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Die GmbH und die GmbH & Co KG im rechtlichen, bilanziellen und steuerlichen Vergleich

Die GmbH als juristische Person und die GmbH & Co KG als Personengesellschaft ( Gesamthandsgemeinschaft von natürlichen Personen ) im rechtlichen, bilanziellen und steuerlichen Vergleich lohnt sich bei bestimmten Interessenlagen. Die Abwägung von Vorzügen und Nachteilen einer “GmbH & Co KG” gegenüber einer einfachen GmbH werden deshalb an Hand von einzelnen Problemstellungen von Dr. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) dargestellt. Die Haftungslage ist bei beiden Gesellschaftsformen gleich: Bei der GmbH & Co KG ist die Haftung und das Risiko genauso beschränkt wie bei der einfachen GmbH. Welche Rechtsform also geeigneter ist, kommt immer auf den persönlichen (Interessen-)Hintergrund der Gesellschafter an. Hierbei können insbesondere bilanzielle, steuerliche oder finanzierungstechnische Fragen eine entscheidende Rolle spielen.

Die GmbH unterliegt dem Körperschaftsteuerrecht und der Geschäftsführer wird als Angestellter der GmbH lohnsteuerpflichtig. Mit der Konstruktion der GmbH & Co KG verbleibt das operative Geschäft mit Gewinnen und Verlusten im Einkommensteuerrecht ( = Einkünfte aus Gewerbebetrieb ), so dass die Kommanditgesellschafter sonstige positive und negative Einkünfte miteinander verrechnen können. Eine deratige Verrechnungsmöglichkeit besteht mit den GmbH-Erträgnissen nicht. Die GmbH & Co KG ist deshalb eine vornehmlich steuerlich motivierte Rechtsform. Der Verlustanteil eines Kommanditisten darf jedoch dann nicht mit anderen Einkünften aus Gewerbebetrieb oder mit Ertägen aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden, soweit durch die Verrechnung ein negatives Kapitalkonto des Kommanditisten entsteht oder sich erhöht. die Verlustverrechnung ist also auf 100% der Kapitaleinlage beschränkt.

Von erheblich höheren Verwaltungskosten bei der Doppelgesellschaft „GmbH & Co KG“ kann man nicht sprechen. Die GmbH ist als juristische Person lediglich Komplementär und damit Geschäftsführer der Kommanditgesellschaft. Die Haftung des Geschäftsführers ist auf das Vermögen der GmbH beschränkt. Für die GmbH fallen einmal zusätzliche Jahresabschlusskosten an. Der Umfang des Jahresabschlusses der GmbH ist regelmäßig gering, da er praktisch nur in der Bilanzierung des Geschäftsführergehalts oder einer Haftungsvergütung besteht.

Vorteil der GmbH & Co KG ist, dass bei einer Kommanditgesellschaft Sacheinlagen unkomplizierter eingebracht werden können. Nach einer vollzogenen Sacheinlage können Kommanditanteile mit einem Aufgeld ausgegeben und weitere Kommanditisten als Investoren gewonnen werden. Die Einbringung einer Sacheinlage in eine KG ist einfacher und kostengünstiger als in eine GmbH. Hier kommt man ohne ein Wirtschaftsprüfergutachten zur Sacheinlage-Bewertung z.B. bei einem immateriellen Wirtschaftsgut aus. Auch bei materiellen Gegenständen reicht regelmäßig ein Sachverständigengutachten eines bei der IHK registrierten Gutachters mit deutlich günstigeren Bewertungskosten. Die Sacheinlage ist bei der KG bereits ohne Eintragung ins Handelsregister rechtswirksam; bei der GmbH setzt die Rechtswirksamkeit der Erhöhung der Stammeinlage durch Sacheinbringung die Handelsregister-Eintragung voraus ( konstitutive Wirkung der HR-Eintragung ).

Bei der KG kann die Hafteinlage ( wirksam im Außenverhältnis ) auf ein Minimum beschränkt bleiben. Die Sacheinbringung könnte lediglich als eine Pflichteinlage ( wirksam im Innenverhältnis ) beschlossen werden. Die zwischen den Kommanditgesellschaftern vereinbarte Kommanditeinlage als Pflichteinlage erhöht nicht die Haftung der Kommanditisten gegenüber Dritten. Die Kapitalerhöhung in der KG hat im Rahmen der Handelsregistereintragung lediglich deklaratorische Wirkung. Die Kapitalerhöhung durch Sacheinlage kann also bei der KG mit Gesellschafterbeschluss sofort rechts- und bilanzwirksam vollzogen werden.

Kommanditgesellschafts-Anteile können formfrei und somit kostenfrei übertragen werden. Allerdings sind die Kommanditgesellschafter immer im Handelsregister namentlich genannt, es sei denn, es ist ein Treuhandkommanditist als Verwaltungstreuhänder zwischengeschaltet. GmbH-Anteile müssen dagegen notariell beurkundet übertragen werden, so dass immer Notarkosten für die Übertragung anfallen. Zudem müssen die GmbH-Gesellschafter in den Gesellschafterlisten jährlich dem Handelsregister mitgeteilt werden.

Weitere Auskünfte – auch im Rahmen der Übernahme einer Vorrats-Gesellschaft als GmbH oder als GmbH & Co KG im Hause der Dr. Werner Financial Service Group zur schnellen Umsetzung – erteilt kostenfrei Dr. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de bei entsprechender Mailanfrage.

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