Home > Uncategorized > Die Reform des Einlagensicherungsfonds soll die Finanzkraft des Fonds stärken

Die Reform des Einlagensicherungsfonds soll die Finanzkraft des Fonds stärken

Die bereits vor einiger Zeit beschlossene Reform des Einlagensicherungsfonds ist am 1. Oktober in Kraft getreten. Sie ist im Statut des Einlagensicherungsfonds festgeschrieben.

Neben den zu beachtenden Änderungen ist ganz wichtig zu wissen, dass sich für private Kunden nichts ändert. Der volle Schutz von Sicht-, Spar- und Termineinlagen bis zu 20% des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank bleibt unverändert bestehen. Damit sind in der Regel pro Kunde mindestens eine Millionen Euro pro Bank geschützt. Auch bei Stiftungen ergeben sich keine Veränderungen. Sie genießen weiterhin den Schutz wie private Kunden.

Ziel der Reform ist vor allen Dingen die Stärkung des Fonds. In den vergangenen Jahren waren die Aufwendungen für Abwicklungen und Entschädigungen drastisch gestiegen. Die Aufwendungen der einzelnen Banken für die Einlagensicherung durch den Fonds führen natürlich mit Blick auf die Niedrigzinsphase zu einem erhöhten Kostendruck. Deshalb will der Fonds jetzt seine Kräfte bündeln, um insbesondere die Finanzkraft für die Kunden zu stärken, die tatsächlich Schutz bedürfen.

Ganz sicher möchte man aber auch auf eine immer wieder ins Gespräch gebrachte gesamteuropäische Einlagensicherung vorbereitet sein. Die EU – Einlagensicherung (Edis) stößt sowohl bei der Bundesregierung als auch bei Banken auf große Skepsis, weil eine gemeinsame Haftung bei Schieflagen Europäischer Geldhäuser eintreten könnte. Kritik kam auch von der Deutschen Bundesbank. Gleichwohl werden in der EU immer wieder Stimmen laut, die eine Zentralisierung und Vergemeinschaftung der Sicherungsmittel für Sparer in der EU für notwendig halten.

Im Gegensatz zu Privatkunden fällt der Schutz für bankähnliche Kunden (bestimmte Wertpapierfirmen und Finanzinstrumente) sowie Bund, Länder und Gemeinden weg. Bei Unternehmen, Versicherungen sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts gibt es in Zukunft Einschränkungen im Bereich Schuldscheindarlehen und Namens-Schuldverschreibungen. Ab dem 1. Januar 2020 werden dann in einer zweiten Stufe Einlagen mit einer Laufzeit von mehr als 18 Monaten vom Schutz ausgenommen, sofern sie nicht von Privatpersonen oder Stiftungen gehalten werden.

In allen Fällen gibt es Bestandsschutz.

Bei allen Investoren, für die in Zukunft kein Einlagenschutz mehr besteht, hat sich der Bankenverband bei seinen Beschlüssen davon leiten lassen, dass diese professionellen Investoren über die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen verfügen, um Risiken richtig einschätzen zu können.

Categories: Uncategorized
  1. No comments yet.
  1. No trackbacks yet.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: