banken erleichtern, die notwendige Reduzierung der Geldautomaten insbesondere in der Fläche durchzuführen. Das wurde nach Meinung von Experten Vorteile bei der Verhandlung mit den Banken über Gebühren bringen.

Außerdem wird erwartet, dass durch die Dienstleistung „Bargeld an der Ladenkasse“ verstärkt Kunden angeworben werden.

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