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Unseriöse Zinsangebote, Tradinggeschäfte und überhöhte Gewinnversprechen z.B. mit Bankgarantien meiden

Allen Investoren und Kapitalanlegern muss bewusst sein, dass sie mit ihrer Geldanlage immer ein gewisses Risiko eingehen. Seriöse Unternehmen geben deshalb entsprechende Risikohinweise und hervorgehobene, deutlich sichtbare Risikobelehrungen heraus, die gem. § 12 Abs. 2, § 13 Abs. 6 Vermögensanlagengesetz Pflicht für den Emittenten sind. Es muss stets auf eine Totalverlustrisiko hingewiesen werden.

Unseriöse Zinsversprechen und Währungswetten sind für Anleger ebenso abzulehnen wie Optionsgeschäfte, Tradinggeschäfte oder unrealistische Gewinnversprechen z.B. mit Bankgarantien. Derartige Kapitalanlageprodukte gibt es sowohl am kontrollierten Bankenmarkt als auch am unregulierten, freien Kapitalmarkt. Gerade hier am oft diffamierten „Graumarkt“ erheben dann die Anlegerschützer und Verbraucherschützer besonders ihren Zeigefinger und warnen vor angeblich zinsüberhöhten, unseriösen Graumarktangeboten.

Bei vielen Anbietern auch der kontrollierten Kapitalmärkte fehlt oftmals eine  Risiko-Transparenz. Das ist also kein besonderes Negativmerkmal gerade des freien Kapitalmarktes, den vornehmlich  die abertausenden, mittelständischen Unternehmen dringend wegen der schwierigen Kapitalbeschaffung bei den Banken als Risikokapitalmarkt brauchen.

Kritisch werden Zins- und Gewinnversprechen z.B. bei Tradinggeschäften – also bei Börsenspekulationen -, die 2% oder mehr pro Monat (!) ausloben. Hier ist meist schon das Geschäftsmodell als solches kapitalmarktrechtlich verboten und die Zinsversprechen sind zudem noch betrügerisch überhöht. Oft handelt es sich auch um vollkommen undurchsichtige Geschäftspraktiken, die von vornherein nicht funktionieren können.

Schützen müssen Anleger sich nach den rechtlichen Obliegenheitspflichten – gesetzliches Prinzip der Eigenverantwortung – selbst. Eine staatliche Überwachung von fraglichen Kapitalanlageprodukten hat der Gesetzgeber durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn durch das sogen. Produktinterventionsrecht vorgesehen. Hier weist aber der Gesetzgeber aus potenziellen Staatshaftungsgründen eine Aufsichts- und Verantwortungspflicht von sich. Der individuelle Verbraucherschutz gehört nicht zu den Aufgaben der Kapitalmarktaufsicht, wenngleich diese bei erkennbarem Fehlverhalten von Kapitalmarktteilnehmern zum Eingreifen berechtigt ist. Davon macht die BaFin bislang jedoch kaum Gebrauch.

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