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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Unternehmen mit zukunftsträchtigen Produkten suchen Finanzdienstleister als Vertriebspartner für ihre Kapitalanlagen

Innovative, wachstumsorientierte Unternehmen suchen Finanzdienstleister als Vermittler für ihre gut rentierlichen  Vermögensanlagen. Die Dr. Werner Financial Service AG hat zahlreiche innovative, zukunftsträchtige deutsche Unternehmen  unter Vertrag, die mit besten Provisionsangeboten für Vermittler zur Mitplatzierung geeignet sind. Die Kapitalanlage-Produkte sind sämtlichst BaFin-konform von dem Kapitalmarktjuristen Dr. Horst Werner konzipiert und strukturiert.

Für den Vertrieb von wertpapierfreien Finanzierungsinstrumenten, die also keine „Wertpapiere“ im Sinne des KWG sind, wie beispielsweise die stille Beteiligung, das unverbriefte, vinkulierte Namens-Genussrecht, die Namensschuldverschreibung, das partiarische Darlehen und das Nachrangdarlehen ist eine Erlaubnis nach § 34 f Gewerbeordnung ( GewO ) ausreichend. Wertpapierfreie Kapitalanlagen dürfen also von allen Finanzdienstleistern ohne KWG-Erlaubnis platziert werden. Grundschuldbesicherte Darlehen sind vollkommen BaFin-frei und ohne jede Prospektpflicht. Für den Vertrieb durch Vermittler bedürfen diese grundschuldbesicherte Darlehen nur einer Erlaubnis nach § 34 c GewO.

Sofern Finanzdienstleister und Vermittler uns ihre Kontaktdaten ( Mail-Adresse, Tel. etc. ) zuleiten, erhalten die Interessenten weitere Informationen und können die für sie interessanten Unternehmen und Kapitalmarktprodukte zum Mitvertrieb auswählen. Dr. Horst Werner steht auch selbstverständlich für einen unmittelbaren Kontakt zwecks Vorabinformation zur Verfügung ( dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de oder unter der Tel. 0551 / 99964240 ). Gern stellen wir den Beteiligten Vertriebs- und Vermittlungsverträge kostenfrei zur Verfügung.

Das Dr. Werner-Netzwerk benennt Ihnen vertraulich dynamische, ertragsstarke und zukunftsträchtige Unternehmen zwecks Vertrieb, Beteiligung und Kapitalanlage als Investitionskapital. Interessenten haben die freie Auswahl unter mehr als 50 Unternehmen aller Umsatzgrößenordnungen und aus allen Branchen. Interessierte Investoren können auch gern kostenfrei in unsere Datei für unseren wöchentlichen Investoren-Brief, in dem neue Beteiligungsunternehmen vorgestellt werden, aufgenommen werden.

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Das Private Placement von Kapitalanlagen – eine Begriffsbestimmung als Privatplatzierung außerhalb der Börse

Die Privatplatzierung bzw. das Private Placement ist ein öffentliches Unternehmensbeteiligungs-Angebot von Kapitalmarktprodukten in der Form von Wertpapieren oder Vermögensanlagen ( = nicht wertpapierverbriefte Beteiligungen ) an eine unbestimmte Zahl von Kapitalgebern bzw. an breit gestreute Anlegerkreise ausserhalb der Börse ( oft auch als Pre-IPO bezeichnet ) am freien, ungeregelten Kapitalmarkt über den freien Kapitalanlagevertrieb oder durch eine Direktplatzierung. Was ist ein “öffentliches Angebot” ? Die Anwendungsbereiche über die BaFin-Prospektpflicht haben gem. § 1 Abs. 1 des Vermögensanlagengesetzes ( VermAnlG ) und gem. § 2 Nr. 4 des Wertpapierprospektgesetzes ( WpPG ) ein „öffentliches Angebot“ von Finanzinstrumenten in der Form von nicht wertpapierverbrieften Vermögensanlagen oder als Wertpapiere zur Voraussetzung. Dann könnte z.B. eine in Bekanntenkreisen angebotene Kapitalanlage ( = “Family-and-friends-Platzierung” ), die nicht auf dem “offenen Markt” erscheint, ohne Volumenbegrenzung BaFin-prospektfrei sein. Es stellt sich also die Frage, was ein „öffentliches Angebot“ ist, damit die Prospektgesetze überhaupt zur Anwendung kommen. In § 2 Nr. 4 des Wertpapierprospektgesetzes gibt es eine Legaldefinition des Rechtsbegriffs “öffentliches Angebot”:

„Ein öffentliches Angebot ist eine Mitteilung an das Publikum in jedweder Form und auf jedwede Art und Weise, die ausreichende Informationen über die Angebotsbedingungen und die anzubietenden Wertpapiere ( bzw. Vermögensanlagen ) enthält, um einen Anleger in die Lage zu versetzen, über den Kauf oder die Zeichnung dieser Wertpapiere ( bzw. Vermögensanlagen ) zu entscheiden“.

Demgegenüber spricht man bei einem Börsen-Placement oder Börsen-Going-Public von einem Initial Public Offering ( = IPO ) mit einer entsprechenden amtlichen Börsenzulassung und dem Vertrieb über die Investment- bzw. Wertpapierhandelsbanken. Kein Private Placement im Begriffssinne stellt der Beteiligungsverkauf an vorab ausgewählte Investoren dar, bei dem die  Beteiligungsprodukte nicht öffentlich, sondern nur direkt bestimmten Kreisen, z.B. Großinvestoren etc., zur Zeichnung angeboten werden.

Genau wie bei einem Börsengang handelt es sich bei dieser Form des Private Placements um ein öffentliches Angebot des Unternehmens an das breite  Anlegerpublikum und dem Verkauf auf einer breiten Investorenbasis. Es ist damit gewissermaßen ein „Public Placement“ außerhalb der Börsen am freien Kapitalmarkt, der seit dem 1. Juli 2005 gesetzlich über die Verkaufsprospektgesetze reguliert und durch die gesetzlich vorgeschriebenen Bekanntmachungen transparent ist.. Ebenso wie bei einem Börsengang sind bei einer Privatplatzierung am ausserbörslichen Beteiligungsmarkt bestimmte gesetzliche Kapitalmarktregeln einzuhalten. Diese Regeln ergeben sich aus den Kapitalmarktgesetzen, den Verkaufsprospektgesetzen und dem Gesetz über das Kreditwesen ( KWG ).

In der praktischen Umsetzung muss der Privatplatzierung-Emittent wissen, dass ein Private Placement ohne Börse nur mit einer großen Fleißarbeit zum Erfolg gebracht werden kann. Denn ein Private Placement stellt eine “Eigenemission” dar, die “eigene” Arbeit im Finanzmarketing und in der Ansprache von Investoren und Anlegern sowie von Finanzdienstleistern als Multiplikatoren bedeutet. Das Unternehmen muss “sich selbst darstellen und verkaufen” können.

Im Detail wird verwiesen auf das Fachbuch von dem Kapitalmarktexperten Dr. Horst Siegfried Werner “Pre-IPO – Das Private Placement zur Kapitalbeschaffung”, im Bank-Verlag-Medien GmbH, Köln, 2. Aufl., 184 Seiten

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Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Ausübung von Optionen der EU-Prospektverordnung für Wertpapiere und Anpassung von Finanzmarktgesetzen

Der Bundestag hat vor dem Wochenende, am 28. Juni 2018, den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Ausübung von Optionen der EU-Prospektverordnung und zur Anpassung weiterer Finanzmarktgesetze in der vom Finanzausschuss geänderten Fassung in 2. und 3. Lesung verabschiedet. Darin hat der Bundestag auf Vorschlag der Bundesregierung beschlossen, die Geringfügigkeitsgrenze für die BaFin-Billigungspflicht eines Wertpapierprospektes auf Euro 8 Mio. festzulegen ( = Prospektfreigrenze ). Dieser Schwellenwert kann von den Emittenten einmal pro Jahr genutzt werden, um prospektfrei Wertpapiere zu emittieren. Damit wurden mehrere Finanzmarktgesetze an die EU-Vorgaben angepasst und Auslegungsfragen geklärt. Dem Parlament lag zudem eine Stellungnahme des Bundesrates sowie die Gegenäußerung der Bundesregierung als Unterrichtung vor.

Ziel des Gesetzentwurfes ist es laut Finanzministerium, in einem rechtssicheren Umfeld zu stabilen und transparenten Finanzmärkten beizutragen sowie Anlegern die wesentlichen Informationen verfügbar zu machen. Daher ist vorgesehen, dass ein Emittent bei Wertpapieremissionen bis zu einem jährlichen Volumen von acht Millionen Euro pro Jahr keinen Wertpapierprospekt mehr erstellen muss. Ausreichend sei die Veröffentlichung eines dreiseitigen Wertpapierinformationsblattes, das „in übersichtlicher und leicht verständlicher Weise den Anleger über das Wertpapier und die damit verbundenen wesentlichen Anlagerisiken informiert“, heißt es aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Kleinanleger dürfen in Abhängigkeit von ihrer Vermögenssituation maximal Euro 10.000,- in diese Wertpapiere investieren.  Weitere Hintergrundinformationen wie zum Beispiel der Jahresabschluss des Unternehmens sind parallel dazu auf der Internetseite des Emittenten zu veröffentlichen.

Die neuen Gesetze treten in Kraft, sobald der Bundespräsident das Gesetz förmlich unterschrieben hat.

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Grundschuldbesicherte Darlehen sind keine Vermögensanlagen im Sinne der Prospektgesetze und auch keine verbotenen Einlagengeschäfte – für Vermittler ist § 34 c GewO ausreichend

Grundschuldbesicherte Anleger-Darlehen sind im Rahmen der Werthaltigkeit einer Immobilien keine Finanzinstrumente bzw. Vermögensanlagen nach § 1 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz und auch keine verbotenen Einlagengeschäfte gemäß § 1 Abs. 1 S. 2, § 3 KWG, so Dr. Horst Werner aus Göttingen. Private Grundschuldarlehen sind bei richtiger Gestaltung ebenfalls keine Finanzinstrumente bzw. keine Vermögensanlagen gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 7 Vermögensanlagengesetz und fallen somit nicht unter die neue Generalklausel der Nr. 7 . Dies ergibt sich insbesondere aus einem Schreiben der BaFin vom April 2016 – also nach Einführung des Kleinanlegerschutzgesetzes – , dass (wörtlich) lautet:

„grundschuldbesicherte Darlehen sind keine Vermögensanlagen i.S.d. § 1 Abs. 2 VermAnlG“.

Dies schließt auch die Anwendung des § 1 Abs. 2 Nr. 7 aus, da in Nr. 7 „sonstige Anlagen“, aber keine Darlehen erfasst sind. Darlehen sind ( so die BaFin ) nur in Nr. 3 ( partiarische Darlehen ) und in Nr. 4 ( Nachrangdarlehen ) genannt. Das besagte Schreiben beinhaltet eine Grundsatzentscheidung der BaFin, da dieses BaFin-Schreiben auf die Einreichung eines grundschuldbesicherten Darlehensprospektes mit dem Antrag der Billigung erfolgt ist. Der Prospekt-Antrag wurde als gesetzlich nicht billigungsfähig zurückgewiesen. Die BaFin stellte klar, (wörtlich):

„dass Darlehen, die kein partiarisches Element enthalten oder nicht qualifiziert nachrangig ausgestaltet sind, nicht in den Anwendungsbereich des VermAnlG fallen“

Also ist nach der Verwaltungspraxis der BaFin auch die Anwendung der Nr. 7 ausgeschlossen. Dies entspricht auch der Literatur-Auffassung von Assmann / Schlitt / Kopp-Colomb, Kommentar zum Vermögensanlagengesetz, 3. Aufl., Köln 2017, § 1 Rdnr. 84 ff, wonach mit der Nr. 7 „keine Rechtsverhältnisse erfasst werden, die eine Verzinsung gewähren“.

Grundschuldbesicherte Darlehen von Anlegern sind auch unter bestimmten Bedingungen keine verbotenen Einlagengeschäfte gem. § 1 Abs. 1 S. 2 Kreditwesengesetz ( KWG ). Vielmehr sind grundschuldbesicherte Darlehen prospektfrei und erlaubnisfrei am Kapitalmarkt ohne Volumenbegrenzung platzierbar, sofern ( gesetzes-wörtlich ): „der „Rückzahlungsanspruch des Anlegers in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird“. Dies ist bei der Besicherung der Darlehen mit Grundschuldbriefen, die als Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen gelten, der Fall ( siehe www.finanzierung-ohne-bank.de ). Das gilt auch bei Eigentümergrundschuldbriefen, wenn die Ansprüche aus dem Brief an die Anleger quotal abgetreten sind. Somit sind grundschuldbesicherte Darlehen keine Vermögensanlagen im Sinne der Prospektgesetze und auch keine verbotenen Einlagengeschäfte, so dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de .

Für den Vertrieb von grundschuldbesicherten Darlehen ist auch keine Vermittlererlaubnis nach § 34 f oder 34 i Gewerbeordnung erforderlich ! Finanzanlagenvermittler im Sinne des § 34 f GewO ist nach Abs. 1 Ziff. 3 nur derjenige, der Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Absatz 2 des Vermögensanlagengesetzes vermittelt. Nach der ausdrücklichen (neuen) Verwaltungspraxis der BaFin gehören die öffentlichen Angebote von grundschuldbesicherten Darlehen nicht dazu.

Unter Finanzdienstleister und Vermittlern taucht auch immer wieder die Frage auf, ob bei der Platzierung und Vermittlung von grundschuldbesicherten Darlehen eine Erlaubnis gem. § 34 i Gewerbeordnung erforderlich ist. Beim § 34 i GewO geht es um die Vermittlung von Verbraucherdarlehen oder um die Beratung bei solchen Verbraucherdarlehen für Darlehensnehmer. Bei den Emissions-Unternehmen sind die Kunden keine zu schützenden (Verbraucher-)Darlehensnehmer, sondern Darlehensgeber. Deshalb trifft der § 34 i GewO auf die Vermittlung von grundschuldbesicherten Darlehen und die Vermittlung von Darlehensgebern nicht zu. Der Anleger ist in diesen fällen kein zu schützender „Verbraucher“, sondern selbst Darlehensanbieter.

Deshalb bedarf der Darlehensvermittler von grundschuldbesicherten Darlehen nur der Erlaubnis nach § 34 c Abs. 1 Nr. 2 GewO. Ergänzende Auskünfte erteilt Dr. Horst Werner unter der Mailadresse ( dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de ) bei entsprechender Anfrage.

Gern stellen wir das Finanzierungsinstrument des grundschuldbesicherten Darlehens mit allen Beteiligungsvertrags- und Zeichnungsunterlagen zur unbegrenzten ( wiederholten ) Verwendung zur Verfügung ( Anfragen bitte an info@finanzierung-ohne-bank.de  ).

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Zum Bilanz- und Steuerrecht des Genussrechtskapitals als Eigenkapital / Eigenkapitalersatz

Mezzanine-Kapital kann durch zusätzliche Vertragsklauseln auch bilanzrechtlich “echtes” Eigenkapital werden. Durch die bloße Nachrangigkeit gegenüber dem klassischen Fremdkapital ist Mezzanine-Kapital grundsätzlich nur als wirtschaftliches Eigenkapital zu bewerten. Dies bedeutet, dass es in der Bilanz als Verbindlichkeit ausgewiesen werden muss. Sofern die mezzaninen Beteiligungsverträge ergänzende Voraussetzungen erfüllen, kann das Genussrechts-Kapital auch bilanzrechtlich als Eigenkapital geführt werden. Hierzu sind nach dem Gutachten des Instituts der Wirtschaftsprüfer IdW fünf ergänzende Vertragsbedingungen erforderlich ( siehe Gutachten des Instituts der Wirtschaftsprüfer, Düsseldorf, IDW in der Stellungnahme HFA 1/1994 ): Neben der Gewinn- und Verlustbeteiligung muss der Beteiligungsvertrag auf mindestens fünf Jahre abgeschlossen sein und Ausschüttungen dürfen nur aus einem positiven Jahresergebnis erfolgen. Ferner sind eine Nachrangklausel sowie eine mindestens 2-jährige Kündigungsfrist des Beteiligungsvertrages erforderlich.Im Steuerrecht werden beim Anleger die Erträge aus Genussrechten als Einkünfte aus Kapitalvermögen eingestuft und unterliegen der Kapitalertragsteuer. Gewinnausschüttungen werden beim Genussrechtskapital als Kapitalertragssteuer in der Form der Quellensteuer erhoben, die durch das Abgeltungsteuer-Prinzip auf maximal 25% zzgl. Kirchensteuer und derzeit noch dem Solidaritätszuschlag begrenzt ist.

Trotz des Eigenkapitalcharakters in bilanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht, wird Genussrechts-Kapital bei entsprechender Gestaltung steuerrechtlich als Fremdkapital mit den Absetzungsvorteilen gewertet. So sind die Kosten einer Mezzanine-Finanzierung als Betriebsausgaben abzugsfähig und tragen zur Minderung des steuerpflichtigen Gewinns bei. Gewinnausschüttungen beim Genussrechtskapital vermindern also bei richtiger Vertragsgestaltung den körperschaftsteuerpflichtigen Gewinn und sind wie Darlehenszinsen abzugsfähiger Aufwand der Gesellschaft. Das Genussrechtskapital bietet also echte steuerliche Vorteile. Der Unternehmer sollte sich zur Veranschaulichung mit Hilfe von Berechnungsbeispielen über die vorteilhaften Auswirkungen im Bereich der Körperschaft-, Gewerbe- und Einkommensteuer bei seinem Steuerberater individuell informieren.

Im Einzelnen wird auf das Buch von Dr. Horst Werner “Genussrechtskapital und stilles Gesellschaftskapital und als stimmrechtsloser Eigenkapitalersatz”, GoingPublic Media Verlag, 4. Aufl., 180 Seiten verwiesen.

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Zur Kombination der Bereichsausnahmen nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 a) und Nr. 3 b) VermögensAnlagenGesetz ( VermAnlG )

Die Geringfügigkeitsgrenze von 20 Verträgen pro Finanzinstrument ( also z.B. max. 20 stille Beteiligungen, 20 Genussrechtsverträge, 20 Namensschuldverschreibungen, 20 Nachrangdarlehen etc. ) ohne Betragsbegrenzung gilt bei den wertpapierfreien Vermögensanlagen  gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 3 a) Vermögensanlagengesetz für  die gesamte Lebensdauer des Emittenten.

Lediglich nach der Bereichsausnahme der  Nr. 3 b) gilt bei Vermögensanlagen keine Beschränkung auf 20 Verträge, sofern die jährliche Beteiligung insgesamt Euro 100.000,- nicht übersteigt. Hier gilt also eine Betragsbeschränkung: Wenn im Jahr nicht mehr als Euro 100.000,- pro Finanzinstrument platziert werden, dann dürften es im nächsten Jahr auch mehr als 20 Verträge sein ( aber wiederum dürften im Folgejahr nicht mehr als weitere Euro 100.000,- pro Finanzinstrument platziert werden ).

Die Beschränkung bezieht sich auf die Art der Finanzinstrumente und nicht auf die einzelnen Zinssätze. Also es bleibt bei z.B. „20 Stillen Beteiligungen“, auch wenn unterschiedliche Laufzeiten und Zinssätze angegeben werden. Die Prospektbefreiung gilt gesetzeswörtlich für unterschiedliche Finanzinstrumente und nicht für unterschiedliche Zinssätze. Dadurch ändert sich nicht die Art des Finanzinstruments. Eine anderweitige Beurteilung durch die BaFin ist nicht bekannt. Zudem behandelt die BaFin Rechtsauslegungen immer restriktiv.

Eine prospektfreie Kombination ist in der Weise möglich, dass z.B. eine begrenzte Zahl ( max. 20 ) stille Beteiligungen ohne jede Volumen- und Zeitbegrenzung ausgegeben werden und gleichzeitig eine unbegrenzte Anzahl von Genussrechten, die jedoch pro Jahr dann nicht mehr als Euro 100.000,- betragen dürfen.

Bei der fehlerhaften Anwendung der Bereichsausnahmen muss im schlimmsten Falle mit einer Rückabwicklungsverfügung der BaFin über alles gerechnet werden, wie sie gerade wieder Ende letzter Woche verhängt wurde: siehe den nachstehenden Link : https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Verbrauchermitteilung/unerlaubte/2018/meldung_180621_deutscher_fondsanlegerschutz_novaCelo_UG.html .

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Kapital zur Unternehmensfinanzierung als bonitätssteigerndes Eigenkapital und zur Verbesserung des Ratings

Bei der Kapitalbeschaffung zur Finanzierung des Unternehmens hat man die Wahl zur Erhöhung der Eigenkapitalquote (www.finanzierung-ohne-bank.de ) oder zur Erhöhung der Schulden bzw. Verbindlichkeiten über Bankkredite. Verbessert man rating-bewusst seine Bilanz und erhält seine Gesamtfinanzierungsfähigkeit oder wird die Kreditverschuldung vergrößert ? Fachleute halten die Unternehmensfinanzierung über Nachrangbeteiligungskapital für Gewerbebetriebe für bonitätsfördernder als eine ausschließliche Kreditzinsfinanzierung bei der Hausbank mit Darlehensverschuldung und einer Belastung des Kreditscorings. So setzen die Finanzierungsspezialisten der Dr. Werner Financial Service AG Finanzierungen für Mittelstandsunternehmen ab Euro 50.000,- bis Euro 200 Mio. mit eigenkapitalnahem Nachrangkapital bei einmaliger jährlicher, erfolgsabhängiger  Ausschüttung ohne Bankkredit-Verschuldung um. Schon lange treten neben die Kreditfinanzierung durch die Hausbank zunehmend alternative Formen der bankenunabhängigen Unternehmensfinanzierung, insbesondere die stimmrechtslose Gewinnbeteiligungs-Finanzierung mit bankenfreiem Mezzanine-Kapital ( anstelle einer Festzins-Finanzierung ). Hier gewinnt vor allem das öffentliche Beteiligungsangebot an private Kapitalgeber und Unternehmens-Investoren im Wege einer Privatplatzierung ( Private Placements ) und das Mezzanine-Kapital zunehmend an Bedeutung. Denn eine gesunde Eigenkapitalausstattung ist neben der ergänzenden Kreditfinanzierung die Voraussetzung für ein solides Unternehmenswachstum.

Die Beteiligungskapital-Praktiker aus Göttingen erläutern Unternehmern gern alle praktischen Wege der Kapitalbeschaffung und der Unternehmensstrukturierung für eine optimale Gesamtfinanzierungsfähigkeit.

Die Eigenkapitalbeschaffung durch eine Privatplatzierung ist für jedes Unternehmen ein geeigneter und zukunftsweisender Finanzierungsweg, der zahlreiche Vorteile gegenüber traditionellen Bankfinanzierungsformen hat. Neben dem Angebot von stimmrechtslosen Unternehmensbeteiligungen ( z.B. stilles Gesellschaftskapital, Genussrechtskapital, Anleihekapital, Nachrangdarlehenskapital etc. ) über ein öffentliches Angebot erkennen immer mehr mittelständische Unternehmen auch die Vorzüge z. B. eines Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes ( siehe Erhöhung der steuerlichen Förderung durch den neuen § 3 Nr. 39 EStG seit 2009 ) sowie die Notwendigkeit, frühzeitig die finanzielle Vorsorge für die Finanzierung der Unternehmensnachfolge innerhalb der Familie oder des Unternehmensverkaufs im Rahmen der Unternehmensübertragung auf Dritte zu treffen.

Die Small-Capital-Finanzierungen ohne förmliche Kapitalmarktprospekte eignen sich insbesondere zur stufenweisen Finanzierung und Kapitalaufnahme bzw. zur Kapitalaufstockung im Gleichlauf mit dem Wachstum und den Investitionserfordernissen eines jungen oder kleineren Unternehmens. Über diesen Weg der kleinen Kapitalbeschaffung erhalten KMU´s das notwendige Investitionskapital bzw. Gewerbekapital zur Wachstumsfinanzierung.

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