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BaFin-Prospekte sind durch gesetzliche Hürden und Überregulierungen überteuert, unnütz erschwert und unübersichtlich

BaFin-Prospekte sind durch gesetzliche Hürden und Überregulierungen überteuert und mit unnützen Angaben überfrachtet sowie gesetzlich zur Unübersichtlichhkeit verdammt.

Noch vor zwei Jahren war die Prüfungszeit gesetzlich auf 20 Tage beschränkt ! Und die Prüfungskosten betrugen gesetzlich festgelegt für ein einzelnes Finanzinstrument Euro 1.000,- . Das war für ein kleines oder mittleres Unternehmen bezahlbar und lag in einem angemessenen Zeitrahmen bis zur Kapitalaufnahme am Beteiligungsmarkt ( siehe www.finanzierung-ohne-bank.de ). Das hat der Gesetzgeber dann vollkommen ausufernd und praxisfern geändert. Ähnlich wie bei der realitätsfremden „Immobilienkreditrichtlinie“ sind das Justizministerium und das Finanzministerium völlig über das Ziel hinausgeschossen. Heute liegen die durchschnittlichen Billigungsgebühren der BaFin zehnmal so hoch und die Billigung dauert zehnmal so lange !

Eine kostentreibende Hürde besteht für kleine und mittlere Unternehmen auch dadurch, dass für Emittenten gemäß den §§ 23 ff Vermögensanlagengesetz Pflichtprüfungen durch einen Wirtschaftsprüfer vorgesehen sind und das die Testate mit der Adresse des Wirtschaftsprüfers im BaFin-Prospekt veröffentlicht werden müssen. Diese Pflicht bedeutet zusätzliche Kosten ( mindestens Euro 5.000,- ) und zusätzlichen Zeitaufwand ( mindestens zusätzliche ein bis zwei Monate ), der die Geschwindigkeit des Gangs an den Kapitalmarkt negativ beeinflusst. Die Pflichtprüfung stößt zudem bei vielen Wirtschaftsprüfern, die oft von Haftungsängstlichkeiten im Rahmen von Prospekthaftungs-Verantwortlichkeiten geplagt sind, auf ablehnende Haltung was die Übernahme eines solchen öffentlichen Prüfungsauftrages anbelangt.

Ab dem August 2017 müssen auch noch die Vermögensanlagen-Informations-Blätter ( VIB ) nicht nur bei der BaFin eingereicht, sondern durch Prüfung der BaFin ausdrücklich gebilligt werden. Mit solchen Überregulierungen zerstört man den Risikokapitalmarkt für KMU´s.

Die Gesetzesänderungen in den vergangenen 5 Jahren haben alles für den Mittelstand zu teuer, zu kompliziert und zu langwierig gemacht. Die meisten Prospekte mit – oft zwingend erforderlichen – mehr als hundert Seiten sind regelmäßig unübersichtlich und nicht lesbar. Dadurch haben die gesetzlichen Weiterungen mit einer Verdoppelung der Regulierungen nichts genutzt. Die gesetzlich bestimmten, überbordenden Angaben schütten jegliche Verständlichkeit für den durchschnittlichen Leser und Anleger zu.

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