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Weltspartag 2017 – Ist Sparen noch sinnvoll ?

Auf dem 1. Internationalen Sparkassenkongress im Oktober 1924 in Mailand wurde beschlossen, zur Stärkung des Gedankens an das Sparen und als Hinweis auf die Bedeutung für die Volkswirtschaft einen Weltspartag einzuführen. Als Termin für den Weltspartag wurde ursprünglich der 31. Oktober festgelegt. Da das aber mit dem Reformationstag kollidierte, wurde der Weltspartag in Deutschland bereits 1928 auf den letzten Werktag vor dem Reformationstag verschoben. Im Jahr 2017 war der Weltspartag somit am 30. Oktober.

Nun stellen sich in Zeiten einer inzwischen lang anhaltenden Niedrigzinsphase, deren Ende nicht annähernd abzusehen ist, viele die Frage: Ist Sparen heute überhaupt noch sinnvoll? Offensichtlich ja, wenn man sich die Zahlen etwas näher anschaut. Die privaten Haushalte verfügen über bedeutende Ersparnisse. Dabei ist allerdings zu beachten, dass darin auch Versicherungsansprüche und Wertpapiere enthalten sind. Allerdings sind die Deutschen nicht Weltmeister im Sparen. Das Pro-Kopf-Geldvermögen in Deutschland liegt mit 50.000,00 Euro im Mittelfeld. In den USA, in Großbritannien und in der Schweiz liegt das Pro-Kopf-Geldvermögen wesentlich höher.

Was Sparen und Vermögensaufbau betrifft, haben die Deutschen im Bezug auf Geldanlagen immer noch eine “Risikoaversion”. Das ist teilweise historisch bedingt mit der Erinnerung an Vermögensverluste in den 20 -er-Jahren oder 1948. So lagen 2015 rund 21 Prozent des Geldvermögens in Bargeld oder auf Girokonten, 18 Prozent auf Sparbüchern oder Termingeldkonten, nur 7 Prozent in Aktien, 10 Prozent in Fonds und 38 Prozent in Versicherungen.

Offensichtlich sind aber viele mit ihrer finanziellen Situation zufrieden. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat sein Vermögensbarometer für 2017 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass die Deutschen mit ihrer finanziellen Situation so zufrieden sind, wie seit den letzten zehn Jahren nicht mehr.

Aber auch, wenn 59 Prozent der Befragten ihre derzeitige Situation als gut bezeichnen, so muss man auch beachten, dass 23 Prozent keine Altervorsorge betreiben, davon 13 Prozent, die sich das aus Sicht ihrer Situation schlicht und einfach nicht leisten können. Dabei ist die Lage bei den unteren Einkommen besonders dramaisch. Bei Einkommen unter 1000,00 Euro monatlich sorgen 47 Prozent nicht für die Zukunft vor. Bei der nächsten Stufe von 1000,00 bis 1500,00 Euro sind es immer noch 40 Prozent, die keine Vorsorge betreiben.

Insgesamt gesehen bereitet der fehlende Ziseffekt zunehmend Sorgen. Die niedrigen Zinsen erschweren den Vermögensaufbau enorm. Im Moment sind breite Schichten ohne Chanca auf Vermögensaufbau.

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