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Archive for September, 2017

BaFin-Prospekte sind durch Hürden und Überregulierungen behindert und überteuert

Die Prospektprüfungen und Genehmigungsverfahren für Vermögensanlagenprospekte oder Wertpapierprospekte bei der BaFin dauern zwischenzeitlich bis zu 9 Monaten und länger. Es gibt in Einzelfällen Berichte von Billigungsverfahren, die weit über ein Jahr dauern ! Ferner erfordern Prospektprüfungen – je nach Prüfungsaufwand – allein eine BaFin-Billigungsgebühr von bis zu Euro 12.000,- und mehr. Noch vor zwei Jahren war die Prüfungszeit gesetzlich auf 20 Tage beschränkt ! Und die Prüfungskosten betrugen gesetzlich festgelegt für ein Finanzinstrument Euro 1.000,- . Das war für ein kleines oder mittleres Unternehmen bezahlbar und lag in einem angemessenen Zeitrahmen bis zur Kapitalaufnahme am Beteiligungsmarkt ( siehe www.finanzierung-ohne-bank.de ). Das hat der Gesetzgeber dann vollkommen ausufernd und praxisfern geändert. Ähnlich wie bei der realitätsfremden „Immobilienkreditrichtlinie“ sind das Justizministerium und das Finanzministerium völlig über das Ziel hinausgeschossen.

Eine weitere Hürde besteht für kleine und mittlere Unternehmen auch dadurch, dass gemäß den §§ 23 ff Vermögensanlagengesetz Pflichtprüfungen durch einen Wirtschaftsprüfer vorgesehen sind und das die Testate mit der Adresse des Wirtschaftsprüfers im BaFin-Prospekt veröffentlicht werden müssen. Diese Pflicht bedeutet zusätzliche Kosten und zusätzlichen Zeitaufwand, der die Geschwindigkeit des Gangs an den Kapitalmarkt negativ beeinflusst. Die Pflichtprüfung stößt zudem bei vielen Wirtschaftsprüfern, die oft von Haftungsängstlichkeiten im Rahmen von Prospekthaftungs-Verantwortlichkeiten geplagt sind, auf ablehnende Haltung was die Übernahme eines solchen öffentlichen Prüfungsauftrages anbelangt.

Ab dem August 2017  müssen auch die Vermögensanlagen-Informations-Blätter ( VIB ) nicht nur bei der BaFin eingereicht, sondern durch Prüfung der BaFin ausdrücklich gebilligt werden. So zerstört man den Risikokapitalmarkt durch hindernde Überregulierung.

Die Gesetzesänderungen in den vergangenen 5 Jahren haben alles für den Mittelstand zu teuer und zu langwierig gemacht. Zudem haben die gesetzlichen Regulierungen nichts genutzt.

Deshalb sollten und müssen Unternehmen verstärkt die Bereichsausnahmen und Bagatellgrenzen der Prospektgesetze nutzen, um schnell und kostengünstig an den Kapitalmarkt zu kommen. Auch ohne BaFin-Prospekt können Platzierungen bis zu ca. Euro 10 Mio. und mehr gesetzeskonform stattfinden, wenn man die Bereichsausnahmen geschickt kombiniert und einsetzt. Die grundschuldbesicherten Darlehen sind bei Beachtung der BaFin-Regeln sogar vollkommen prospektfrei. Mehr kostenfreie Informationen erteilt Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de .

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Grundzüge der EU-richtlinienbasierte MiFID II mit ihren wesentlichen Punkten für die Kapitalmärkte ab Januar 2018

Nachfolgend werden von Dr. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) die Grundzüge der ab dem 03. Jan. 2018 in Kraft tretenden Richtlinie MiFID II für die EU-Finanzmärkte dargestellt. Die MiFID II ist die Abkürzung für die Überarbeitung der 2007 verabschiedeten Richtlinie über die EU-Märkte für Finanzinstrumente ( 2004/39/EG ), die als MiFID I ( Markets in Financial Instruments Directive ) bekannt ist. Die EU-Richtlinie über die Märkte für Finanzinstrumente ( kurz Finanzmarktrichtlinie ) ist das regulatorische Rahmenwerk für Wertpapier- und Börsengeschäfte in der Europäischen Union. Neben dem Wertpapierhandelsgesetz ( WpHG ) ändert das deutsche 2. FiMaNoG in Umsetzung der MiFID II auch andere Kapitalmarktgesetze, insbesondere das Börsengesetz (BörsG) und das Kreditwesengesetz ( KWG ). Hier werden die wesentlichen Regulierungen für den freien Kapitalmarkt dargestellt.

MiFID regelt und harmonisiert europaweit den Wertpapierhandel und setzt hohe Standards für den Anlegerschutz. Die EU-Richtlinie MiFID II tritt am 3. Januar 2018 in Kraft.
Die MiFID II soll die Transparenz in den Märkten sowie die Effizienz und Integrität der Finanzmärkte erhöhen. Zum Schutz der Anleger sind verschärfte Regeln im Vertrieb von Finanzprodukten und damit auch von Fonds geplant. Unter anderem müssen Vermittler von Finanzprodukten künftig EU-weit offenlegen, ob sie unabhängig beraten oder auf Provisionsbasis tätig sind. So wurden die Informationspflichten der Unternehmen gegenüber den Kunden verbessert und ausdifferenziert. Insbesondere die Kosten, die mit dem Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments verbunden sind, müssen transparenter aufgeschlüsselt werden. Ihre Auswirkungen auf die Rendite der Anlage sind in verständlicher Form darzustellen.

Ob Finanzdienstleister mit der Bezeichnung „unabhängig“ werben, dann aber auf Vertriebsprovisionen verzichten müssen, bleibt ihnen überlassen. Die Politik hat sich bei der MiFID-Reform für ein Nebeneinander von Honorar- und Provisionsberatung entschieden. Die Bezeichnung „Honorar-Anlageberatung“ wurde in „Unabhängige Honorar-Anlageberatung“ geändert. Bei der Unabhängigen Honorar-Anlageberatung sind nicht-monetäre Zuwendungen Dritter an das Wertpapierdienstleistungsunternehmen nicht zulässig. Monetäre Zuwendungen sind nur unter engen Voraussetzungen erlaubt und müssen an den Kunden ausgekehrt werden. Bei der provisionsbasierten Anlageberatung und anderen Wertpapierdienstleistungen sind Zuwendungen nur erlaubt, wenn sie darauf zielen, die Qualität der jeweiligen Dienstleistung zu verbessern.

Der faire Wettbewerb zwischen beiden Vertriebsmodellen soll den Zugang aller Anleger zu Finanzprodukten sichern. Zudem enthält die MiFID II beispielweise Vorschriften zur Bestimmung des Zielmarkts und zur Kostentransparenz.

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Kapitalbeschaffung im Jahresendgeschäft 2017 durch eine Privatplatzierung mit der Dr. Werner Financial Service AG

Die Kapitalanlagebereitschaft von Anlegern und Investoren ist in den letzten Monaten eines Jahres am größten, so Dr. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ). Diese Zeit des Jahres wird “Jahresendgeschäft” genannt ( vergleichbar dem Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel ). Im September eines jeden Jahres beginnt die sogen. „Jahresendrally“ am freien Kapitalmarkt mit einem Sturm auf die noch angebotenen Kapitalanlagen. Im Jahresendgeschäft der Investoren, Anleger und sonstigen Kapitalgeber werden nach Dr. Horst Werner aus Göttingen speziell in den letzten drei Monaten eines Jahres etwa 65 % aller Kapitalanlagen eines Jahres getätigt. Es ist die hohe Zeit der Geldanlagen und Beteiligungsinvestitionen. Unternehmen können diese beste Zeit des Jahres noch zur Kapitalbeschaffung und zur Optimierung ihrer Unternehmensfinanzierung zügig nutzen. Anleger und Investoren ziehen mit Ausblick auf das Jahresende bereits eine erste Zwischenbilanz über das gelaufene Geschäftsjahr und denken an die Wiederanlage von Überschüssen bzw. freiem Kapital nach, um investiert zu sein. Die Reinvestition geschieht u.a. auch aus steuerlichen Gründen, um der Besteuerung aus vorangegangenen Verkäufen durch Wiederanlage zu entgehen. Zu keinem Zeitpunkt eines Jahres ist mehr Liquidität im Markt vorhanden als im Schlussquartal eines Jahresverlaufs. Diese Liquidität steht meist bereitwillig für eine Wiederanlage zur Verfügung. Unternehmen mit Kapitalbedarf sollten deshalb die Zeit des Jahresendgeschäfts für ein Private Placement zur Kapitalaufnahme nutzen, Investitionen im kommenden Jahr 2018 vorbereiten und sich für eine Beteiligung präsentieren.

Die Dr. Werner Financial Service AG bringt Unternehmen mit ihrem Kapitalbeschaffungs-Basisangebot von nur Euro 1.990,- zzgl. USt.(http://buchung.finanzierung-ohne-bank.com/) innerhalb weniger Tage an den Kapitalmarkt, so dass mittelständische Unternehmen und KMU´s noch das Jahresendgeschäft für die Kapitalbeschaffung nutzen können. Wir stellen sämtliche BaFin-konformen Beteiligungsvertrags-Unterlagen inkl. Zeichnungsscheine unterschriftsreif zur Verfügung und führen gleichzeitig ein Finanz- und Platzierungsmarketing für Ihr Unternehmen ( z.B. durch Aufnahme in den www.investoren-brief.de ) durch. Die Zins- und Renditeerwartungen des Marktes bzw. der Investoren liegen derzeit bei nur 3,5 % – 5,5 % p.a.

Weitere Leistungsmodule ( Erstellung von BaFin-freien Beteiligungs-Exposés und Nachrangdarlehens-Prospekten oder von BaFin-Prospekten etc. ) können auf Wunsch angeboten und erfragt werden. Interessierte Unternehmer wenden sich, um noch ihr eigenes Anlageangebot BaFin-gerecht zu präsentieren, direkt an den Finanzspezialisten Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de zur zügigen Umsetzung Ihrer Privatplatzierung im Jahresendgeschäft zwecks Stärkung von Liquidität und Bonität.

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Zur Untersagung und zu Rückabwicklungsbefugnissen der BaFin bei fehlerhaften Platzierungs-Unterlagen

Die Banken- und Kapitalmarktaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ( = BaFin ) kontrolliert mit gesonderten Abteilungen ( Referate WA 54, 55 und den EVG-Referaten 32 ff ) den Geld- und Finanzmarkt, so Dr. jur. Horst Werner. Finanzierungen und Kapitalbeschaffungen für Unternehmen über die Kapitalmärkte und das “Einsammeln von Kapital” ( Geld-Einlagen ) von privaten Anlegern und Investoren ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) unterliegen der staatlichen Banken- und Wertpapieraufsicht sowie einer strengen, strafbewehrten Reglementierung gemäß dem Kreditwesengesetz und den Prospektgesetzen ( Vermögensanlagengesetz und Wertpapierprospektgesetz ) sowie dem Kapitalanlagegesetzbuch für die Fonds. Unerlaubte Kapitalmarktaktivitäten sind gem. den §§ 1, 54 KWG strafbar mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe; bei Nichtwissen wird regelmäßig Fahrlässigkeit unterstellt, die mit bis zu drei Jahren Gefängnis bedroht ist.

Stellt die BaFin auf der Grundlage von Ermittlungen fest, dass ein Unternehmen mit unzulässigen Beteiligungsvertragsunterlagen tatsächlich unerlaubte Geschäfte betreibt, hat sie als Aufsichtsbehörde umfangreiche Befugnisse, um solchen Geschäften sofort ein Ende zu bereiten. Diese Befugnisse besitzt die BaFin auch gegenüber jedem anderen Unternehmen und jeder natürlichen Person, die in die Anbahnung, den Abschluss oder die Abwicklung unerlaubter Geschäfte einbezogen ist – unabhängig davon, ob dies wissentlich oder unwissentlich geschieht. Stellt der Betreiber die unerlaubten Geschäfte auf erste Anforderung nicht freiwillig ein, untersagt die BaFin formell die Fortsetzung des unerlaubten Betriebs und ordnet die Abwicklung des bestehenden Geschäfts an; das bedeutet, dass das Unternehmen alle Beteiligungsgelder innerhalb von drei Wochen an die Kapitalgeber zurückzahlen muss. Ist es dazu nicht in der Lage, weil die Beteiligungsgelder z.B. investiert sind, muss das Unternehmen regelmäßig Insolvenz anmelden.

Aufgrund von § 37 des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) kann die BaFin gegen Unternehmen einschreiten, die Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäfte betreiben, aber die dafür gesetzlich vorgeschriebene Erlaubnis nicht haben, oder solche Geschäfte betreiben, die nach § 3 KWG verboten sind. Gegen unerlaubte Investmentgeschäfte besteht für die BaFin eine Eingriffsbefugnis gemäß § 15 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB). Als zuständige Aufsichtsbehörde schreitet sie gemäß § 4 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) unter anderem auch gegen Unternehmen ein, die Zahlungsdienste oder das E-Geld-Geschäft ohne die notwendige Erlaubnis betreiben.

Je nach Lage des Einzelfalles erlässt die BaFin zusätzliche Weisungen, die eine ordnungsgemäße Abwicklung sicherstellen sollen. Falls die BaFin nicht davon ausgehen kann, dass die unternehmenseigenen Organe für eine ordnungsgemäße Abwicklung sorgen, setzt sie eine geeignete Person ein, die als Abwickler die entsprechenden Geschäftsführungs- und Vertretungskompetenzen über das Unternehmen übernimmt. Für diese Funktion bedient sich die BaFin geeigneter Rechtsanwälte, die sich auch als Insolvenzverwalter bewährt haben.

Wird ein unerlaubter oder verbotener Geschäftsbetrieb festgestellt, richten sich die damit verbundenen Ermittlungs- und Eingriffskompetenzen nicht nur gegen den Betreiber, die Mitglieder seiner Organe, seine Gesellschafter, seine Arbeitnehmer und sonstigen Beschäftigten. Sie bestehen auch gegenüber allen Personen, die wissentlich oder unwissentlich in die Anbahnung, den Abschluss oder die Abwicklung unerlaubter oder verbotener Geschäfte einbezogen sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sie Konten führen oder Internetseiten betreiben.

Die BaFin veröffentlicht ihre formellen Untersagungsverfügungen und Abwicklungsanordnungen auf ihrer Webseite. Interessierte können sich dort informieren, gegen welche Unternehmen und Personen die BaFin wegen unerlaubter Geschäfte formell eingeschritten ist. Die Veröffentlichungen verbreiten sich im Internet und wirken wie ein “an den Pranger stellen”.

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Wie lange hält der Wirtschaftsboom?

Es drohen Überhitzung und Inflation

Seit geraumer Zeit jagt eine Rekordmeldung die nächste. Hohe Beschäftigung, steigendes Bruttoinlandsprodukt, Weltmeister im Export, steigende Löhne und Steigerung der Kaufkraft, konsumfreudige Verbraucher usw. u.sw.

Aus diesen Meldungen kann man ablesen, dass es Deutschland besser denn je geht. Die Arbeitslosenzahlen sinken, das Geschäftsklima ist euphorisch und die Firmen suchen händeringend qualifizierte Mitarbeiter.

Aber es gibt zunehmend warnende Stimmen von Wirtschaftsexperten, dass der Wirtschaftsboom kein Dauerzustand bleiben wird. Nach Meinung der Experten wächst die deutsche Wirtschaft bereits das fünfte Jahr über ihr Potential, was letztlich heißen soll: Das geht nicht mehr lange so weiter. Nach Meinung von Wirtschaftsforschern des Instituts für Weltwirtschaft (If W ) in Kiel steht Deutschland bei merklich über normal ausgelasteten Kapazitäten an der Schwelle zur Hochkonjunktur.

Vor diesem Hintergrund nehmen nach Meinung des If W die Risiken für die deutsche Wirtschaft zu. Anfang 2018 stehen Tarifverhandlungen für drei wichtige Branchen an, die Metall- und Elektroindustrie, der öffentliche Dienst und die Bauindustrie. Dabei gehen die Experten davon aus, dass es mit Blick auf die gute Konjunktur zu deutlichen Lohnsteigerungen kommen kann, die wahrscheinlich über drei Prozent liegen könnten. Diese Erhöhung der Lohnkosten könnten ein Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft werden.

Die Zunahme der offenen Stellen erschwert das Wachstum der deutschen Wirtschaft, zumal die Ressourcen auf dem Arbeitsmarkt immer stärker angespannt sind. Das Bruttoinlandsprodukt wird nach Meinung der Experten im laufenden Jahr um 1,7 Prozent steigen. Für das Jahr 2018 werden 1,6 Prozent erwartet. Bei einer weiter sinkenden Sparquote wird der Konsum weiter anziehen und auch die Immobilienpreise werden weiterhin steigen.

Mit Blick auf diese Prognosen wird auch die Inflationsrate steigen und in absehbarer Zeit die zwei Prozentmarke übersteigen. Das wäre dann der Zeitpunkt, wo die Europäische Zentralbank sich von der seitherigen Zins- und Geldpolitik verabschieden wird.

Eine Änderung an der Zinsfront könnte für eine Reihe von Unternehmen zu Problemen führen. Viele Unternehmen können im Moment nur deshalb überleben, weil sie die normalen Fremdkapitalkosten zur Zeit wegen der Niedrigzinsphase nicht erwirtschaften müssen. Bei steigenden Zinsen werden diese wieder zu einem Kostenfaktor. Das wird dann auch die Staatsfinanzen betreffen. Wenn die Staatsverschuldung mal wieder „ordentlich“ verzinst werden muss, dann wird es sicher schwieriger mit der „schwarzen Null“.

Auch die Wettbewerbsfähigkeit und der damit verbundene hohe Export werden vo n dem zu mindest im Moment steigenden Euro beeinflusst.

Somit gibt es eine Reihe von Indikatoren, die darauf hinweisen, dass die sehr gute Konjunktur durchaus bedroht sein kann.

Hoffen wir, dass durch eine kluge Wirtschafts-Fiskal-und Geldpolitik das „Schiff Wirtschaft“ auf Kurs gehalten werden kann.

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Kapitalmarktrechtliche Vorschriften für wertpapierverbriefte Anleihen ( = Inhaberschuldverschreibungen ) und für unverbriefte Namensanleihen

Schuldverschreibungen können als Inhaberschuldverschreibungen ohne namentliche Zuordnung oder als Namensschuldverschreibungen ausgegeben werden – siehe www.finanzierung-ohne-bank.de. Forderungsinhaber ist dann bei der Inhaberschuldverschreibung derjenige, der das Inhaberpapier physisch in den Händen hält. Eine Ausgabe solcher Forderungspapiere ist auch als Namensschuldverschreibung möglich. Dann ist Forderungsinhaber derjenige, der in der Schuldverschreibung namentlich genannt und/oder in das Namensschuldverschreibungs-Buch einer Gesellschaft eingetragen ist.

Bei den Anleihen ( juristisch Schuldverschreibungen gemäß den §§ 793 Bürgerliches Gesetzbuch – BGB genannt ) sind kapitalmarktrechtlich

(I) die wertpapierverbrieften Anleihen gemäß § 2 Nr. 1 Wertpapierprospektgesetz (WpPG) und

(II) die nicht wertpapierverbrieften Namensanleihen ( = Namensschuldverschreibungen als
Vermögensanlagen gemäß den §§ 1, 2 ff Vermögensanlagengesetz – VermAnlG )

zu unterscheiden. Die Anleihewertpapiere als Inhaberschuldverschreibungen sind nach dem Wertpapierprospektgesetz bei einer Mindestzeichnungssumme von jeweils mindestens oder über Euro 100.000,– BaFin-genehmigungsfrei (siehe § 3 Abs. 2 Ziff. 3 WpPG ); = prospektfrei, wenn also die Mindestzeichnungssumme des zu platzierenden Wertpapiers pro Zeichner mindestens Euro 100.000,- ( oder höher ) beträgt.

Wenn die Anleihe nicht wertpapierverbrieft ist ( also keine physischen Stücke ausgegeben werden ), dann spricht man von Namensanleihen ( oder Namensschuldverschreibungen als Vermögensanlagen ), die beim Emissionsunternehmen in ein Namensschuldverschreibungsregister eingetragen werden. Namensschuldverschreibungen dürfen prospektfrei maximal 20 Anteile, also an 20 Beteiligte pro Finanzinstrument ohne Prospektpflicht ausgegeben werden dürfen.

a) Unverbriefte Namensanleihen ( = Namensschuldverschreibungen ) dürfen
als Vermögensanlagen unbeschränkt öffentlich beworben werden. Die Fungibilität ist einzuschränken.
b) Wertpapierverbriefte Anleihen ( oder Aktien ) dürfen ab einer Mindest-
Zeichnungssumme von Euro 100.000,- und darüber ebenfalls unbeschränkt öffentlich beworben werden.

Bei einer geringeren Zeichnungssumme als Euro 100.000,- dürfen Anleihen nur in persönlichen Gesprächen 149 mal angeboten und 149 mal platziert werden – also z.B. 149 Anleihen und 149 Aktien (sofern man auch Aktien ausgibt ).

Somit können Emittenten auch mehr Finanzinstrumente als die 8 mal 20 Vermögensanlagen im sinne des § 1 VermAnlG zeichnen lassen ( nämlich plus 149 Anleihen jeweils unter Euro 100.000,- ). Bei den Anleihen sind (a) die wertpapierverbrieften Anleihen gemäß Wertpapierprospektgesetz (WpPG) und (b) die nicht wertpapierverbrieften Namensanleihen ( = Namensschuldverschreibungen als Vermögensanlagen gemäß den §§ 1 ff Vermögensanlagengesetz ) zu unterscheiden. Die Anleihewertpapiere sind nach dem Wertpapierprospektgesetz bei einer Mindestzeichnungssumme von jeweils mindestens und über Euro 100.000,– BaFin-genehmigungsfrei (siehe § 3 Abs. 2 Ziff. 3 WpPG ); prospektfrei wenn also die Mindestzeichnungssumme des zu platzierenden Wertpapiers pro Zeichner mindestens Euro 100.000,- ( oder höher ) beträgt.

Wenn die Anleihe nicht wertpapierverbrieft ist ( also keine physischen Stücke ausgegeben werden ), dann spricht man von Namensanleihen ( oder Namensschuldverschreibungen als Vermögensanlagen ), wovon maximal 20 ( Anteile ) prospektfrei, also an 20 Beteiligte pro Schildverschreibungsanteil ohne Prospektpflicht ausgegeben werden dürfen.

a) Unverbriefte Namensanleihen dürfen prospektfrei öffentlich beworben werden.
b) Wertpapierverbriefte Anleihen ( oder Aktien ) unterhalb einer Mindest-
Zeichnungssumme von Euro 100.000,- dürfen nicht öffentlich beworben werden;

aber in persönlichen Gesprächen 149 mal angeboten und 149 mal platziert werden – also z.B. 149 Anleihen und 149 Aktien (sofern man auch Aktien ausgibt ).

c) Aktien bzw. Anleihen als Wertpapiere können aber ab jeweils Euro 100.000,- Mindestzeichnungssumme prospektfrei und ohne Anzahl- und ohne Volumenbegrenzung öffentlich angeboten, platziert und gezeichnet werden. Somit könnten Emissionsunternehmen auch mehr Finanzinstrumente als die 8 mal 20 Vermögensanlagen zeichnen lassen ( nämlich plus 149 Anleihen jeweils unter Euro 100.000,- ).

Weitere Fragen beantwortet Dr. Horst Werner von der Dr. Werner Financial Service AG bei entsprechender Mailanfrage unter der Adresse dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de kostenfrei.

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Staatsanleihen. Eine sichere Geldanlage?

Viele Anleger gehen bei der Geldanlage lieber „auf Nummer sicher“ und bevorzugen Anleihen, insbesondere Staatsanleihen, um größere Kursschwankungen oder gar Verluste zu vermeiden.

Der Begriff der sogenannten „ sicheren Anlage“ spielt im Finanzbereich eine große Rolle. In der Finanztheorie werden in der Regel Staatsanleihen als sichere Geldanlage definiert. Den Staat sieht man allgemein als einen sicheren Schuldner an. Das spiegelt sich auch darin wieder, dass Kredite der Banken, in der Regel durch Kauf von Staatsanleihen, nicht mit Eigenkapital unterlegt werden müssen.

Die „sichere Geldanlage“ wird in der Regel auch herangezogen, um die Renditen für riskantere Geldanlagen zu bestimmen, indem man zu der Rendite der sicheren Anlage entsprechende Risikoprämien hinzurechnet.

Aber ist dann der Staat tatsächlich über jeden Zweifel erhaben , was Zinszahlung und Rückzahlung betrifft? In der Regel ja, denn im Ernstfall können sich Staaten von ihrer Zentralbank das nötige Geld drucken lassen, wenn die Rückzahlung nicht anders möglich ist. Schließlich sind die Zentralbanken nur so lange unabhängig, wie es der Staat zulässt, denn letztlich sind sie öffentliche Einrichtungen. Insofern kann man Staatsanleihen als sicher ansehen, wenn sie Zinszahlungen und Rückzahlungen in der Landeswährung erfolgen.

Aber wie verhält es sich mit dem realen Wert der Anleihe in Staatspapieren? Ist der Staat gezwungen, die „Gelddruckmaschine“ auf Hochtouren laufen zu lassen, kann es schnell passieren, dass die Zins- und Rückzahlungen mit entwertetem Geld erfolgt, je nachdem, wie die Geldmenge steigt.

Solange also ein Staat in der Lage ist, die Zahlungsverpflichtungen ggfls. mit der Hilfe seiner Zentralbank zu erfüllen, kann man die Staatsanleihen als sicher ansehen, zumindest nominal.

Aber wie steht es mit Anleihen von Mitgliedsländern der Europäischen Union? Diese Länder haben keinen Zugriff auf die Europäische Zentralbank (EZB) und können sich dort kein Geld drucken lassen. Es ist der EZB sogar verboten, die Schulden von Staaten zu begleichen. Gerade dieser Punkt steht zur Zeit in der Diskussion, denn die massiven Anleihekäufe der EZB werden von vielen Kritikern auch schon als Staatsfinanzierung angesehen. Wenn man also als eine Grundvoraussetzung für eine „sichere Geldanlage“ die Möglichkeit des Staates sieht, dass die Rückzahlung notfalls mit Hilfe der Notenbank erfolgen kann, dann sind die Anleihen der Eurostaaten im Ernstfall ebenso riskant, wie die Anleihen in Fremdwährung anderer Staaten. In der derzeitigen Niedrigzinsphase oder sogar Nullzinsphase wird die „sichere Geldanlage“ in Form von Anleihen, insbesondere von Staatsanleihen, noch von einer anderen Seite bedroht. Steigen die Zinsen, fallen die Kurse. Steigen zum Beispiel die Zinsen während einer Zehn-Jahres-Laufzeit um ein Prozent, fallen die Kurse der Anleihen zwischenzeitlich um zehn Prozent. Die Auswirkungen weiterer Zinssteigerungen kann man sich dann selbst ausrechnen.

Fazit: Auch die vermeintlich „sichere Geldanlage“ ist relativ.

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