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Archive for May, 2013

Finanzrepression: Enteignung der Sparer durch negative Realzinsen

Die Weltbank hat es nun offiziell bestätigt: Durch negative Realzinsen findet eine klammheimliche Enteignung der Sparer statt und zwar derzeit in 23 Industrieländern erläutert Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des Finanzportals www.Anleger-Beteiligungen.de und des www.Investoren-Brief.de.  Nach der Untersuchung der Weltbank geschieht das in der gewaltigen Größenordnung von mehr als 100 Mrd. € jährlich. Der Grund für diese Enteignung der Sparer liegt in der Krisenpolitik der Zentralbanken mit ihrer Niedrigzinspolitik und der Überschwemmung der Geldmärkte. So hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins schon fast auf null gesenkt und kauft umfangreich Staatsanleihen auf mit dem Ziel:

  • den kriselnden südeuropäischen Staaten zu helfen,
  • die Wirtschaftsflaute in der Europäischen Union zu überwinden.

Den gleichen Zweck der Wirtschaftsbelebung verfolgen die amerikanische und die japanische Notenbank.

Das Ergebnis dieser Zentralbankpolitik ist eine gewaltige globale Umverteilung: Verlierer sind die Besitzer von Geldvermögen. Gewinner sind die Schuldner, insbesondere die hochverschuldeten Staaten.

Die rekordverdächtig niedrigen Zinsen führen zu negativen Realzinsen weil die Inflationsraten weltweit höher sind als die gegenwärtigen Zinsen  So wie durch diese negativen Realzinsen die Ersparnisse kontinuierlich an Wert verlieren, so sinkt umgekehrt die Last der Schuldner. Die Staaten reduzieren auf diese Weise ihre Schulden, zwar nicht nominal aber real.

Darüber hinaus drängen die Staaten zur Verfolgung dieses Ergebnisses durch bestimmte Regelungen, steuerliche oder finanztechnische, Banken und Versicherungen sowie weitere institutionelle Investoren dazu, ihre Staatsanleihen zu erwerben. Dieses Selbstsanierungsprogramm der Staaten mit Hilfe der Zentralbanken auf Kosten der Sparer, Anleger und Investoren nennt man „Finanzielle Repression“ und ist in der Finanzgeschichte gut erprobt.

Während nach der Erhebung der Weltbank die Sparer in 23 Ländern über 100 Mrd. € jährlich durch diese Finanzielle Repression ärmer werden, verlieren die Sparer in Deutschland jährlich über 14 Mrd. €. Das errechnet sich aus einer Analyse der Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland:

  • das gesamte Geldvermögen beträgt ca. 5 Billionen €,
  • Bargeld und Sichteinlagen betragen 1,06 Billionen €,
  • Termin- und Spareinlagen ergeben 958 Mrd. €,
  • Wertpapiere betragen 1,1 Billionen €, davon 500 Mrd. Staatsanleihen und Pfandbriefe,
  • Ansprüche gegen Versicherungen belaufen sich auf 1,8 Billionen €.

Gewinner ist der deutsche Finanzminister. Allein durch die niedrigeren Zinsen kommt er auf Einsparungen von jährlich 62 Mrd. €, die heimlichen Enteignungen durch die Finanzrepression noch nicht mitgerechnet.

Viele private Anleger ahnen noch gar nicht, wie erschütternd diese Finanzpolitik für sie ist und wie umfassend ihre Verluste z. B. bei der Altersvorsorge und Lebensversicherungen sind.

Wenn diese vermeintlich sicheren Geldanlagen in Staatsanleihen und auf dem Sparkonto unweigerlich zu jährlichen Realverlusten führen, so ist der Anleger und Investor eigentlich gezwungen, andere Anlageformen mit einer höheren Rendite bzw. Verzinsung zu suchen. Aktien und Immobilien als Sachwerte sind naheliegend. Aber Vorsicht bei Aktien: Die aktuellen Rekordstände sind nicht fundamental begründet sondern resultieren auch aus der weltweiten Geldschwämme durch die Zentralbanken. Die Dax-Höchststände gehen nach neuesten Untersuchungen im übrigen weitestgehend auf Käufe ausländischer Interessenten zurück, die genauso schnell die deutsche Börse verlassen können wie sie gekommen sind.  Im Gegenteil: Die schlechte Wirtschaftskonjunktur in Regionen wie z. B. in Südeuropa und China beeinträchtigt insbesondere die exportlastige deutsche Wirtschaft. Außerdem: Aktien auf ihren Höchstständen zu kaufen birgt ein besonderes Risiko.

So bleiben Unternehmensanleihen und –beteiligungen unterschiedlichster Art die alternativen Anlagemöglichkeiten. Sie können nach sorgfältiger Prüfung zu einem nachhaltigen, positiven Anlageergebnis führen.

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Alternative Geldanlagen für Investoren

wachstumFür Anleger und Investoren sind die Zeiten unsicher, die Zinsen niedrig, die Aktien schon auf Rekordständen. Dr. Lutz WERNER, Herausgeber des www.Investoren-Brief.de und von www.Anleger-Beteiligungen.de erläutert alternative Geldanlagen für Investoren.

Die Hausse am deutschen Aktienmarkt mit Rekordständen über 8.000 im Dax wirft die Frage nach Gründe und Hintergründe auf.

Was sind die Gründe für diese Hausse? Wer sind die Aktienkäufer? Welche Anlagealternativen bestehen?

Als wesentlicher Grund für die Hausse gilt nicht eine vermeintlich gute Konjunktur oder die Wirtschaftslage der Unternehmen sondern die expansive Geldpolitik der Zentralbanken weltweit. Sie stellen massenweise Geld zur Verfügung, welches die Aktienkurse befeuert. Mit der expansiven Geldpolitik sind auch niedrigste Zinsen verbunden. Da Anleihen guter Bonität keine ausreichende Rendite mehr ergeben (Realzinsfalle), werden alternativ zunehmend auch Aktien gekauft.

Als Käufer deutscher Aktien treten nicht etwa deutsche Anleger und Investoren auf, sondern ausländische Großinvestoren wie Pensions- und Investmentfonds sowie Banken und Versicherungen. Sie halten nach neusten Untersuchungen 55 % der Aktien von Dax-Unternehmen (2005 lag der Anteil noch bei 45 %).

Deutsche Privatanleger befinden sich seit Jahren auf dem Rückzug und halten nur noch deutlich unter 10 % der Dax-Aktien. Zu bitter waren ihre Erfahrungen nach dem letzten Rekordhoch deutscher Aktien 2001 wie auch bei dem scharfen Kursrückgang 2007.  So sank die Zahl deutscher Aktienbesitzer von 12,8 Mio. auf dem Höchststand 2000 um 30 % auf aktuell 8,8 Mio.

Die unablässige Berichterstattung in den Medien über die Krisen in Europa veranlasst viele Privatanleger aus Gründen der Sicherheit ihr Geld in sehr niedrig verzinsliche Bundesanleihen anzulegen oder auf Spar- und Termingeldkonten zu parken. Dies unter bewusster oder unbewusster Inkaufnahme von negativen Realzinsen und damit verbundenen Vermögensverlusten.

Deutlich anders sehen das offensichtlich ausländische Anleger und Investoren. Deutschland und die deutschen Unternehmen gelten bei ihnen als die Gewinner der aktuellen prekären wirtschaftlichen Lage in Europa. Deutschland gehe es vergleichsweise gut, während in den meisten anderen Ländern des Euro-Raumes Rezession herrscht. Mit dieser optimistischeren Grundeinstellung waren die ausländischen Großanleger und Investoren am Dax-Anstieg in den letzten 12 Monaten um immerhin 27 % beteiligt.

Der deutsche Anleger und Investor sollte überlegen, ob er seine Enttäuschungen der letzten Jahre abschütteln und den deutschen Unternehmen wieder mit mehr Zuversicht begegnen kann. Nach sorgfältiger Prüfung sollten sich Investitionen in deutsche Unternehmen, mögen es Aktien, Anleihen oder andere Beteiligungs- und Finanzierungsformen (www.Finanzierung-ohne-Bank.de) sein, wieder lohnen.

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Crowdfunding – moderner Begriff für Kapitalmarktfinanzierung

Ein neues Modewort geistert durch die Medien und beschreibt eine neue/alte Form der Finanzierung: Crowdfunding bzw. Schwarmfinanzierung. Eine mögliche  Definition wäre:  Viele Geber (Crowd) steuern kleine Geldbeträge bei, die in ihrer Summe die Finanzierung auch größerer Projekte ermöglichen.

Crowdfunding ist ein moderner Begriff für eine schon länger bestehende Form der Kapitalbeschaffung bzw. Finanzierung. Crowdfunding ist geeignet und optimiert durch die modernen Medien wie Online-Werbung und Internet. Genutzt wird diese Finanzierungsform zu unterschiedlichsten Zwecken:  Sozial, gemeinnützig, politisch, unternehmerisch usw.

Die älteste unternehmerische Crowdfunding-Plattform in Deutschland ist www.emissionsmarktplatz.de, im letzten Jahr umfirmiert in www.Anleger-Beteiligungen.de. Sie wurde 1999 von der Dr. Werner Financial Service Group gegründet. Gerade in den letzten Monaten sind eine Reihe neuer, teilweise spezialisierte Plattformen im Internet erschienen.

Das Crowdfunding wird von der Erkenntnis geleitet, dass es z. B. schwerer ist, einen einzigen Geldgeber mit 1 Mio. € zu finden als 10.000 Kapitalgeber mit Kleinbeträgen von jeweils 100 €.

Nach allgemeiner Meinung sollten mehrere Voraussetzungen für ein erfolgreiches, unternehmerisches Crowdfunding  erfüllt sein:

  • ein besonderes und überzeugendes unternehmerisches Projekt,
  • glaubwürdige Online- und Offline – Präsentation sowie Finanzkommunikation,
  • sichere und angemessene Rendite für die Anleger und Investoren.

In Deutschland unterliegt das Crowdfunding der staatlichen Kontrolle. Entweder bedarf es der Genehmigung für eine Spendensammlung durch die Gewerbeämter oder beim unternehmerischen Crowdfunding der Genehmigung der Kapitalmarktaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die BaFin-Genehmigung ist erforderlich, wenn jemand mehr als 100.000 € einsammeln möchte. Der Geldbetrag ist wiederum unbeschränkt, wenn das Unternehmen  nicht mehr als 20 Kapitalgeber pro Finanzart aufnimmt.

Die Dr. Werner Financial Service Group (www.finanzierung-ohne-bank.de)  betreibt seit nunmehr  14 Jahren eine Crowdfunding- Plattform unter www.emissionsmarktplatz.de, bzw. seit  letztem  Jahre umfirmiert in www.anleger-beteiligungen.de. Auf diesem Finanzportal, ergänzt durch den per Mail versandten Investoren-Brief.de, können kapitalsuchende Unternehmen nach dem Prinzip des Crowdfunding Kleinbeträge von einer großen Zahl von Anlegern und Investoren einsammeln, um das gewünschte Gesamtfinanzierungsvolumen für ihre unternehmerischen Projekte zusammen zu bringen.

Herausgeber der Crowdfunding-Plattform und des ergänzenden, wöchentlichen per Mail an ca. 25.000 Anleger und Investoren übersandten www.Investoren-Brief.de ist Dr. Lutz WERNER, Vorstand der Hi-Tech Media AG.

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Finanzkommunikation nach der Platzierung

von Dr. jur. Lutz WERNER (www.Anleger-Beteiligungen.de)

Die Marktfinanzierung bedeutet für das Unternehmen stets mit dem Finanzierungsanliegen „in die Öffentlichkeit gehen“ (Going Public). Das wichtigste Kriterium für einen nachhaltigen Platzierungserfolg ist jedoch das „In-der-Öffentlichkeit-Stehen“ (Being Public). (www.Investoren-Brief.de)

Die Informationspflichten des Unternehmens am außerbörslichen Markt ergeben sich überwiegend aus der rechtlichen Verbindung zwischen Unternehmen und Kapitalgeber. Anders als am Börsenmarkt gibt es keine über die allgemeinen Rechnungslegungsvorschriften hinausgehenden Verpflichtungen zu vierteljährlichen, von dem Wirtschaftsprüfer testierten Zwischenbilanzen und Jahresabschlüssen. Art, Zeitpunkt und Umfang des Informationsflusses sollten aber nicht von gesetzlichen oder vertraglichen Mindestanforderungen, sondern von dem Informationsbedürfnis des Marktes bestimmt werden.

Investor Relations

Investor Relations sind alle Maßnahmen zur Beziehungspflege zwischen Unternehmen und Kapitalmarktteilnehmern und somit ein Teilbereich der Public Relations. Im Zentrum stehen dabei der kontinuierliche Informationsfluss zu Anlegern und potenziellen Kapitalgebern sowie Multiplikatoren wie Medien, Kunden und Mitarbeiter und institutionelle Investoren.

Zu den wesentlichen Zielen der Investor Relations zählen die langfristige Bindung von Kapitalgebern an das Unternehmen sowie die Gewinnung neuer Kapitalgeber. Zu diesem Zweck gilt es, den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu steigern und mit einer transparenten und offenen Informationspolitik das Vertrauen der Marktteilnehmer zu gewinnen, indem Informationslücken zwischen Unternehmen und Finanzmarktteilnehmern durch eine optimale Finanzkommunikation geschlossen werden.

Die wichtigsten Zielgruppen der Investor Relations
Insbesondere Kapitalgeber, die bereits in das Unternehmen investiert haben, sollten regelmäßig über das Unternehmen und dessen Produkte und Dienstleistungen sowie über ihre Geldanlage informiert werden. Auch Anleger sind Kunden für „Dienstleistungen und Produkte“ des Unternehmens, nur eben auf der Passivseite der Bilanz.

Weitere wichtige Zielgruppen sind

  • private Investoren,
  • Finanzvertriebe, Finanzdienstleister, Vermögensverwalter und Steuerberater,
  • Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten,
  • Presse, Wirtschaftsmagazine und Fachzeitschriften,
  • Institutionelle Investoren und
  • Finanzanalysten.

Gute Beziehungspflege zwischen Unternehmen und Anlegern sowie Bedienung des Informationsbedürfnisses des Marktes sind wesentliche Elemente einer  erfolgreichen Unternehmensfinanzierung (siehe auch www.Finanzierung-ohne-Bank.de).

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