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Folgekosten bei BaFin-Prospekten über Vermögensanlagen oder bei Wertpapierprospekten

Bei BaFin-Prospekten treten nicht unerhebliche Folgekosten auf.  Neben den Prospekterstellungskosten durch einen Fachjuristen, kommen bei allen Emissionsunternehmen die Folgekosten der BaFin-Prüfung gemäß der Verordnung über die Erhebung von Gebühren und die Umlegung von Kosten nach dem Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz – FinDAGKostV und der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektgebührenverordnung (VermVerkProspGebV) sowie der Wertpapierprospektgebührenverordnung (WpPGebV) ( BaFin-Prospektbilligungen zwischen Euro 1.500,- bis 15.000,- ) hinzu – einen Link zu dem Gebührenverzeichnis finden Interessenten hier: http://www.gesetze-im-internet.de/vermverkprospgebv/anlage.html . Im Schnitt liegt allein die Prospektbilligungsgebühr zwischen Euro 7.500,- und 15.000,- . Der intern kontrollierte BaFin-Mitarbeiter handelt gebührenbewusst !

Ferner unterliegen selbst die kleinen Kapitalgesellschaften ( § 267 HGB ) als Emissions-Unternehmen auch in den Folgejahren der Prospektausgabe gem. § 25 Vermögensanlagengesetz der Pflichtprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer. Dies können bei einer Vermögensanlage mit einer zehnjährigen Laufzeit der Anlage bis zu Euro 40.000,- bis 80.000,- WP-Prüfungskosten ( und mehr )  über die gesamte Laufzeit ( und mehr ) ausmachen. Prospektfreie Kapitalmarktemissionen gem. dem § 2 Abs. 1 Nr. 3 Vermögensanlagengesetz ( VermAnlG ) und dem § 3 Abs. 2 Wertpapierprospektgesetz ( WpPG ) sind von der WP-Prüfungspflicht ausgenommen. Dies gilt ebenso für das grundschuldbesicherte Darlehen, das keine Vermögensanlage im Sinne des VermAnlG darstellt und deshalb BaFin-prospektfrei und ohne jede Volumenbegrenzung platziert werden darf.

BaFin-Prospekte sind bürokratiepflichtig ( durch das Kleinanlegerschutzgesetz von 2015 und die wesentlich erweiterte Prospektverordnung ) so aufgebläht, dass diese regelmäßig hundert Seiten und mehr ausmachen. Das führt allein zu Satz-, Layout- und Druckkosten für die Prospekte, um diese vertriebsfähig herzustellen, die mindestens bei Euro 20.000,- und mehr liegen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass BaFin-Prospekte maximal 12 Monate platziert werden dürfen ( die BaFin achtet selbst peinlich genau auf den Fristablauf ! ). Wurde das Platzierungsvolumen nicht eingespielt, so muss bei entsprechenden Kosten ein sogen. „Folgeprospekt“ erstellt und wiederum von der BaFin gebilligt werden ( man könnte auch sagen: Kostenfolgen ohne Ende ).

Bei schlankeren und dennoch genauso aussagekräftigen (kostengünstigeren) bafin-freien Beteiligungs-Exposés von zwanzig bis fünfzig Seiten kommt man maximal mit einem Viertel der Herstellungskosten aus. Bei einer Kapitalmarktemission ohne BaFin-Prospekt sparen die Unternehmen insgesamt 90% aller Kosten. Weitere Informationen erteilt Dr. jur. Horst Werner unter dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de .

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