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Gesetzlich zwingender Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz auf das Totalverlustrisiko

Bei Kapitalmarktemissionen ist ein gesetzlich zwingender Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz vorgeschrieben, der da wörtlich lautet :

         Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen
         Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust
         des eingesetzten Vermögens führen.

Das Gesetz schreibt jedem öffentlichen Angebot von Vermögensanlagen ( auch nach dem Inkrafttreten des Kleinanlegerschutzgesetzes im Juli 2015 kann Kapital von Privat an Privat, so Dr. Horst Werner www.finanzierung-ohne-bank.de, weiterhin über ein öffentliches Angebot prospektfrei ohne Verstoß gegen § 1 Kreditwesengesetz oder gegen die §§ 1 ff Vermögensanlagengesetz außerhalb der Banken als Nachrangdarlehenskapital mit qualifizierter Rangrücktrittsabrede, als grundschuldbesichertes Darlehen, als partiarisches Darlehen, als Direktinvestment, als stilles Gesellschaftskapital, als Genussrechtskapital, als qualifiziertes Nachrangkapital oder als Anleihekapital oder als offene Gesellschaftsbeteiligung ( z.B. als Kommanditkapital, Aktienkapital etc. begeben werden ) den zwingend hinzuzufügenden  Hinweis vor, dass

„die Vermögensanlage mit erheblichen Risiken verbunden sei und dass sie zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen kann“.

Dieser Hinweis ist irreführend und beschädigt auch bonitätsstarke Unternehmen. Der Hinweis fördert eine Sicherheits-Mentalität, wie sie einer Marktwirtschaft als Risikowirtschaft fremd ist. Dies verführt auch immer wieder dazu, Unternehmen, die öffentliche Kapitalbeschaffung betreiben, vollkommen unberechtigt in die Nähe des Totalverlustrisikos zu rücken und diese an den “Pranger” zu stellen ( ohne den Hinweis zu erklären ). Selbst DAX-Unternehmen müssen in Ihren Angeboten und Prospekten, einen entsprechenden Risikohinweis publizieren. So gibt es Börsenprospekte, die 300 Seiten umfassen und davon 150 Seiten Risikohinweise enthalten. Aber alles das hilft manchmal nicht viel, wie die Wirecard Aktien gezeigt haben. Und die BaFin als Kapitalmarktaufsicht hat – wie bei vielen großen Pleiten am Kapitalmarkt – nichts genutzt.

Andererseits: Marktwirtschaft ist Risikowirtschaft – wer den dafür notwendigen Risikokapitalmarkt mit zweideutigen Gesetzesauflagen ausbremst, zerstört die Finanzierungsfähigkeit von mittelständischen Unternehmen und damit die deutsche Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten.

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